0 Artikel | 0,00 €

rasseliste

  • Abschaffung der Rasseliste

    Nach Niedersachsen hat sich auch Schleswig-Holstein für die Abschaffung der Rasseliste entschieden. Viele Tierschutzorganisationen begrüßen diesen Schritt. Die Rasseliste hat sich in der Praxis nicht bewährt und viele sogenannte Kampfhunde wurden stigmatisiert, so dass sie vermehrt in Tierheimen landen und sich schwer weitervermitteln lassen.

    Was ist die Rasseliste?

    Die Rasseliste stuft bestimmte Hunderassen, sogenannte Listenhunde, als grundsätzlich gefährlich ein. Umgangssprachlich ist die Bezeichnung „Kampfhund“ verbreitet. Für die von der Rasseliste erfassten Hunde gelten Haltungseinschränkungen, die sich je nach Bundesland unterscheiden können. So muss der Halter solcher Rassen zum Beispiel eine Sachkundeprüfung ablegen oder die Volljährigkeit vorweisen. Des Weiteren können Leinenzwang, Maulkorbpflicht oder Genehmigungspflicht bestehen.

    Ein praktikabler Lösungsweg

    Laut TASSO e.V. „hat die Rasseliste keinen Beitrag zu einer effektiven Gefahrenabwehr geleistet. Das belegt sehr eindrucksvoll die landesweite Beißstatistik von 2010. Von 135 Beißvorfällen wurde nur einer von einem Listenhund verursacht. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rassezugehörigkeit bestimmen lässt.“

    Tierschutzorganisationen und Hundeschulen plädieren deshalb für einen Hundeführerschein oder Sachkundennachweis, den JEDER Hundehalter ablegen soll. „Ein solcher Nachweis trägt auch den Anforderungen an eine artgemäße und verhaltensgerechte Hundehaltung und somit dem Tierschutzgedanken Rechnung.“, so TASSO e.V.. Weitere positive Auswirkungen eines Sachkundennachweises sind die Reduzierung der unüberlegt angeschafften Hunde, die im Tierheim landen, als auch „kostengünstiger“ Hunde aus dem illegalen Welpenhandel.

1 Artikel