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Der erste Tag mit einem Welpen

Wer mit dem Gedanken spielt, sein Leben mit einem Hund zu teilen, stellt in der Regl viele Überlegungen an. Welcher vierbeiniger Begleiter passt zu mir? Bei welcher Rasse stimmt die Chemie? Welche Bedürfnisse des Hundes kann ich erfüllen? Wenn Sie all diese Überlegungen angestellt und "Ihren" kleinen Welpen ausgesucht haben, dann ist es endlich so weit: Ihr Welpe zieht ein. Nicht nur Ihnen steht eine aufregende Zeit bevor, sondern auch Ihrem Kleinen. Der nächste Schritt ist somit das Schaffen einer hundegerechten Umgebung und die Integration in das Familienleben.

Für ein glückliches Zusammenleben ist der erste Tag und die folgenden Wochen zusammen mit dem Welpen entscheidend. Handeln Sie deshalb vorausschauend und bereiten alles für ihn vor.

Los geht es mit der Abholung des Welpens.

Holen Sie Ihren Welpen morgens an einem Wochenende oder Feiertag ab. Ideal ist es ihn am Anfang eines Urlaubs abzuholen, damit in den darauf folgenden Wochen immer jemand daheim ist. Außerdem kann er so in Ruhe sich eingewöhnen. Hektik kann für einen kleinen Hund verwirrend und beängstigend sein. Holen Sie Ihren Welpen im Auto ab? Dann sorgen Sie hierfür schon einmal vor und sichern Sie sich für alle Eventualitäten ab. Denn einige Hunde vertragen das Autofahren nicht. Ein Hundehandtuch, feuchte Tücher und etwas Wasser helfen Ihnen den kleinen Hund sauber nach Hause zu bringen. Am sichersten ist es einen Hund in einer Transportbox zu transportieren bzw. an einem Autogeschirr zu befestigen. Bei der Heimfahrt wird er sicherlich sehr aufgeregt sein, bleiben Sie in seiner Nähe und sprechen Sie mit ihm.

Das neue Zuhause

Bevor er zum ersten Mal ins Haus gebracht wird, geben Sie ihm die Chance sich zu erleichtern. Animieren Sie ihn dazu, sein Geschäft zu verrichten. Tut er das, sparen Sie nicht mit Lob. Das Thema Stubenreinheit brennt den meisten Welpenhaltern am Anfang am meisten unter den Nägeln. Damit Ihr neues Familienmitglied schnell sauber wird, sind vor allem Sie gefragt. Sie müssen Ihren Hund genau beobachten, um zu sehen, wann er muss. Beginnt er zu schnüffeln und im Kreis zu gehen, heißt es: Schnell ab nach draußen. Meistens, wenn doch ein Malheur passiert, ist der Mensch schuld - weil er ganz einfach zu langsam war oder die Zeichen nicht verstanden hat. Raus muss er vor allem, wenn er gerade gefressen, gespielt oder geschlafen hat. Sobald er im Haus ist, lassen Sie ihn die neue Umgebung erkunden. Zeigen Sie ihm sein Hundebett, das sich an einem sicheren, ruhigen und warmen Ort befinden sollte, und sein Welpenspielzeug. In den ersten Wochen ist es nötig für den Welpen rund um die Uhr da zu sein. Er benötigt viel Liebe, Aufmerksamkeit und Ruhe. Ein Welpe schläft sehr viel. Geben Sie ihm deshalb soviel Schlaf, wie er benötigt. Das neue Zuhause ist für den kleinen Welpen ebenfalls neu. Machen Sie Ihr Heim unbedingt welpensicher.  Räumen Sie giftige Gegenstände und Pflanzen weg und sorgen Sie dafür, dass er nicht in Kontakt mit elektrischen Kabeln kommen oder zu kleine Gegenstände verschlucken kann. Treppen sollten zum Beispiel auch nicht erreichbar sein. Weisen Sie gegebenenfalls auch Ihre Kinder ein. Sie sollen ruhig und vorsichtig mit dem Welpen umgehen. Geben Sie dem Welpen in den ersten Tagen viel Ruhe und Zeit sich einzugewöhnen. Laden Sie Familie und Freunde erst nach ein paar Tagen ein. Bleiben Sie immer ruhig, geduldig und ausgeglichen.

In den ersten Tage und Wochen

Innerhalb der ersten 24 Stunden gehört auch ein Besuch beim Tierarzt  zu einer allgemeinen Vorsichtsmaßnahme. Selbst wenn Sie den Welpen von einem guten Züchter geholt haben, sollten Sie ihn noch einmal durchchecken lassen, um eventuelle Gesundheitsprobleme ausschließen zu können.

Wenn der Welpe zu Ihnen kommt, befindet er sich gerade in der Sozialisierungsphase. Nun kommt es darauf an, dass Ihr Welpe möglichst viele positive Erfahrungen macht - mit Menschen, mit anderen Hunden und in fremden Umgebungen. Hier das richtige Maß zu finden, ist gar nicht so leicht: Einerseits dürfen Sie Ihren Welpen mit Unternehmungen und Eindrücken nicht überfordern. Andererseits müssen Sie ihm nun alles Mögliche zeigen und beibringen, damit er selbstbewusst und nicht ängstlich und unsicher wird. In der Sozialisierungsphase muss unbedingt auch die Erziehung beginnen. Einigen Sie sich innerhalb der Familie auf Kommandos und Grenzen und darauf, wie man mit dem Welpen umgeht. Haben Sie Kinder, dann nehmen Sie diese auch unbedingt mit in die Hundeschule, damit diese den Umgang mit Hunden verstehen lernen. Besuchen Sie am besten die Welpenstunde, damit Ihr Welpe sich dank Erziehung und Sozialisierung optimal entwickelt.

Lassen Sie den Welpen in den ersten Wochen nicht aus den Augen. Dies ist wichtig einerseits, um ihn stubenrein zu machen und andererseits, um ihn seine Grenzen aufzuzeigen. Entscheidend sind die ersten Wochen. Am meisten erreichen Sie mit positiver Verstärkung: Gewünschtes Verhalten wird belohnt, unerwünschtes wird ingoriert. Wichtig in dieser Phase ist vor allem liebevolle Konsequenz.

Zu guter Letzt: Melden Sie Ihren Hund bei den örtlichen Behörden und bei TASSO an. TASSO widmet sich seit den 80er-Jahren im Tierschutz der Registrierung und Rückvermittlung entlaufener Tiere. So wird mittlerweile alle 10 Minuten ein entlaufenes Tier durch TASSO zurückvermittelt.

Welpe mit Frau