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Krankheiten

  • Zahnstein bei Hunden

    Zahnstein ist ein leidiges Thema bei vielen Hunden. Vor allem bestimmte Rassen neigen stärker zur Bildung von Zahnstein als andere. Dieses eigentlich harmlose Phänomen kann jedoch leider ernsthafte Folgen haben, wenn das Tier durch Zahnausfall schließlich nicht mehr kauen und fressen kann. Außerdem kann Zahnstein chronische Entzündungen im Mundraum und nahliegenden Körperregionen auslösen.

    Zahnstein, entsteht aus einer Schicht von Speichel, Futterresten und Mineral-Kalk-Salzen. Er wird auch als Plaque bezeichnet. Mit der Zeit wird diese Schicht immer dicker und härter, weil die raue Oberfläche des Belags weitere Ablagerungen verursacht.

    Meist sind zunächst die oberen Eck- und Reißzähne betroffen, sowie die Backenzähne. Plaque belegt dann nicht nur die Zahnoberfläche, sondern auch den Zahnfleischrand und dringt sogar unterhalb des Zahnfleischrandes vor. Das ist der problematischste Bereich, hier können ernsthafte Komplikationen folgen.

    Symptome von Zahnstein

    Zahnstein macht sich als harter, grünlich-bräunlicher oder auch braune Ablagerung auf den Zahnhälsen bemerkbar. Es ist nicht einfach, den Belag zu entfernen, er haftet sehr fest auf den Zähnen. Meist entsteht durch den Belag ein unangenehmer Geruch aus dem Maul des Tieres. Ist der Zahnstein in einem fortgeschrittenen Stadium, kommt es teilweise auch zu Blutungen und Eiter am Zahnfleisch. Oft können die Tiere dann vor Schmerzen nicht mehr richtig fressen, im Spätstadium fallen sogar teilweise Zähne aus.

    Ursachen von Zahnstein

    Zahnstein entsteht meist durch Bakterien, zumindest verstärken sie den Effekt von Zahnstein wesentlich. Wenn keine regelmäßige Reinigung der Zähne erfolgt, lagert sich bereits nach einem Tag Zahnbelag auf den Zähnen des Hundes ab. Nach und nach entsteht dann daraus Zahnstein.

    Haben Hunde Veranlagungen zu Zahn- und Kieferfehlstellungen, wird die Bildung von Plaque weiter begünstigt. Diese Hunde können meist weniger gut kauen als ihre Artgenossen und reiben deshalb den Zahnbelag beim Kauen nicht hinreichend ab. Auch wenn Hunde aufgrund ihrer Rasse sehr viel hecheln, bildet sich mehr Zahnstein als gewöhnlich. Das Hecheln führt zu einer Austrocknung der Mundhöhle, sodass die Zähne nicht mehr ständig mit Speichel umgeben sind. Speichel ist jedoch wichtig, da er das Bakterienmilieu konstant hält und die Zähne schützt und reinigt.

    Außerdem sollte jeder Hundehalter darauf achten, dass das Futter nicht zu zuckerhaltig ist. Dieses ist nicht artgerecht und fördert außerdem die Bildung von Zahnstein. Auch zu weiches Futter ist nicht förderlich für das Vermeiden von Plaque. Wichtig dagegen ist ein regelmäßiger Verzehr von Knochen und harten Futteranteilen, der den Abrieb der Zahnbeläge begünstigt.

    Einen interessanten und ausführlichen Expertenbeitrag von Seitz Tiernahrung finden Sie hier: https://seitz-barf.de/tieraerztin-catharina-tode-expertenbeitrag-zum-thema-zahnstein/

  • Flöhe beim Hund – was ist jetzt zu tun?

    Ebenso wie Zecken und Milben sind Flöhe beim Hund ein unschönes Mitbringsel der warmen Jahreszeit. Von Ende April bis Ende November ist die Gefahr groß, dass sich Ihre Fellnase mit den blutsaugenden Parasiten ansteckt. Allerdings können diese das ganze Jahr zu einem Problem werden, wenn sie in beheizten Wohnungen und Häusern überleben. Daher ist es wichtig, dass Sie handeln, sobald Sie einen Flohbefall feststellen, zumal die Hundeflöhe auch Menschen befallen können.

    Hund zeigt häufiges Jucken und Kratzen bei Flohbefall

    Symptome eines Flohbefalls bei Hunden

    Kratzt, leckt und beißt sich Ihr Hund häufig und tigert er immer wieder nervös umher? Dies können erste Anzeichen sein, dass er Flöhe hat. Sicherheitshalber sollten Sie Ihre Fellnase absuchen, denn die Parasiten sind auch mit bloßem Auge erkennbar. Sie sind rotbraun, zwei bis drei Millimeter groß und besitzen sechs Beine, von denen zwei zum Springen verwendet werden. Zudem ist der Flohkot ein eindeutiges Indiz für einen Befall. Dieser erinnert an kleine schwarze Körnchen und kann mit einem speziellen Flohkamm im Fell des Hundes erkannt werden. Wenn Sie diesen verwenden, müssen Sie ihn für ein eindeutiges Ergebnis direkt an der Haut ansetzen. Eine Alternative ist ein feuchtes Papiertuch: Dazu legen Sie zunächst ein helles Handtuch unter Ihren Vierbeiner. Anschließend rubbeln Sie kräftig durch sein Fell. Heruntergefallene, schwarze Krümel sammeln Sie mit einem feuchten Papiertuch auf. Zerreiben Sie diese und verfärben sie sich rotbraun, handelt es sich um Flohkot. Diese Verfärbung liegt daran, dass die Flöhe Blutfarbstoff mitausscheiden.

    Weitere Symptome:

    • Fellverlust
    • Punktförmige Blutungen, Blasen oder Quaddeln
    • Dunkelrote Punkte im hellen Hof

    Maßnahmen gegen Flöhe beim Hund

    Die Parasiten sind nicht nur lästig, sondern können Krankheiten (z.B. Bandwürmer, Allergien, Dermatitis, Blutarmut) übertragen, die für Tier und Mensch gefährlich sind. Um Flöhe beim Hund wirksam zu bekämpfen, sind verschiedene Mittel möglich. Diese können Sie einzeln oder in Kombination anwenden. Bei Fragen sollten Sie vor der Anwendung mit einem Tierarzt sprechen.

    Spot-Ons

    Dabei handelt es sich um Präparate, die auch gegen Zecken und andere Parasiten eingesetzt werden können. Diese chemischen Mittel tragen Sie in der Regel im Nacken Ihrer Fellnase und je nach Größe des Tieres auch auf der Schwanzwurzel auf. Innerhalb von 24 Stunden soll der Wirkstoff fast alle Flöhe beim Hund getötet haben. Ein Vorteil dieses Mittels ist, dass es bis zu vier Wochen wirken soll.

    Halsbänder

    Diese dienen in erster Linie als vorbeugende Maßnahme gegen Flöhe bei Hunden. Ihre Fellnase kann, um einen Befall zu verhindern, ein Flohhalsband tragen, wenn sie sich im Freien aushält, Sie mit ihr Gassigehen oder auf dem Hundeplatz sind.

    Shampoos

    Diese Floh- und Zeckenmittel für Hunde  bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Kokosnuss und ätherischen Ölen wie Bergamotte, Zedernholz und Orange, die gegen Parasiten helfen sollen. Diese sind normalerweise verträglicher als chemische Mittel und besitzen kaum Nebenwirkungen. Eine Ausnahme kann beispielsweise eine Allergie gegen einen speziellen Inhaltsstoff sein. Darüber hinaus wirken diese Mittel nicht nur gegen Flöhe bei Ihrem Hund, sondern stellen auch eine hervorragende Pflege dar, weil sie zum Beispiel für ein glänzendes Fell oder gesundes Haarwachstum sorgen.

    Tierarztbesuch

    Bei einem starken Flohbefall ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen und ihn um Rat zu fragen. Dieser kann außerdem ein hochwirksames Mittel verschreiben wie beispielsweise Tabletten.

    Reinigung des Zuhauses

    95 Prozent des Flohbefalls macht die Brut aus, die unsichtbar ist und sich normalerweise an verschiedenen Orten befinden kann, an denen sich Ihr Vierbeiner aufhält. Daher sollten Sie Teppiche, Polster sowie Hundebetten und –decken gründlich reinigen. Textilien sollten Sie bei mindestens 60 Grad waschen, wenn dies laut Pflegehinweis möglich ist. Empfindliche Stoffe können Sie eine Zeitlang in den Tiefkühlschrank stecken, da auch sehr kalte Temperaturen gegen die Hundeflöhe helfen. Alle betroffenen Oberflächen sollten Sie zudem mit einem Staubsauger oder Dampfreiniger säubern und den Staubsaugerbeutel oder -behälter anschließend sofort entsorgen oder entleeren.

    Ursprung und Dauer des Flohbefalls

    In den meisten Fällen liegt der Grund für Flöhe bei Hunden daran, dass sie sich damit bei einem anderen Tier (Wild- oder Haustier) angesteckt haben. Die Parasiten können sehr gut springen, sodass ein Austausch selbst bei kurzem Kontakt leicht erfolgen kann. Ein Floh kann täglich bis zu 20 Eier legen, sodass eine Vermehrung schnell passiert ist. Durch die entsprechenden Maßnahmen sind in den meisten Fällen die Flöhe beim Hund nach ungefähr vier Wochen komplett verschwunden. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass Ihr Hund sich immer wieder Flöhe an einer bestimmten Quelle holt. Dies kann zum Beispiel ein Nachbartier oder ein Wildtier im Garten (z.B. Igel) sein. Diese Quelle sollten Sie ausfindig machen und dadurch verhindern, dass ein erneuter Befall mit Flöhen entstehen kann.

  • Hitzschlag beim Hund – Wie können Sie die Erkrankung verhindern?

    Tierärzte und Hundeexperten warnen jedes Jahr im Sommer vor Hitzschlag beim Hund. Zu Recht. Denn dies ist ein Thema, das Hundebesitzer keinesfalls unterschätzen sollten. Es handelt sich nämlich dabei um eine lebensbedrohlich Erkrankung, die durch eine Überhitzung des Körpers entsteht. Daher ist es wichtig, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

    Hund mit nassem Handtuch kühlen

    Wodurch entsteht die Überhitzung?

    Hunde schwitzen bekanntermaßen anders als wir Menschen, weil sie ein dichtes Fell besitzen und ihnen Schweißdrüsen am Körper fehlen. Ihre Körpertemperatur können sie selbstständig lediglich über einige wenige Schweißdrüsen an den Pfoten und am Nasenspiegel regulieren. Daher können sie mit hohen Temperaturen weniger gut umgehen. Bereits ab ungefähr 22 bis 25 Grad versuchen sie körperliche Anstrengungen zu vermeiden und suchen stattdessen nach Abkühlung im Wasser oder auf kühlem Boden oder nach einem Platz im Schatten. Typisch ist außerdem vermehrtes Hecheln, über das Hunde ebenfalls für Abkühlung sorgen können. Steigt die Temperatur auf 28 bis 30 Grad, ist dies nicht mehr möglich und auch die Körpertemperatur des Hundes beginnt zu steigen. Eine Gefahr besteht dann vor allem für Mops, englische Bulldogge, Pekinese und weitere kurznasige Rassen. Den Hitzschlag beim Hund sollte aber kein Hundebesitzer auf die leichte Schulter nehmen.

    Woran erkennen Sie einen Hitzschlag bei Hunden?

    • Andauerndes, intensives Hecheln
    • Unter Umständen vermehrter Speichelfluss
    • Stärk gerötete und heiße Innenseite des Ohres
    • Oftmals langgestreckter Hals
    • Mitunter hängt die Zunge weit aus dem Maul heraus
    • Der Hund ist unruhig und nervös, zeigt Panik
    • Die Atmung wird flacher und schneller
    • Herzrasen
    • stark gerötet Mundschleimhäute und Zunge
    • Teilnahmslosigkeit
    • Taumelnde Bewegungen/ Gleichgewichtsstörungen
    • Erbrechen und/oder blutiger Durchfall
    • Die normale Körpertemperatur des Hundes (ca. 37,5°) ist auf über 40° angestiegen
    • Störungen des Herzrhythmus

    Zeigt ein Hund mehrerer dieser Symptome, sollten Sie so schnell wie möglich handeln, Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen und im besten Fall einen  Tierarzt aufsuchen. Ohne eine entsprechende Behandlung können sich die Folgen noch verschlimmern und es kommt schließlich zu einem Kreislaufkollaps und zu einem Schockzustand des Hundes.

    • Bläulich verfärbte Mundschleimhäute
    • Zittern und Krämpfe
    • Bewusstlosigkeit
    • Koma

    In den meisten Fällen, stirbt der Hund an der Überhitzung, wenn diese nicht behandelt wird.

    Lebensgefahr: Hitzschlag beim Hund im Auto

    Besonders dramatisch und lebensgefährlich ist ein Hitzschlag beim Hund im Auto, weil in dem kleinen abgeschlossenen Raum die Temperatur in kurzer Zeit extrem ansteigen kann. Zudem bietet das Auto kaum Möglichkeiten, dass der Hund  vor der Hitze Schutz oder Abkühlung  findet. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder traurige Nachrichten über Tiere, die im Sommer im heißen Auto alleine gelassen wurden und gestorben sind. Selbst wenn Sie nur wenige Minuten weg sind, kann dies bereits schlimme Folgen haben.

    Übersicht Temperaturentwicklung im geschlossenen PKW

    Außentemperatur Innentemperatur nach 5 Minuten Innentemperatur nach 10 Minuten Innentemperatur nach 30 Minuten Innentemperatur nach 60 Minuten
    20° 24° 27° 36° 46°
    22° 26° 29° 38° 48°
    24° 28° 31° 40° 50°
    26° 30° 33° 42° 52°
    28° 32° 35° 44° 54°
    30° 34° 37° 46° 56°
    32° 36° 39° 48° 58°
    34° 38° 41° 50° 60°
    36° 40° 43° 52° 62°

    Quelle: vdh.de

    Daher sollten Sie Ihren Hund im Sommer wenn möglich nicht im Auto mitnehmen oder ihn zumindest nicht alleine lassen. Auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass ein Hitzschlag bei Hunden, die im Auto eingesperrt sind, Tierquälerei ist. Mit entsprechenden Gesetzen wird dies daher mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren bestraft.

    Vorbeugende Maßnahmen

    • Bei hohen Temperaturen sollten Sie Ihrer Fellnase so viel Ruhe wie möglich an einem kühlen Ort gönnen beziehungsweise durch eine Wasserstelle oder ein Hundeeis für Abkühlung sorgen.
    • Vermeiden Sie lange Spaziergänge am Mittag und Nachmittag und verlegen Sie diese stattdessen in die Morgen- oder Abendstunden.
    • Hohe Anstrengungen wie Laufen und Fahrradfahren sollten Tabu sein.
    • Nehmen Sie für unterwegs immer etwas zu trinken für Ihren vierbeinigen Liebling mit. (z.B. Hundetrinkflasche oder Wasserflasche mit Reisenapf)
    • Autofahrten sollten Sie mit Ihrem Hund nur in klimatisierten Fahrzeugen machen.
    • Zudem können Sie manche Hunde scheren lassen, damit sie im Sommer weniger unter der Hitze leiden.

    Möglichkeiten für eine Erste Hilfe Behandlung

    Oberstes Ziel bei einem drohenden Hitzschlag beim Hund ist es, seine Körpertemperatur zu senken.

    1. Legen Sie ihn an einen kühlen Platz im Schatten oder im Haus oder auf eine Kühlmatte.
    2. Kühlen Sie den Körper des Hundes mit lauwarmem Wasser. Optimal ist es, seine Temperatur innerhalb von 30 bis 60 Minuten auf 39,4° zu senken.
    3. Geben Sie dem Tier lauwarmes Wasser zu trinken. Ist es bewusstlos, sollten Sie ihm allerdings keine Flüssigkeit einflössen.
    4. Bringen Sie den Hund zum Tierarzt, auch wenn sich sein Zustand verbessert hat. Dieser kann die Organfunktion überprüfen und kontrollieren, dass keine inneren Schäden durch den Hitzschlag verursacht worden sind.
  • Zecken bei Hunden: Wie können Sie Ihr Tier wirksam gegen die Krankheitsüberträger schützen?

    Wird es im Frühjahr allmählich wärmer, vermiesen unschöne Parasiten den Spaziergang in der Natur: Zecken. Die blutsaugenden Spinnentiere sind nicht nur lästig, sondern vor allem gefährlich, da sie Überträger gefährlicher Krankheiten sind. Was können Sie gegen Zecken bei Hunden tun?

    Zecken bei Hunden

    Was hilft bei der Zeckenabwehr?

    1. Absuchen Die einfachste Methode ist, den Hund nach jedem Gassigehen abzusuchen und krabbelnde Zecken zu entfernen. Bei Tieren mit kurzem, glattem Fell ist dies relativ unaufwendig. Bei einem langhaarigen Hund sollten Sie auch die Unterwolle durchsuchen und noch eine Zeit danach immer wieder einen Blick auf Ihre Fellnase werfen. Die Parasiten krabbeln noch eine Zeitlang durch das Fell, bevor sie eine Stelle zum Festbeißen gefunden haben.
    2. Chemische Präparate Von vielen Tierärzten werden Kontakt-Antiparasitika empfohlen. Diese sogenannten Spot-on-Präparate sind chemische Substanzen, welche die Zecken bei Hunden abtöten sollen. Sie beißen teilweise trotzdem zu, sterben aber spätestens beim Blutsaugen ab. Dadurch soll vor allem die Übertragung gefährlicher Krankheitserreger verhindert werden. Um diese anzuwenden, tropfen Sie den Zeckenschutz auf den Nackenbereich des Hundes. Bei größeren Tieren soll je nach Präparat eine zweite Stelle zum Beispiel an der Schwanzwurzel behandelt werden. Anschließend verteilt sich das Antiparasitikum über die Talgdrüsen auf der gesamten oberen Hautschicht. Nach einigen Wochen lässt der Schutz nach und Sie sollten die Behandlung wiederholen. Wirksam sollen des Weiteren spezielle Halsbänder sein.
    3. Hausmittel Einige Hundebesitzer sind wenig begeistert, ihren Hund mit chemischen Mitteln zu behandeln, um Zecken fernzuhalten. Stattdessen greifen sie auf Hausmittel zurück, deren Wirksamkeit allerdings nicht bewiesen ist. Dennoch können Sie Knoblauch, Leinöl oder Zitronella einmal ausprobieren. Sie schaden nicht, es sei denn Ihre Fellnase wäre dagegen allergisch. Unverträglichkeiten können Tiere allerdings auch gegen die chemischen Zeckenmittel entwickeln, weshalb Alternativen gefragt sind.
    4. Kokosöl gegen Zecken bei Hunden Seit einiger Zeit wird Kokosöl aufgrund seines hohen Laurinsäuregehalts vermehrt zur Zeckenabwehr eingesetzt. Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, die laut Labortests sehr wirksam gegen Parasiten eingesetzt werden kann. Zudem ist Kokosöl biologisch und riecht sehr angenehm. Als Floh- und Zeckenmittel für Hunde dient es gleichzeitig als Pflege, da das Öl ein weiches Fell macht.
    5. Bernsteinketten Ob sie tatsächlich eine Wirkung gegen Zecken bei Hunden besitzen, müssen Sie selbst ausprobieren, denn diese ist nicht erwiesen.

    Warum müssen Sie eine Zecke entfernen?

    Die Spinnentiere saugen nicht nur Blut, sie übertragen dabei auch Erreger, die gefährliche Krankheiten nach sich ziehen können. Dazu gehören:

    • Borreliose
    • Anaplasmose
    • FSME (Früh-Sommer-Meningoenzephalitis, Hirnhautentzündung)
    • Babesiose (hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Deutschland durch Auwaldzecke übertragbar)
    • Ehrlichiose

    Die Erreger übertragen die Parasiten nicht sofort, sondern erst 12 bis 24 Stunden nach dem Stich, weil sich die Erreger im Mitteldarm befinden und erst von dort in die Speicheldrüsen gelangen müssen. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig Zecken bei Hunden zu entfernen. Schützen können Sie Ihren Hund gegen die übertragbaren Krankheiten außerdem durch eine Zeckenimpfung. Diese ist allerdings nur gegen die durch Borrelien übertragene Lyme-Borreliose möglich. Experten raten dazu vor allem, wenn Sie in einem Risiko-Gebiet wohnen oder Urlaub mit Ihrem Hund in einer zeckenbelasteten Region machen möchten. Ob dies erforderlich ist, besprechen Sie am besten mit einem Tierarzt.

  • Erste-Hilfe-Kasten für Hunde

    Um als vorsorglicher Hundebesitzer für hundsmäßige Notfälle, vorbereitet zu sein, gehört eine Erste-Hilfe-Kasten für Hunde in jeden Haushalt.

    Erste-Hilfe-Kasten für Hunde von Lila Loves It

    Einige Utensilien gehören auch in unsere üblichen Erste-Hilfe-Kästen, andere sind wahrscheinlich etwas überraschend, weshalb wir hier für Euch diese Liste zusammengestellt haben.

    Desinfektionsspray und Wundcreme

    Hunde können sich draußen immer mal schnell verletzen. Ob ein Glassplitter in der Tatze, ein Zeckenbiss, der nach dem Rausziehen der Zecke ebenfalls desinfiziert gehört, oder eine kleine Verletzung durch zu wildes Rumtoben, ein Wundspray gehört sicherlich zu den Utensilien, die Ihr am häufigsten benötigt. Eine antibakterielle Pflegecreme mit Silberionen und Ringelblume hilft bei Verletzungen, Ekzemen und Hautproblemen.

    Selbstklebende Bandage

    Für größere Wunden oder Verletzungen ist es nach dem Einsatz von Desinfektionsspray ratsam, die Wunde sauber mit einer Bandage zu verbinden. Wer schon einmal versucht hat, eine Bandage um eine Pfote oder ein Hundefuß zu binden, wird sich über eine selbstklebende Bandage sehr freuen.

    Bandagenschere

    Natürlich darf auch eine Bandagenschere im Ersten-Hilfe-Kasten nicht fehlen. Hiermit könnt ihr sicher Bandagen, Tapes und Kleidung schneiden.

    Augentropfen und Ohrenreiniger

    Dreck oder Verschmutzungen im Auge oder kleine Verletzungen, die sich durch leichte, gelbe Augenflüssigkeit äußern, können mit Augentropfen, das kolloidales Silber, Hyaluronsäure und Retinolpalmitat enthält, erfolgreich behandelt werden. Verschmutzte Ohren benötigen Ohrenreiniger. Ein antibakterielles Augen- und Ohrentuch mit Silberionen hilft bei der sauberen Reinigung und entfernt Bakterien, Milben und Gerüche.

    Zeckenzange

    Neben dem Wundspray ist die Zeckenzange wohl das am häufigsten benötigte Hilfsmittel im Erste-Hilfe-Kasten für Hunde. Es vergeht kein Sommer, in dem die anhänglichen Biester sich nicht durch das Fell kämpfen, um sich dann in die Haut zu bohren. Neben den üblichen Zeckenzangen haben sich auch normale Pinzetten, die nach vorne spitz zulaufen, bewährt. Da diese Pinzetten vorne sehr spitz sind, kann man die Zecken am Hals packen, ohne dabei Gefahr zu laufen, den Zeckenkörper zu zerquetschen.

    Halskragen

    Verletzungen oder Infektionen im Gesicht und am Kopf sind problematisch. Für den Hund ist es eine Wohltat irritierte Augen oder juckende Ohren mit der Pfote zu kratzen. Eine Halskrause verhindert, dass der Hund an die kritischen Stellen kommt. Außerdem verhindert eine Halskrause, dass der Hund sich an verletzten oder operierten Stellen am Körper leckt.

    Maulkorb

    Selbst ruhige und gut erzogene Hunde, können unter großer Stresssituation  oder Schmerzen  beißen. Mit einem Maulkorb verhinderst Du, dass er Personen oder sich selber Verletzungen zufügt.

    Hundeleine

    Eine Leine ist vor allem dann wichtig, wenn Du Deinen Hund nicht unter Kontrolle hast. Das kann sein, wenn er in Panik ist oder er weglaufen möchte.

    Nasencreme

    Manche Hunde leiden regelmäßig an trockenen Nasen. Hier hat sich die Nasencreme Snout Soother von Natural Dog Company bewährt. Trockene Hundenasen könnt ihr damit innerhalb von wenigen Tagen erfolgreich behandeln.

    Einmalhandschuhe

    Einmalhandschuhe in der Medizin und Hygiene dienen zum gegenseitigen Schutz. Sehr günstig könnt Ihr diese auch in einer Mehrfachpackung in der Drogerie kaufen.

    Telefonnummer vom Tierarzt, Tierklinik und Giftnotruf

  • Erste-Hilfe-Maßnahmen für Hunde

    Sei immer vorbereitet! Das ist das Beste, was Du machen kannst. Unfälle können auch Deinem Hund passieren. Wichtig ist es, vorbereitet zu sein um schlimmeres zu verhindern. Wir haben Euch einige wichtige Punkte zusammengetragen, um im Ernstfall mit den notwendigen Schritten der ersten Hilfe vertraut zu sein. Neben der Vorgehensweise ist auch ein Erste-Hilfe-Kasten sehr hilfreich. Weitere Informationen zum Ersten-Hilfe-Kasten für Hunde findest Du hier.

    Erste Hilfe Maßnahmen bei Hunden

    Wie verhalte ich mich richtig?

    Im Falle eines Notfalls, versuche ruhig zu bleiben und die ganze Situation zu überblicken. Ist Dein Hund zum Beispiel von einem Auto angefahren worden, renne nicht blindlings auf die Straße. Bringe Deinen Hund in Sicherheit, überprüfe, ob er noch atmet. Falls nicht, fange mit einer Herzmassage an. Falls notwendig entferne Brustgeschirr oder Hundehalsband. Ist der Hund am bluten. Versuche die Blutung zu stoppen. Die verschiedenen Notfälle haben wir in der Liste mit den notwendigen Maßnahmen zusammengefasst.

    Behandle Deinen kranken oder verletzten Hund vorsichtig und sanft. Selbst der ruhigste und liebste Hund, kann unter Schmerzen, in starken Stress- oder Angstsituationen beißen. Halte Dein Gesicht weg vom Maul und umarme ihn nicht. Umarmungen können ihn einer Notfallsituation stressen und seine Angst noch größer machen. Setze zur Beruhigung lieber eine sanfte und ruhige Stimme ein oder tätschele ihn sanft, an einer Stelle die nicht schmerzt.

    Den Hund zum Tierarzt transportieren

    Falls Du Deinen Hund transportieren musst, nehme eine Decke ode ein Handtuch mit, um ihn leicht zuzudecken oder einzuwickeln. Bei Blutung verwende eine Mullbinde oder ein sauberes Küchentuch falls zur Hand.

    Gut vorbereitet

    Gut vorbereitet heißt auch wichtige Telefonnummer zur Hand zu haben. Wie zum Beispiel die Telefonnumer vom Tierarzt, von der Giftnotzentrale oder einer lokalen Tierklinik.

    Herz-Lungen-Wiederbelebung

    Die folgenden Anweisungen für eine Herzdruckmassage mit der Annahme, dass der Hund nicht bei Bewusstsein ist und nicht atmet, gelten als der Standard.

    1. Entferne Fremdkörper aus dem Maul Öffne hierzu das Maul und stelle sicher, dass sich keine Fremdkörper im Rachen befinden, die die Atmung behindern.
    2. Lege den Kopf leicht zurück und starte mit der künstlichen Beatmung Bei großen Hunden schließe den Kiefer fest und beatme den Hund durch die Nase. Dabei sollte sich der Brustkorb heben. Zweimal Luft durch die Hundenase blasen. Bei kleinen Hunden oder Katzen setzt Du Deinen Mund über Nase und Maul und beatmest ebenfalls zweimal. Der Brustkorb sollte sich dabei heben.
    3. Herzdruckmassage Bei großen Hunden presst Du den Brustkorb wie bei einem Menschen. Idealweise liegt der Hund dabei auf der Seite. Bei kleinen Hunden oder Katzen gehst Du genauso vor.

    Die Anzahl der Pressungen hängt von der Größe Deine Tieres ab: Hunde über 30 kg: 60 Pressungen pro Minute Hunde zwischen 5 und 30 kg: 80 – 100 Pressungen pro Minute Hunde unter 5 kg: 120 Pressungen pro Minute

    1. Wechsle Beatmung mit Pressungen ab
    2. Überprüfe alle zwischendurch immer wieder, ob die Atmung eingesetzt hat oder das Herz wieder schlägt.

    Zu guter Letzt

    Erste Hilfe ersetzt nicht den Tierarzt. Erste Hilfe ist dazu da, um den Zustandes des Tieres zu stabilisieren, bis der Tierarzt eintrifft oder Du den Hund zum Tierarzt gebracht hast. Seid ihr zu zweit? Dann kümmert sich einer um den Hund und der anderen ruft beim Tierarzt an, um weitere Instruktionen einzuholen.

  • Wie erkenne ich, ob mein Hund übergewichtig ist? Was kann ich dagegen unternehmen?

    Beagle mit Übergewicht

    Immer mehr Hunde leiden an Übergewicht. Zahlen aus den USA und England zeigen das große Gesundheitsproblem. Über 50% der erwachsenen Hunde leiden dort an Übergewicht. Die Problematik ist in Deutschland ähnlich.

    Ganz aktuell hat sich eine Forschergruppe der Universität Liverpool der Thematik angenommen und die Ergebnisse diesen Monat veröffentlicht. Die Forscher haben dabei knapp 1000 Fotos von 28 Hunderassen zwischen 2001 und 2013 analysiert. Die Fotos zeigten Hunde aus den Top 5 der weltgrößten Hundeshow Crufts in England. Man sollte meinen, dass es sich hier um Vorzeigehunde mit idealen Proportionen handelt. Aber weit gefehlt. 25% dieser Hunde wurden von Forschern als zu bullig beschrieben. Im speziellen sind Mops, Basset Hounds und Labrador Retriever zu übergewichtig. Pudel, Rhodesian Ridgeback, Vizsla und Doberman gehören zu schlankesten Rassen.

    Aber letztendlich liegt es nicht an den Rassen selbst, sondern an den Besitzern. Wissenschaftler und Tierärzte bestätigen, dass das Übergewicht vielen Hundebesitzern gar nicht bewusst ist. Fälschlicherweise glauben sie, dass ihr übergewichtiger Hund Normalgewicht hat. Laut Alexander German von der Universität Liverpool, sehen die meisten Menschen ihren Hund als Familienmitglied. Wird in der Familie zu viel oder ungesund gegessen und wenig Fitness betrieben, ist es nicht verwunderlich, dass auch der Hund übergewichtig ist. Außerdem gewöhnen sich die Menschen an ein bestimmtes vorherrschendes Bild. „Wenn sie immer wieder einen übergewichtigen Mops sehen, denken sie, es sei normal, auch wenn es schlanke Exemplare gibt“, so German. Ebenso beeinflussen Hunde, die übergewichtig erfolgreich an internationalen Hundeshows teilnehmen, das falsche Bild vom Körpergewicht.

    Folgen von Übergewicht

    Übergewicht bei Hunden ist wie bei uns Menschen auch mit diversen Gesundheitsproblemen verbunden. So können zum Beispiel Diabetes, Arthrose, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Lebererkrankungen und Krebs entstehen. All das beeinträchtigt die Lebensqualität und Lebensspanne der Hunde und erhöht die Kosten für den Tierarzt. Laut der amerikanischen Organisation Association for Pet Obesity Prevention (APOP), eine Vereinigung zur Prävention übergewichtiger Haustiere, verkürzt sich die Lebenszeit um bis zu 2 ½ Jahre. Je nach Größe des Hundes können schon ein paar hundert Gramm oder wenige Kilogramm mehr das Risiko erhöhen zu erkranken.

    Zudem haben übergewichtige Hunde weniger Energie. Sie liegen lieber rum, als sich zu bewegen und zu spielen. So kann es schon einmal vorkommen, dass Besitzer eine kränkliche Energie- und Teilnahmelosigkeit mit Faulheit verwechseln.

    Wie finde ich heraus, ob mein Hund ein Idealgewicht hat?

    WSAVA „The World Small Animal Veterinary Association” hat einen Leitfaden "Body Condition Score" herausgebracht, mit dem Ihr bestimmen könnt, ob Euer Hund an Unter- oder Übergewicht leidet. Hierzu müsst Ihr Euch die Rippen und die Taille genauer anschauen bzw. mit den Fingern über die Rippen gleiten.

    Body Condition Score

    Sehr stark untergewichtig: Rippen, Wirbel und Beckenknochen sind aus der Ferne sichtbar. Kein erkennbares Körperfett. Offensichtlicher Verlust von Muskelmasse.

    Stark untergewichtig: Rippen, Wirbel und Beckenknochen sind leicht erkennbar. Kein fühlbares Fett. Minimaler Verlust von Muskelmasse.

    Untergewichtig: Ribben sind leicht fühlbar und erkennbar ohne fühlbares Fett. Lendenwirbel ist sichtbar. Beckenknochen werden sichtbar. Starke Taille.

    Normalgewicht: Ribben sind leicht fühlbar mit (leicht) fühlbarem Fett. Taille ist vorhanden, wenn man direkt von oben auf den Hund schaut. Wenn man den Hund von der Seite betrachtet, geht der Bauch nach den Rippen leicht nach oben.

    Leicht übergewichtig: Rippen sind fühlbar mit einem leichten Überschuss an Fett. Taille ist zwar erkennbar von oben, aber kein herausragendes Merkmal. Wenn man den Hund von der Seite betrachtet, ist der Bauch in etwa auf der Höhe der Rippen.

    Übergewichtig: Rippen sind schwer fühlbar, starke Fettansammlung an den Rippen. Offensichtliche Fettansammlung an den Lenden und am Schwanzansatz. Taille nicht vorhanden oder kaum zu sehen.

    Stark übergewichtig: Rippen sind nicht spürbar bzw. nur spürbar mit starkem Druck, sehr starke Fettansammlung an den Rippen. Starke Fettansammlung an den Lenden und am Schwanzansatz. Taille nicht vorhanden. Bauchausdehnung nach unten vorhanden.

    Extrem übergewichtig: Massive Fettansammlungen an Brust, Wirbelsäule und Schwanzansatz vorhanden. Taille nicht vorhanden. Fettansammlungen an Nacken und Gliedern. Bauchausdehnung nach unten stark vorhanden.

    Was kann ich tun, um meinem Hund beim Abnehmen zu unterstützen?

    Bevor Ihr Euch für eine Diät und mehr Sport entscheidet, bringt Euren Hund zum Tierarzt und lasst abklären, ob nicht eine Krankheit am Übergewicht Schuld ist. Falls Euer Hund gesund ist, liegt das Übergewicht an einer falschen Ernährung bzw. an zu vielen Kalorien und an zu wenig Bewegung.

    Zusammenfassend heißt es ab sofort:

    • Weniger kalorienreiches Futter (dies betrifft auch die Leckerchen zwischendurch)
    • Regelmäßige Bewegung

    Ernährung

    Beim Futter heißt es ab sofort die Portionen zu kontrollieren. Hier ist verantwortungsbewusstes Handeln gefragt. Letztendlich entscheidet Ihr, wie viel Euer Liebling bekommt und entscheidet damit über die Gesundheit des Hundes.

    Bei Dosen- oder Trockenfutter findet sich auf jeder Verpackung die Mengenempfehlung. Wichtig ist auch die meist kalorienreichen, industriell gefertigten Zwischenmahlzeiten und Leckerchen zu reduzieren oder auf natürliche Kauartikel um zu steigen. Gemüse und Obst sind eine leichte und vor allem gesunde Alternative. Hier bieten sich zum Beispiel Äpfel, Bananen, Birnen oder Karotten an.

    Fitness

    Bewegung hilft beim Abnehmen, macht den Hund ausgeglichen und glücklicher. Es gibt also keinen Grund für Ausreden. Beginnt mit einem zusätzlichen Spaziergang, fahrt am Wochenende Fahrrad oder besucht einen Stadtpark, wo er mit anderen Hunden spielen kann. Werft Frisbee oder Bälle und geht im Sommer zusammen baden und schwimmen. Jede Bewegung und gemeinsame Unternehmung hilft beim Abnehmen und stärkt die Beziehung.

    Sei ein verantwortungsvoller Hundebesitzer

    Dein Hund verlässt sich auf Dich. Neben Liebe gehören Futter, Bewegung und Beschäftigung zu seinen Grundbedürfnissen. Es ist Deine Aufgabe diese zu erfüllen. Füttere ihn mit dem besten Futter, das Du Dir leisten kannst und spielt und bewegt Euch zusammen.

    Dir wird es gedankt mit einem ausgeglichenen, glücklichen Hund, der lange gesund bleibt.

    Den Body Condition Score könnt Ihr hier noch einmal als PDF herunterladen.

    Quellen: http://www.wsava.org http://veterinaryrecord.bmj.com/content/early/2015/06/22/vr.103093.abstract

  • Blasenentzündung bei Hunden natürlich behandeln

    Blasenentzündung bei Hunden ist im Winter nichts Ungewöhnliches. Gerade bei Minusgraden können sich Hunde schnell verkühlen. Vor allem sitzend, zum Beispiel beim Warten vor dem Supermarkt, kann es innerhalb weniger Minuten zu einer Infektion kommen. Schlimmstenfalls drohen eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung.

    Chow Chow muss dringend einen Stop am Baum machen

    Symptome:

    Falls Du schon einmal eine Blasenentzündung hattest, weißt Du wie unangenehm es sein kann. Leider zeigen Hunde nicht immer Symptome. Ungewöhnlich häufiges und schmerzvolles Urinieren oder Versuche zu Urinieren, auch in Haus und Wohnung, können ein Zeichen für eine Blasenentzündung sein. Weitere Symptome sind Fieber, Energielosigkeit, Blut im Urin oder Rückenschmerzen.

    Natürliche Behandlung:

    Neben einer Antibiotikabehandlung, die zu Nebenwirkungen führen kann, gibt es natürliche Wege gegen eine Blasenentzündung.

    • Wacholderbeerenextrakt ist bekannt dafür die Nierenfunktion zu erhöhen und wirken so entwässernd. Die ableitenden Harnwege werden vermehrt "durchgespült" und Keime ausgeschwemmt. Die Heilpflanze kann bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung helfen.
    • Nicht nur in der Küche ist Petersilie ein beliebtes Kraut. Auch als Naturmittel gegen Blasenentzündungen wird sie gerne eingesetz. Ihre ätherischen Öle sind antiseptisch und harntreibend.
    • Uva Ursi oder echte Beerentraube ist ebenfalls sehr hilfreich. Der Inhaltsstoff Arbutin bekämpft Erreger und hemmt das Wachstum von Bakterien.
    • Cranberry erschwert den Bakterien sich an den Schleimhäuten der Blase und Harnwege festzusetzen und eignet sich sehr gut um eine neue Infektion vorzubeugen.

    Zum Tierarzt

    Eine Blasenentzündung ist bei Haustieren eine ernste Erkrankung. Ein Besuch beim Tierarzt ist bei den ersten Symptomen unabdingbar. Frage nach einer Behandlung mit Naturmitteln.

  • Können Hunde an Ebola erkranken?

    Wenn Epidemien wie die Vogelgrippe oder Ebola durch die Presse gehen, fürchten viele Menschen plötzlich, sie könnten sich bei ihrem Haustier anstecken. Mich interessiert es rein wissenschaftlich gesehen, ob sich ein Hund überhaupt an Ebola anstecken oder Überträger sein kann.

    Grund ist der Hund der spanischen Krankenschwester und Ebola-Patientin Romero. Ihr Hund Excalibur ist aufgrund einer möglichen Ebola-Ansteckung durch sein Frauchen und trotz Proteste von Tierschützern eingeschläfert worden.

    Das Ebola-Virus kann überall im Tierreich auftauchen – von Vögeln, Fledermäusen bis hinzu Schweinen und Affen. Sogar in Pferden wurde das Virus schon nachgewiesen. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen „einen Virus haben und nicht erkranken“, „einen Virus haben und erkranken“ und der Übertragung eines Virus an ein anderes Tier oder Menschen. So muss ein erkranktes Tier nicht unbedingt den Menschen anstecken. Im Umkehrschluss heißt es auch, dass ein infiziertes, aber nicht erkranktes Tier unter Umständen den Menschen anstecken kann. Genau um diese Möglichkeiten stritten sich die Behörden in Madrid. Aber wie viel wissen die Experten zu diesem Thema genau?

    Eine eindeutige Antwort habe ich leider nicht gefunden. Fest steht, dass einige Tiere sich an dem Virus anstecken können. Viele davon zeigen aber keine Symptome und dass diese das Virus an den Menschen weitergeben können, ist möglich.

    Es kann aber auch sein, dass Hunde ebenfalls eine Inkubationszeit von 21 Tagen haben. Während dieser 21 Tage zeigt der Hund zwar keine Symptome, könnte aber im Gegensatz zum Menschen den Virus schon durch Kontakt übertragen. Genau diese Überlegung scheint wohl auch in Madrid zum Tragen gekommen zu sein.

    Laut Experten gibt es wenige Krankheiten, die von Tier auf den Menschen übertragbar sind. Aber es braucht mehr Zeit, um zu forschen und Antworten zu erhalten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine eindeutigen Hinweise, ob Hunde die Krankheit übertragen oder selber daran erkranken können. Bisher gibt es keinen bekannten Fall einer Hund-zu-Mensch-Übertragung.

    Tipps für den Umgang mit Hunden

    Hundebesitzer wissen, mit einem Hund gibt es keinen absolut hygienischen Haushalt. Und ehrlich, welcher Besitzer wäscht sich sofort die Hände, nachdem er sein Tier berührt hat. Nichtsdestotrotz haben wir ein paar grundlegende Regeln zusammengetragen, um sich bei seinem Tier nicht mit Krankheiten anzustecken.

    • Nicht das Gesicht ablecken lassen
    • Wunden vor dem Kontakt mit Tieren schützen
    • Tiere nicht im Bett schlafen lassen
    • Hände nach Kontakt mit seinem Haustier waschen
    • Biss- und Kratzwunden sofort säubern und desinfizieren und von einem Arzt begutachten lassen
  • Tipps für Hunde mit Arthritis

    Hunde mit Arthritis Hunde mit Arthritis

    Tipp 1: Ist Dein Hund übergewichtig? Sorge dafür, dass er auf ein Normalgewicht abnimmt. Denn Übergewicht stellt durch die ständige Überlastung der Gelenke grundsätzlich erst einmal ein Risiko dar, an Arthritis zu erkranken. Hat er schon Arthritis sorgt jedes Gramm zu viel für noch mehr Schmerzen, da die Gelenke mehr beansprucht werden.

    Sattmacher gefällig? Mische unter das Essen einen frisch gekochten Kürbis. Dieser ist gesund, macht richtig satt und enthält kaum Kalorien.

    Tipp 2: Dein Hund benötigt bei Arthritis regelmäßig Bewegung. Bewegung kann vielfältige positive Effekte haben. So ist belegt, dass Sport die Bildung entzündungsfördernder Zytokine hemmen kann. Zudem bleibt die Muskulatur gesund und stark und die Gelenke beweglich und flexibel.

    Tipp 3: Darf Dein Hund auf die Couch oder ins Bett? Kleine Hunde mit Arthritis profitieren von einer Hundetreppe. Eine Hunderampe unterstützt große Hunde beim Einsteigen in das Auto.

    Tipp 4: Die klassische Massage hilft bei Muskelverspannungen und bewirkt eine Durchblutungsverbesserung innerer Organe. Außerdem vertieft es die Beziehung zu Deinem Hund und hilft Dir Unregelmäßigkeiten an Körper Deines Hundes festzustellen. Ein schönes Buch zum Thema „Hunde massieren“ findet Ihr hier: http://www.cadmos.de/hunde-richtig-massieren.html

    Tipp 5: Akupunktur ist nicht nur für Menschen gedacht. Akupunktur wirkt bei Deinem Hund schmerzlindernd und setzt entzündungshemmende Substanzen frei.

    Tipp 6: Wärme hilft bei leicht entzündeten Gelenken, regt den Stoffwechsel an und entspannt die Muskulatur. Nehmt zum Beispiel ein Kirschkernkissen und erhitzt es in der Mikrowelle. Aber Achtung, da Wärme bei Arthritis auch das Entzündungsgeschehen weiter verschlimmern kann, sprecht diese Behandlung vorher mit Eurem Tierarzt ab.

    Tipp 7: Kälte.

    Tipp 8: Besorge ihm ein orthopädisches Hundebett. Diese passen sich ideal den Konturen Deines Hundes an, unterstützen die Gelenke und entlasten den gesamten Körperbau.

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