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Das richtige Hundefutter für ein langes und gesundes Hundeleben

Ob als frischer oder langjähriger Hundebesitzer – das Thema Hundefutter sorgt für ausreichend Gesprächsstoff. Selbstgemachtes Futter, Trockenfutter, Getreide oder Rohfütterung: es gibt viele Möglichkeiten seinen Hund zu ernähren.

Widersprechende Informationen finden sich überall. Futterhersteller möchten natürlich ihren Umsatz steigern und loben ihr Futter in den höchsten Tönen. Im Internet finden sich viele Informationen und die Hundeschule empfiehlt etwas anderes als der Tierarzt.

Die richtige Nahrung ist ein sehr wichtiger Faktor für ein langes und gesundes Hundeleben ist. Immer mehr Hunde und Katzen leiden unter Allergien und Krankheiten - viele davon sind ernährungsbedingt. Was Sie über gutes Hundefutter wissen sollten, finden Sie in unserem Artikel und fragen Sie sich "Würde ich mein Leben lang Fast Food und Süßigkeiten essen wollen?".

Inhaltsstoffe lesen

Zu wissen, was im Trocken- oder Dosenfutter steckt, ist wichtig um die Qualität des Futters einschätzen zu können. Angepriesen wird zum Beispiel Lamm mit Reis. Nimmt man die Zutatenliste aber genauer unter die Lupe finden sich auch Huhn oder vor allem Getreide und Mais im Futter. Oft verstecken sich im Futter Zusatzstoffe, Zucker, Hufe oder Fell.

Grundsätzlich gilt: die Zutaten sind nach der Menge gelistet. Die Zutat mit der höchsten Menge findet sich an erster Stelle, die mit der geringsten Menge an letzter Stelle.

Fleisch

An erster Stelle sollte natürlich Fleisch stehen und um welches Fleisch (Rind, Lamm, Geflügel, Pferd etc.) es sich handelt. Bei Fleischmehl und Nebenerzeugnissen handelt es sich um eine minderwertige Nahrungsquelle für unsere Haustiere. Geflügelmehl besteht zum Beispiel aus Schnäbel, Krallen und Federn und hat keinen großen Nährwert für Hunde oder Katzen. Ideal ist Muskelfleisch mit seinem hohen Eiweißanteil.

Getreide und andere Füllstoffe

Getreide, Soja und Mais dienen meistens als Füllstoffe und dürfen keinesfalls weit oben in der Zutatenliste stehen. Die meisten Füllstoffe (Reisschalen, Sojaschalen, Guarkernmehl, Rapssamen, Zellstoffe) sind minderwertig, da so billig die Menge des Futters erhöht wird. Für Hunde und Katzen sind diese nicht nahrhaft - deshalb auch die Vitamin- und Mineralzugaben - und belasten unter Umständen die Verdauung. Weichgekochter Reis, Nudeln oder gekochte Hirse sind dagegen leicht verdaulich.

Achtung: Einige Hersteller listen Getreidesorten einzeln auf. Addiert man die einzelnen Sorten, kann es sein, dass die Getreidemenge höher als die Fleischmenge ist.

Künstliche Vitamine und Mineralien

Kaum ein Fertigfutter verzichtet auf zusätzliche Vitamine und Mineralien. Doch immer mehr Studien warnen vor künstlich hergestellten Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln. Die Krebs- und Sterblichkeitsrate steigt bei Menschen, die regelmäßig auf künstlich hergestellte Vitamine zurückgreifen. Warum sollte dies nicht auch für Hunde gelten? Künstliche Antioxidantien BHA (E320) und BHT (E321) sind leberschädigend und krebserregend. Unbedenkliche Antioxidantien sind Ascorbinsäure und Vitamin E (Tocopherole).

Gemüse und Obst sind leider in Fertigfutter keine großen Vitaminlieferanten, da sie meist nur in sehr geringen Mengen und verkocht im Futter vorhanden sind.

Konservierungsmittel

Konservierungsmittel sind im Verdacht krebserregend zu sein. Werfen Sie deshalb unbedingt einen Blick darauf. Zu finden sind sie unter den Begriffen BHT, Ethoxyquin, BHA und Propylenglykol.
Propylenglykol dient im Nassfutter als Feuchthaltemittel, als Lösungsmittel für Zusätze wie Geschmackstoffe oder als Konservierungsmittel zur Hemmung von Schimmelbildung. Bei Propylenglykol handelt es sich um eine weniger giftige Form des Frostschutzmittels.

Öle und Fette

Achten Sie auch darauf, dass die Öle und Fette mit Namen, zum Beispiel Rapsöl, Sonnenblumenöl, deklariert sind.

Was nicht deklariert sein muss

Geschmacksverstärker und Aromen müssen leider auf der Zutatenliste nicht deklariert werden. Machen Sie sich bewusst, dass ohne Geschmacksverstärker und Aromen viele Hunde das industriell hergestellte Futter gar nicht anrühren würden.

Geschmacksverstärker und Aromen finden sich, wenn überhaupt angegeben, unter folgenden Begriffen wieder:  Glutamat, modifizierte Stärke, Hefeextrakt, Zucker, Karamell, Melasse und Leberspray, Fettgeschmack, Aromen und Gewürze.

Geschmacksverstärker steht sowohl bei Menschen als auch bei Tieren im Verdacht, Verhaltensänderungen und Entwicklungsstörungen zu verursachen. Zutaten wie Zucker, Saccharin (Süßstoff E954), Melasse und Karamell machen dick, erhöhen den Appetit und sind schlecht für die Zähne.

Muss sich mein Hund wirklich getreidefrei ernähren?

Gesunde Hunde oder Hunde ohne Getreideallergie dürfen natürlich Getreide essen. Allerdings muss die Menge stimmen und sollte einen geringen Anteil der täglichen Portion ausmachen. Empfehlenswert als zusätzliche Protein- und Energiequelle sind auf jeden Fall weichgekochter Reis, Nudeln, gekochte Hirse oder Kartoffeln.

Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren

Hunde benötigen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Ein ausgewogener Haushalt dieser Fettsäuren spiegelt sich in einem glänzenden Fell und einer gesunden Haut wider.  Omega-6-Fettsäuren finden sich in Fleischprodukten. Die meisten Hunde benötigen deshalb keine Ergänzung. Omega-3-Fettsäuren finden sich im Pflanzenöl, vor allem Rapsöl oder Leinöl, aber auch in Fischen oder Fischölen. Die günstigste, aber gleichwertige Variante stellt sicher das Rapsöl dar. Am besten geben Sie kaltgepresstes Öl.

Barfen und Selberkochen

Viele Tierärzte raten zum Barfen (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) oder Selberkochen. Klar, es nimmt mehr Zeit in Anspruch als das Öffnen einer Dose. Wer noch nicht barft oder selber kocht: wenigsten weniger Fertigfutter, dafür mehr frisches Fleisch, Innereien und Knochen vom Metzger, Bauernhof oder speziellen Barf-Läden. Dieses kostet meistens nicht mehr als das Dosen- oder Trockenfutter und spart den Tierarzt. Abwechslungsreiches und frischer Futter führt auch dazu, dass Hunde und Katzen weniger verwurmt sind.

Zu den Barf-Rezepten

Eine BARF-Futtermittelliste zum Runterladen haben wir hier zusammengestellt. -> PDF