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Kommunikation und Körpersprache von Hunden

Die Körpersprache unseres besten Freundes

Teil 1


Die Körpersprache des Hundes ist das wichtigste Instrument um mit seinesgleichen und den Menschen zu kommunizieren. Über diese Sprache teilt er anderen Hunden und seinen Menschenfreunden sehr viel über sein Wohlergehen, Gemütszustand oder seine Gefühle mit.

Für ein glückliches Zusammenleben und ein größtmögliches Verständnis untereinander ist es umso wichtiger seine Körpersprache zu deuten, zu interpretieren und darauf eingehen zu können.


  Kommunizierende Hunde

Was Hundeaugen uns erzählen

Was wir in Hundeaugen sehen können

Zunge in der Körpersprache

Anschleichender Hund

Hüpfender Hund

Hunde spielen am Strand

Rhodesian Ridgeback fordert zum Spielen auf

 

 

Augen erzählen uns viel

Es heißt nicht umsonst "Die Augen sind der Spiegel der Seele". Asiaten  konzentrieren sich zum Beispiel nur auf die Augen um die Gefühle ihres Gegenübers zu lesen. An den Augen eines Hundes kann man ebenso soviel ablesen.

Normal geformte und enspannte Augen sind ein Ausdruck eines ruhigen, gelassenen Verhaltens (siehe Labrador Bild 2). Runde oder gar aufgerissene Augen zeigen Neugierde, Interesse und Erregung (siehe Mops Bild 3).

Dagegen zeigt der Boxer in Bild 1 ein aggressives und drohendes Verhalten. Dabei werden die Augen hart, kalt und zusammengekniffen. Dieser Hund sollte nicht weiter gereizt werden. Erfahrungen zeigen, dass Hunde, die diese harten Augen besitzen und zeigen können, eher zum Beißen neigen als andere Hunde.

Sobald ein Hund seinen Kopf weggedreht, aber die Augen immer noch auf seinen Gegenüber gerichtet sind und man die weißen Ränder im Auge sieht, spricht man von "whale eyes" oder Walaugen (Bild 4). In einer solchen Situation zeigt der Hund Angst und ist angespannt. Eigentlich schaut er seinen Gegenüber auch nicht an, aber er ist zu ängstlich um ihn nicht mehr im Blickfeld zu haben.

Wichtig zu wissen ist, dass Hunde in ihrem natürlich Verhalten nie direkt in die Augen anderer schauen. Für uns gehört es zur freundlichen Tonart, aber in der Hundekommunikation bedeutet das unhöfliches Benehmen und sogar Bedrohung. Man kann ihnen es zwar beibringen, aber wie gesagt, gehört es nicht zum natürlichen Verhalten.

 

Was uns die Zunge sagt

Die Hundezunge spielt im Gegensatz zu unserer Kommunikation ebenfalls eine wichtige Rolle. Sind Lippen und Zunge recht locker und entspannt, ist es auch der Hund (Bild 6).

Sind Lippen und Zunge dagegen nach hinten gezogen, kommt sozusagen das Zähnefletschen zustande und der Hund ist kurz vor dem Zubeißen (Bild 5). Die Ohren sind dabei entweder angelegt oder nach vorne gerichtet.

 

Laufend in Aktion

In der Gangart sind wir den Hunden sehr ähnlich. Möchten wir uns irgendwo beschweren, gehen wir forsch und willensstark voran. Begegnen wir unseren Freunden, würde es wahrscheinlich eher befremdlich wirken, wenn wir sie mit gleicher Gangart begrüßen.

Bild 7 zeigt einen sich anschleichenden Border Collie. Seine Gangart ist geduckt, gerade und zielgerichtet - eindeutig ein aggressives Vorgehen. Grob kann man sagen, dass Hunde, die sich geradelinig fortbewegen, in einer eher herausfordernen, grimmigen Stimmung sind.

Hunde, die sich locker und unförmig wie im Bild 8 bewegen, zeigen dagegen ein freundliches und gutgelauntes Wesen.

 

Let's play

Der Rottweiler in Bild 9 ist ein selbstbewusster Hund. Ruhig, ausgewogen und auf den Hinterbeinen stehend animiert er den kleinen Hund zum Spielen. Dieser dagegen zeigt sich eher von dem großen Hund beeindruckt. Fest auf vier Beinen stehend möchte er lieber fliehen. Die Augen sind weit geöffnet, der Schwanz zeigt nach unten oder befindet sich zwischen den Hinterbeinen. Die angelegten Ohren bzw. die Verkleinerung seiner selbst sind ein Beschwichtungssignal.

Bild 10 zeigt einen Rhodesian Ridgeback der zum Spielen auffordert. Hierzu gehen Hunde mit ihren Vorderbeinen nach unten und geben das Signal "Ich bin bereit für eine Spielrunde - komm und mach mit".

 

Fazit

Die Köpersprache von Hunden zu interpretieren ist mit ein wenig Übung leicht umzusetzen und fördert das Verständnis zwischen Hund und Mensch.