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Hundeerziehung

Tipps und Tricks rund um die Hundeerziehung.
  • Hilfe, mein Hund jagt und wildert!

    Beim Spaziergang sieht der Hund plötzlich einen Hasen aufspringen und rennt sofort hinterher. Rufen, Schreien und Locken helfen dann nicht mehr. Frustrierte Herrchen und Frauchen reagieren darauf oftmals damit, Ihren Vierbeiner nur noch an der Leine zu führen. Doch dies ist auch nicht unbedingt die richtige Maßnahme dagegen, dass der Hund jagt. Um zu verhindern, dass Ihr vierbeiniger Liebling immer wieder unkontrolliert davon läuft, müssen Sie einen langen und mitunter steinigen Weg gehen. Dieser ist jedoch notwendig, wenn Sie entspannt Gassigehen und vor allem vorbeugen möchten, dass Ihr Hund wildert.

    Labrador Retriever auf Jagd

    Warum jagen Hunde überhaupt?

    Das Jagen liegt den Hunden nicht nur sprichwörtlich im Blut. Die Natur hat dieses Verhalten vorgesehen, damit der Körper der Tiere Glückshormone ausschütten kann. Es ist also nicht allein daraus begründet, dass sie Hunger haben, sondern weil es sie schlichtweg glücklich macht. Das naturgegebene, selbstbelohnende Jagdverhalten wird bei den Hunden durch einen sich schnell bewegenden Gegenstand ausgelöst. Daher kann es sich beim Jagdobjekt sowohl um ein Wildtier, die Katze des Nachbarn oder ein Pferd als auch um ein fahrendes Auto oder ein Fahrrad handeln. Bei bestimmten Jagdhunden wie beispielsweise Beagle, Basset und Schweißhund wird das Jagen bereits durch eine frische Spur ausgelöst. Befinden sich Hunde in einer Gruppe, kann das Jagdverhalten auch durch ein einzelnes Mitglied ausgelöst werden. Darüber hinaus können auch positive Erinnerungen dafür verantwortlich sein, dass Ihr Hund jagt. Hat es ihm zum Beispiel schon einmal große Freude gemacht, einen Vogel aufzuscheuchen, wird er dies wieder tun, sobald er einen sieht. Bedenklich wird die Sache, wenn Ihre Fellnase ein Tier gewildert hat und dieses Erfolgserlebnis bei ihm die Hatz auslöst.

    Gibt es Hunde ohne Jagdtrieb?

    Nicht alle Rassen besitzen das gleiche Vergnügen am Jagen. Dazu zählen besonders die sogenannten Begleit- und Gesellschaftshunde.

    Beispiele:

    • Deutsche Spitze
    • Kromfohrländer
    • Retriever aus der Showlinie
    • Australian Shepherd
    • Border Collie
    • Collie

    Ein wichtiger Grund dafür, ob ein Hund jagt, ist der Zweck seiner Zucht. Deshalb ist dieses Verhalten auch bei den Jagdhunden sehr stark ausgeprägt, weil dies ursprünglich von den Züchtern gewünscht gewesen ist. Zwar werden viele dieser Rassen heutzutage nicht mehr für die Jagd gebraucht, sondern sind reine Familienhunde, jedoch ist ihr Jagdtrieb immer noch in ihren Genen vorhanden.

    Beispiele:

    • Foxterrier
    • Magyar Vizsla
    • Retriever (vor allem aus der Arbeitslinie)
    • Setter
    • Weimaraner

    Die unterschiedlichen Rassen wurden darüber hinaus durch gezielte Zucht für verschiedene Aufgaben bei der Jagd spezialisiert (z.B. Aufspüren, Fixieren, Anpirschen, Hetzen, Packen, Töten Apportieren). Aus diesem Grund kann sich das Jagdverhalten bei Hunden durchaus unterscheiden. Während ein Retriever die „erlegte Beute“ unbedingt bringen möchte, zeigt ein Magyar Vizsla als Vorstehhund an, dass sich in der Nähe ein Tier befindet und spürt dieses auf. Ist es aufgescheucht, ist die Pflicht für ihn normalerweise erledigt.

    Tipps, wie Sie Ihrem Hund den Jagdtrieb abgewöhnen

    Grundsätzlich ist es ein harter Weg, einem Tier sein natürliches Verhalten abzugewöhnen, der mehrere Monate oder sogar Jahre dauern kann. Bei einigen Hunden (z.B. Beagle) ist dies sogar unmöglich. Eine gute Erziehung ist möglich, aber Herrchen und Frauchen werden in den wenigsten Fällen früher als Ihr Vierbeiner eine interessante Spur entdecken und daher nicht jedes Mal rechtzeitig eingreifen können.  Wenn Sie es bei Ihrem Hund versuchen möchten, können folgende Empfehlungen helfen.

      • Führen Sie sich vor Augen, dass Sie einem jagenden oder wildernden Hund dieses Verhalten nicht abgewöhnen, sondern dieses nur kontrollieren können.
      • Es gibt kein Patentrezept. Sie müssen selbst austesten, was bei Ihrem Vierbeiner funktioniert.
      • Durchhaltevermögen und konsequentes Verhalten sind extrem wichtig.
      • Bereits im Welpenalter sollte der Jagdtrieb in die richtige Richtung gelenkt werden. Sobald ein junger Hund Schmetterlingen, Vögeln und anderen Tiere hinterherjagt, sollte dies unterbunden werden.
      • Lenken Sie den Jagdinstinkt Ihres Welpen von den Tieren hin zu seinem Hundespielzeug.
      • Versuchen Sie, so oft wie möglich zu verhindern, dass Ihr Hund jagt oder wildert. Denn je häufiger er dies tut und diesen Glücksmoment erlebt, desto schwieriger wird es, sein Verhalten zu kontrollieren.
      • Ein junger Hund sucht die Nähe zu seinem Menschen und ist aufmerksam. Diese Bindung sollten Sie von Anfang an unterstützen, damit Sie seine Aufmerksamkeit nicht verlieren. Bestätigen Sie den Kontakt, den Ihr vierbeiniger Begleiter sucht, immer durch einen Blick, eine Geste oder ein Wort.
      • Beugen Sie vor, dass Ihr Hund jagt, indem Sie interessant für ihn sind und dem „Jagdmodus“ zuvorkommen.
      • Schaffen Sie beim Gassigehen Spielregeln, die Ihrem Hund das Jagen zu Ihren Bedingungen ermöglichen (z.B. durch gemeinsame Spurts, Fangen spielen oder auf Baumstämmen Balancieren).
      • Trainieren Sie mit Ihrem Hund an einer Schleppleine, um ihn zu Beginn der Erziehung besser unter Kontrolle zu haben. Zudem lernt er dadurch, den Kontakt zu Ihnen zu halten. Ist sein Gehorsam größer, können Sie ohne dieses Hilfsmittel trainieren.
  • NEWS: Lieber Streicheln als Loben

    Neue Studien aus den USA zeigen, dass Hunde Streicheln als Belohnung wesentlich mehr schätzen als verbales Loben.

    Hunde zur Belohnung lieber streicheln

    Zunächst wurde beobachtet wie Hunde interagieren, wenn Menschen – Frauchen, Herrchen oder Fremde - mit ihnen reden, sie streicheln oder einfach ignorieren. Dabei haben die Forscher der Arizona State University die Zeit gemessen, die die Hunde jeweils mit den Menschen verbracht haben.

    Was haben die Untersuchungen gezeigt?

    Hunde zeigen das größte Interesse an Menschen, die sie streicheln. Überraschenderweise liegen verbales Loben und Ignorieren gleich auf. Das heißt, ein Mensch der einen Hund verbal lobt, ist für einen Hund nicht interessanter, als ein Mensch, der ihn ignoriert.

    Warum ist Streicheln wirksamer als verbales Loben?

    Ältere Studien haben gezeigt, dass Hunde sich durch Berührung entspannen – der Herzschlag und der Blutdruck sinken.

    Tipp: Hunde, die unter Trennungsangst leiden, beruhigen sich schneller, wenn man sie nach dem Nachhause kommen streichelt.

  • 5 große Erziehungsfehler

    Nach Monaten oder sogar Jahren sind viele Hundebesitzer überzeugt, ihren Hund erzogen zu haben. Genau hier liegt das Problem. Denn Hundeerziehung ist ein fortlaufender Prozess. Wir haben 5 große Fehler aufgelistet, auf die viele von uns immer gerne wieder reinfallen und geben gleichzeitig Hilfestellungen, um das eigene Verhalten zu verbessern.

    1. Du trainierst nicht häufig genug

    Viele von uns trainieren Ihren neuen Hund. Aber seien wir doch ehrlich. Sobald sich eine gewisse Routine eingestellt hat, lassen wir es schleifen. Es ist nicht so, dass der Hund alles verlernt hat oder schlecht hört. Aber sobald er merkt, dass hinter gewissen Kommandos der Nachdruck fehlt oder wir bestimmtes Verhalten „mal“ durchgehen lassen, macht er auf selbständig. Rufen wir ihn, kann er kommen, wenn er aber mit wichtiger Schnüffelarbeit beschäftigt ist, kommt er erst nach getaner Arbeit. „Laisser-faire“ Erziehung ist bei Hunden nicht empfehlenswert, deshalb gilt täglich die wichtigsten Befehle wie „Sitzen“ für die Mahlzeit, „Bleib“ an der Tür, „Fuß“ beim Sparzierengehen zu üben. Bleibe vor allem immer spontan und überrasche Deinen Hund mit neuen Situationen. Bringe ihm auch regelmäßig neue Tricks bei.

    2. Zu viele Wiederholungen

    Wir wiederholen Kommandos zu oft. Es bringt nichts den Hund siebenmal aufzufordern sich zu setzen. Vielleicht hast Du das Kommando einfach nicht genug geübt, verwendest eine schlechte Technik oder Dein Hund ist schlichtweg verwirrt, weil Du ihm zu viele Zeichen vermittelst. Dieses Verhalten zeigt sich meistens dann, wenn das Kommando noch nicht sicher sitzt. Die Persönlichkeit unseres Hundes müssen wir dabei auch im Blick behalten. So ist das Kommando „Platz“ sowohl für einen eigensinnigen Hund als auch für einen ängstlichen Hund schwer umzusetzen. Ein mental starker Hund tut sich vielleicht schwer eine Untergebenheitsgeste zu zeigen, der ängstliche Hund hält „Platz“ für eine unsichere Position.

    3. Deine Trainingseinheiten sind zu lang oder zu kurz

    Einem Hund neue Tricks und Verhaltensweisen beizubringen, passiert nicht über Nacht, sondern ist oft ein langer Prozess. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Training sind regelmäßige Einheiten.Beende jede Einheit mit einem Fortschritt, auch wenn es nur ein kleiner ist. Sobald Du merkst, dass Dein Hund Fortschritte gemacht hat, lobe ihn und beende die Trainingseinheit. Langes Trainieren kann unter Umständen dazu führen, dass sich Dein Hund langweilt oder sein Interesse verliert. Merke Dir, zehn 1-Minuten-Einheiten bringen mehr als eine 10-Minuten-Einheit pro Tag.

    4. Sei proaktiv, nicht reaktiv

    Hundetraining ist ähnlich wie Tai Chi mit seinen physischen und philosophischen Herausforderungen. Es gehören Zeit, Technik und Hingabe dazu, um seinen Hund verstehen zu lernen. Es ist keine Begabung, die man sich mal eben durch Fernsehshows oder Bücher aneignen kann. Es dauert Zeit. Es ist wie das erste Mal Schach spielen. Zu Beginn reagiert man noch auf die Züge des Gegners, anstatt im Voraus seine Züge zu planen.Falls Du nur auf ungezogenes Verhalten reagierst, verlierst Du die Gelegenheit zu erziehen. Die Kunst ist es die Reaktion Deines Hundes vorauszusehen und proaktiv zu handeln. Über die Zeit lernt man seinen Hund so gut kennen, dass man weiß, auf was er reagiert oder nicht. Als kleines Beispiel nehmen wir das Bellen und Reagieren auf Pferde im Fernseher. Der Hund sieht das Pferd im Fernseher und möchte zum Bellen ansetzen. Entweder lenkst Du ihn mit etwas Interessantem ab oder  Du gibst einen kräftigen Zischlaut von Dir. Ich persönlich gebe einen „Tsch“-Laut von mir und meine Hunde wissen, es wird nicht gebellt. Alternativ kannst Du gezielt eine Pferdesendung oder einen Pferdefilm einschalten und üben. Situationen gezielt aufzusuchen und daraufhin zu trainieren, sind ein wichtiger Erfolgsfaktor.

    5. Jeder Hund ist ein Individuum

    Jeder Rasse und jeder Hund bringt eine eigene Persönlichkeit und bestimmte Verhaltensmuster mit sich. Um erfolgreich trainieren zu können, musst Du Deinen Hund gut kennen. So sind die meisten Golden Retriever sehr soziale und freundliche Hunde – sowohl zu Mensch als auch zu Tier. Im Gegensatz dazu stehen zum Beispiel Chow Chows. Ein schüchterner Hund kommt mit robusten Trainingstechniken und einer harten Stimme nicht zu recht, ein selbstbewusster Hund braucht dagegen eine starke Führung.

  • Von Puppys und Babys

    Hund und Baby in inniger Zuneigung Hund und Baby in inniger Zuneigung

    Liebe Leser!

    Es steht eine aufregende Zeit ins Haus, unser Familienrudel kriegt Zuwachs und zwar diesmal keinen Welpen, sondern ein Menschenbaby. Wir freuen uns alle total, aber so ein Baby heißt auch: Alles ändert sich. Für uns Vierbeiner. Aber auch für Herrchen und Frauchen gelten ab jetzt ein paar Regeln,  damit wir Hunde problemlos an das Baby gewöhnen. Experten  bezeichnen uns Vierbeiner sogar als Entwicklungshelfer: Schon drei Monate alte Babys wenden sich uns häufig interessierter zu als einem Mobile. Im Krabbelalter folgen sie uns sehr gerne. Forscher fanden sogar auch heraus, dass Kinder in Gegenwart von Tieren mehr sprechen.

    Hier also ein paar Regeln für ein gutes Zusammenleben:

    • Schon vor dem Geburtstermin sollten wir gründlich untersucht werden. Falls nötig, müssen wir geimpft und entwurmt werden.
    • Unerwünschtes und Aufmerksamkeit suchendes Verhalten wie Bellen, Kratzen oder Hüpfen gehören in die Vergangenheit. Herrchen und Frauchen müssen mit uns an diesem Verhalten arbeiten.
    • Hygiene ist ein sehr wichtiges Thema: Frauchen und Herrchen müssen unbedingt immer die Hände waschen, wenn sie uns gefüttert oder gestreichelt haben.
    • Meine Schwestern und ich sind schon häufig auf kleine Menschen getroffen. Allgemein rät man dazu, uns schon während der Schwangerschaft an kleine Kinder bzw. Babys zu gewöhnen. Als Alternative bieten sich Spielzeugpuppen an. Rollenspiele mit Puppe und Babyzubehör gewöhnen Hunde an neue Situationen. Für ruhiges und gewünschtes Verhalten gibt es eine Belohnung.
    • Frauchen hat uns auch schon in Bezug auf Tabuzonen klare Grenzen gesetzt. Ist ja auch klar, dass jeder seinen ganz eigenen Platz braucht. Das Baby: Wiege, Tragetasche oder Wickeltisch; wir dagegen: Hundekorb oder Hundedecke. Da wir mit unserer Schnüffelnase alles erkunden, werden uns Frauchen und Herrchen auf eine spezielle Art und Weise vor dem ersten Kontakt auf das neue Familienmitglied vorbereiten: Während Mama und Baby noch in der Klinik sind, nimmt Papa einen getragenen Strampelanzug mit nach Hause und gibt ihn uns zum Schnüffeln. So kennen wir bereits den Geruch.
    • Auch wenn jetzt ein Menschenbaby da ist, haben uns Frauchen und Herrchen versprochen, dass Sie uns noch genauso lieb haben. Auf unsere Streicheleinheiten müssen wir also nicht verzichten.

    Bei uns allen steigt von Tag zu Tag die Spannung. Alles ist schon vorbereitet. Ich freue mich sehr, deswegen habe ich mich auch bereit erklärt, einmal in der Babywippe Probe zu liegen. Ich bin nämlich ähnlich schwer und groß wie ein Säugling. Baby hat es zwar bequem, aber ich ziehe jedoch meine Relaxorte vor. Apropos, ich halte jetzt mal ein kleines Nickerchen.

    In diesem Sinne:

    Schlaf Chici schlaf,...

  • Alle Hunde können schwimmen. Oder doch nicht?

    Mops mit Hundeschwimmweste Mops mit Hundeschwimmweste

    Man könnte meinen, dass jeder Hund von Natur aus schwimmen kann. Dem ist leider nicht so. Wir zeigen Euch, wie Ihr Eurem Nichtschwimmer das Wasser näher bringen könnt.

    Es gibt einige Dinge, bei denen wir annehmen, dass Hunde diese instinktiv beherrschen oder lernen. Zum Beispiel Schnüffeln an ekligen Sachen, bellen oder total süß und unschuldig schauen, wenn man gerade einen leckeren Käse verspeist.

    Deshalb scheint es auch gar nicht so weit hergeholt, dass jeder Hund schwimmen kann. Und wer hat nicht das Bild vor Augen, wie Hunde im Wasser auch Menschen retten?

    Leider ist die Annahme falsch. Nicht jeder Hund kann instinktiv schwimmen und manche lernen es leider nie. Ein guter Hinweis für die Schwimmfähigkeiten eines Hundes bringt zum Beispiel schon der Name mit sich. So kann der Portugiesische Wasserhund schwimmen, als wäre er zu nichts anderem geboren. Ihn ins Wasser zu bekommen ist das geringste Problem, ihn aber wieder an Land zu holen gestaltet sich schon schwieriger.  Weitere Rassen, die gerne Schwimmen sind Retriever, Akitas, Pudel, Setters oder Water Spaniel. Malteser sind zwar fähige Schwimmer, aber auch anfällig für Rheuma und Arthritis. Im Wasser können sich die Krankheitssymptome verschlechtern.

    Im Gegensatz zu wasseraffinen Hunden gibt es einige Hunderassen, die nicht besonders aufgeschlossen gegenüber Wasser sind. So können folgende Rassen schlecht oder gar nicht schwimmen: Basset Hounds, Bulldoggen, Möpse oder Greyhounds. Aber auch innerhalb der Rassen gibt es natürlich Ausnahmen! So gibt es Möpse, die wie eine Robbe durch das Wasser gleiten können und das ganz instinkiv.

    Hunde, die schlecht schwimmen

    Die Fähigkeit zu Schwimmen wird von vielen Hundehaltern überschätzt. Deshalb haben wir Euch eine Liste mit Tipps zusammengestellt, wie Ihr Eurem Hund das Wasser näher bringen könnt.

    • Lärm vermeiden Suche einen Schwimmplatz, der nicht überfüllt ist. Genau wie bei Kindern, kann Unbekanntes in Verbindung mit Lärm und Hektik erst recht Stress erzeugen. Ziel ist es, Deinen Hund ruhig zu halten und sich zusammen mit ihm auf die Schwimmstunde zu konzentrieren.
    • Loben Verwende positive Bestärkung wie Deine Stimme, Hundespielzeug oder Leckerlies, um ihn zu ermutigen oder ihn ins Wasser zu locken.
    • Nicht drängen Schmeiße Deinen Hund nicht ins Wasser. Ist er Wasser gegenüber sowieso nicht besonders aufgeschlossen, kann es seine Abneigung nur verstärken. Lieber langsame Schritte, als den Hund zu drängen.
    • Beim Schwimmen unterstützen Ist Dein Hund endlich im Wasser, dann unterstütze ihn, indem Du ihn unter der Brust hältst. Mache das solange, bis er von alleine paddelt und sich wohl fühlt.
    • Aus dem Wasser kommen Übst Du in einem Pool? Dann zeige und lerne ihm unbedingt wie er von alleine wieder aus dem Wasser kommt.
    • Für hoffnungslose Fälle Für hoffnungslose Fälle gibt es zum Glück Schwimmwesten für Hunde. Nur weil ein Hund nicht schwimmen kann, heißt es noch nicht, dass er das Wasser nicht liebt. Ja, es gibt wirklich solche Fälle. Oft ist es so, dass sie ihre Hinterpfoten beim Schwimmen einfach nicht bewegen wollen, so schnell mit dem Hinterkörper absinken und nicht einmal eine Strecke von wenigen Metern zurücklegen können.

     

  • Fördert und fordert Eure Hunde

    Intelligentes und befüllbares Hundespielzeug Intelligentes und befüllbares Hundespielzeug

    Gerade hat man keine Zeit für seinen Liebling. Er möchte jetzt aber gerne beschäftigt werden. Wer kennt das nicht? Eine wirklich tolle Lösung schaffen hier befüllbare Hundespielzeuge, die auch unter den Begriff Intelligenzspielzeug fallen. Nicht nur dass sie Beschäftigung schaffen, sie fordern und fördern auch gleichzeitig Euren Hund und haben viele positive Auswirkungen auf sein Verhalten.

    Das Hundespielzeug, meist aus Naturkautschuk hergestellt, kann leicht mit kleinen Leckerlis gefüllt werden. Ziel ist es nun, die Leckerlis mittels Bewegung und der Zunge heraus zu befördern. Hat der Hund es geschafft, ein Leckerli durch die kleinen Öffnungen herauspurzeln zu lassen, erhält er mit dem Leckerli auch gleich seine Belohnung. Ist der Hund in diesem Spiel geübter, können mehrere Teile zu einem größeren und noch schwierigerem Spielzeug zusammengefügt werden.

    Befüllbares Hundespielzeug eignet sich aber nicht nur für Hunde, die sich gerade langweilen und eine Beschäftigung suchen – auch für hyperaktive Hunde oder Hunde mit sehr viel Energie kann das Spielzeug helfen, Energie abzubauen und sich zu entspannen.

    Wobei kann das Spielzeug noch helfen?

    • Hilft schüchternen Hunden mehr Selbstbewusstsein aufzubauen.
    • Säubert und massiert das Zahnfleisch.
    • Statt mit Leckerlis lässt sich das Spielzeug auch mit selbstgemachten Futter (zum Beispiel frisches Fleisch mit Joghurt) befüllen. Da der Hund länger und langsamer frisst, hilft es beim Abnehmen. Das Sättigungsgefühl tritt unter Umständen schon während des Essens ein.
    • Hilft Hunden, die Angst vor dem Alleinsein haben, sich durch die Beschäftigung zu beruhigen.

    Eine Auswahl an befüllbaren Hundespielzeug findet Ihr hier.

  • Gastbeitrag: Warum bellt der Hund?

    Bellender Hund Bellender Hund

    Hunde haben eine andere Art zu kommunizieren als wir Menschen. Zu all den feinen Signalen, mit denen Hunde kommunizieren, zählt auch das Bellen. Ein bellender Hund kann aber in der heutigen Gesellschaft leicht zu Schwierigkeiten führen – vor allem dann, wenn er zu Hause bellt. Nicht jeder Nachbar ist erfreut über einen bellenden vierbeinigen Nachbarn.

    Hunde versuchen, sich durch Bellen auszudrücken. Sie freuen sich auf dem Weg zur Hundewiese lauthals, weil sie wissen, dass sie dort ihren Kumpel wieder sehen werden. Sie bellen, weil sie Angst haben, alleine zu Hause zu bleiben. Hunde bellen, um auf sich aufmerksam zu machen. Manche Hunde bellen, um ihren Spielpartner zu einer erneuten Toberunde aufzufordern. Hunde bellen, um ihr Revier zu verteidigen oder weil sie sich freuen, Dich wieder zu sehen. Diese Aufzählung könnte man fast endlos fortführen.

    Doch gibt es auch unter den Hunderassen Unterschiede. Bei Wachhunden war es über Jahrzehnte sehr erwünscht, dass sie bellen und Gefahr auf dem Hof anzeigen. Manchen Jagdhunde-Rassen wurde dieses Merkmal angezüchtet, damit sie Wild lautstark anzeigen können. Und nun kommen Menschen, verlieben sich in eine Rasse, ohne sich vorher Gedanken über die Merkmale und Wesenseigenschaften der Rassen zu machen und wundern sich, dass sie nun einen bellfreudigen Hund in ihrer 2-Zimmer Stadtwohnung haben. Oder, dass sie doch nicht die Möglichkeiten haben, eine aktive Hunderasse nach ihren Ansprüchen auszulasten und der Hund anfängt, Herrchen und Frauchen lauthals um Beschäftigung zu bitten. Also sollte man sich vor der Anschaffung eines Hundes immer sehr ausführlich über die jeweilige Rasse informieren und sich überlegen, ob die Rasseeigenschaften zu dem Lebensumständen passen.

    Doch gibt es auch in Sachen Hundeerziehung einiges was man bedenken sollte. Bekommt ein Hund Aufmerksamkeit von seinem Besitzer, wenn er bellt, wird er dieses Verhalten häufiger zeigen. Ein Hund lernt durch Erfolg und Misserfolg. Lohnt es sich zu bellen (er bekommt Aufmerksamkeit) wird er es wiederholen. Viele Hundebesitzer gehen auf ihren Hund erst ein, wenn er bellt, wenn er also bereits Aufmerksamkeit einfordert. Viel leichter ist es allerdings, sich mit seinem Hund zu beschäftigen, wenn er nicht bellt und ihn zu ignorieren, wenn er bellt. Man wendet sich ihm also erst wieder zu, wenn er still ist. So wird er das lohnende Verhalten (das still sein) wieder und das auffordernde Bellen nach und nach immer seltener zeigen. Achtung: Auch Schimpfen und Augenkontakt zählt zu Aufmerksamkeit!

    Hunde bellen auch aus Angst oder Unsicherheit. Bestätige Deinen Hund in diesen Situationen nicht und versuche ihn nicht durch Streicheln zu beruhigen. Denn Streicheln erzielt genau das Gegenteil. Dein Hund wird sich in seiner Angst bestätigt fühlen. Zeige Deinem Hund souverän, dass er vor dem „komischen Ding“ keine Angst zu haben braucht. Schaue es Dir gemeinsam mit Deinem Hund an. Das gibt Deinem Hund Sicherheit! Wenn Du Deinen ängstlichen oder unsicheren Hund in so einer Situation anmeckerst oder zurechtweist , wird er unsicherer werden und keinesfalls ein selbstbewusster Hund, der seine Umwelt sicher meistern wird.

    Du siehst, ein Hund hat viele Gründe zu bellen. Wenn wir verstehen, warum er bellt und wir uns mit unserem Hund auseinander setzen, steht einem harmonischen Miteinander nichts im Wege.

    Besucht die Autorin Nina Adebahr auch auf www.hundetrainerblog.de.

  • Wie Hundeleinen das Verhalten von Hunden beeinflussen

    Hund an der Leine* Hund an der Leine*

    Die tschechische Universität Mendel hat in einer groß angelegten Studie knapp 2000 Interaktionen zwischen Hunden, die Gassi geführt wurden, untersucht. Dabei haben die Wissenschaftler folgende Verhaltensweisen beobachten können.

    • Hunde an der Leine sind doppelt so aggressiv.
    • Hunde, die von ihrem männlichen Hundebesitzer ausgeführt wurden, reagieren aggressiver. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Hunde andere Hunde bedrohen und beißen ist viermal so hoch.

    Das Verhalten an der Hundeleine lässt sich laut den Experten folgendermaßen erklären. Hunde bevorzugen es frei rumzurennen, wenn sie sich treffen. Das Begrüßungsritual hilft ihnen einzuschätzen, ob der andere Hund Freund oder Feind ist. Mit einer Hundeleine fühlen sich viele Hunde bedroht. Es scheint so, als ob sie vorsichtshalber sagen „Ich kenne Dich nicht und ich weiß auch nicht genau, was Du mir sagen willst, aber lege Dich nicht mit mir oder meinem Menschen an.“. Die Leine hemmt die ursprüngliche Kommunikation zwischen Hunden und führt zu einem Ausdruck der Frustration.

    Viele Hundebesitzer kennen solche ein Verhalten. Allerdings geben die Wissenschaftler im Hinblick auf die genannten Zahlen auch zu, dass das Verhalten abhängig von der Region bzw. dem Land sein kann. Je nachdem wie die Hundeerziehung in dem jeweiligen Land gehandhabt wird.  Zudem nehmen Hunde Emotionen und Schwingungen des menschlichen Partners genau auf. Da Frauen  in der Regel sanfter und freundlicher sind, reagieren Hunde mit weiblichen Hundebesitzern am Ende der Leine ebenfalls ruhiger. Und hier sind wir schon bei der Quintessenz des Artikels. Es gibt einen sehr engen Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Menschen und dem Verhalten des Hundes.

    Hunde tendieren dazu menschliche Emotionen und Verhalten zu spiegeln. Reagieren Menschen auf entgegenkommende Hunde oder deren Besitzer verhalten, unfreundlich oder ängstlich, übernimmt der Hund dieses Verhalten.

    Indem Hundebesitzer während des Gassigehens Ruhe, Stärke und Ausgeglichenheit ausstrahlen, bleiben auch Hunde ruhiger. Es ist wichtig, keine Angst oder Feindseligkeit zu zeigen und auf Hundebesitzer und deren Hunde freundlich zu reagieren. Hier spielt es keine Rolle, ob es ein einfaches Hallo ist und eine freundliche Geste wie Lächeln oder Nicken. Selbst wenn sich Dein Hund oder der andere Hund doch aggressiv verhält, bleibe ruhig und gelassen. Zeige Deinem Hund, dass Du alles unter Kontrolle hast, ignoriere den anderen Hund und gehe selbstsicher und mit festen Schritten weiter.

    *Bildquelle: © wikimedia.org, Nesster.

  • Leinenführigkeit bei Hunden

    Am schönsten ist es doch frei – ohne Leine – herumzuspringen. Die Ohren flattern im Wind, man kann schnuppern, wo man möchte und mit anderen Hunden, die einem gerade über den Weg laufen, spielen. Nicht nur ich liebe es, sondern auch Frauchen findet, dass das die schönste Art ist, Gassi zu gehen.

    Ziehender Hund Ziehender Hund

    Aber was auf Feld und Wiesen funktioniert, ist meistens an der Straße und oder in der Stadt nicht praktikabel. Da heißt es dann an die Leine. Damit das Laufen an der Hundeleine stressfrei verläuft, heißt es schon im Welpenalter üben, üben und noch einmal üben. Ich kann mich noch erinnern, als Rambo noch ein Welpe war. Rambo ist ein Freigeist und hat sich doch jedes Mal gewehrt und geschlungen, um ja nicht an die Leine kommen zu müssen. Ich war zwar in der Hinsicht nicht so schlimm, aber ich habe mich dann einfach geweigert zu laufen und bin stur sitzengeblieben. Mittlerweile bin ich schon fast ein Vorbild für manch anderen Hunde und Rambo lässt sich sogar mit einem Schwanzwedeln anleinen. Allerdings zieht er noch gerne. Und Frauchen übt fleißig mit ihm, genauso wie bei mir damals. Denn Rambo soll hoffentlich bald verstehen, dass an der Leine Sicherheit bedeutet und er sich um nichts sorgen machen muss.

    Um mit euren Hunden ein entspanntes Spazierengehen mit Hundeleine zu ermöglichen, habe ich euch ein paar Tipps zusammengetragen:

    • An die Hundeleine gewöhnen

    Ziehe auch mal daheim das Hundegeschirr oder das Halsband an und leine ihn mehrmals an und wieder ab. Wiederhole dies über mehrere Tage bzw. solange bis der Hund sich nicht mehr daran stört. Wichtig: Hund für das An- und Ableinen loben.

    • Das Haus mit Leine verlassen

    Lasse Deinen Hund „Sitz“ machen, lege ruhig die Leine an, lobe ihn dafür und lasse ihn z.B. mit einem „Bleib“ warten. Öffne die Tür und gebe ihm dann ein Signal Dir zu folgen. So verhinderst Du, dass ein Chaos an der Tür ausbricht oder er Dich aus der Tür zerrt. Bleibt er nicht sitzen, bis Du ihm das Signal gibst, musst Du von vorne anfangen. Übe dies nun jedes Mal vor dem Gassi gehen.

    • Mit Leine entspannt Gassi gehen

    Um mit dem Hund z.B. auch einen entspannten Stadtbummel mit vielen Reizen unternehmen zu können, sollte er locker an der Leine gehen können. Dabei soll er nicht in Genickstarre verfallen und Frauchen oder Herrchen anhimmelnd begleiten, sondern einfach nicht an der Leine ziehen und Dir die Führung überlassen.

    Verkürze die Leine so, damit Du Dich wohl fühlst. Laufe solange er bei Dir ist bzw. nicht zieht. Sobald Dein Hund anfängt zu ziehen, bleibe stehen. Schaut er Dich an oder kommt er auf Dich zu, so dass die Leine wieder locker ist, lobe ihn - auch immer mal wieder mit einem Leckerchen - und gehe weiter. Sobald er wieder zieht, bleibe stehen. Diese Übung führt dazu, dass ihr nicht wirklich voran kommt. Bist Du konsequent, wird er aber bald merken, dass er sonst nicht vorwärts kommt. Und Konsequenz ist bei dieser Übung sehr, sehr wichtig.

    Anstatt stehen zu bleiben, kannst Du auch einfach rückwärts laufen. Ist er an Deiner Seite, lobe ihn und ihr könnt wieder vorwärts laufen.

    Grundsätzlich wirst Du merken, dass er am Anfang starken Gegendruck ausübt. Für ihn ist Laufen an der Leine nicht natürlich. Ebenso muss er seine Laufgeschwindigkeit an Deine Geschwindigkeit anpassen. Denn Hunde laufen gewöhnlich schneller und zielorientierter als wir. Schlendern oder Bummeln kennen Hunde nicht. Bitte berücksichtige auch diese Punkte.

    • Richtungswechsel

    Hilfreich sind bei den Übungen auch Richtungswechsel. Gehe einfach mal nach links, dann wieder nach rechts, so dass sich Dein Hund auf Dich konzentriert.

    Bewältigt Ihr die Übungen schon sicher, kannst Du Deinem Hund auch den Richtungswechsel beibringen. Sage jedes Mal „Links“, wenn Du nach links gehst. Das Gleiche gilt für rechts. Dein Hund wird bald die Begriffe mit den Richtungen assoziieren. Als Fortgeschrittene kannst Du die Übung natürlich noch weiter ausbauen, indem Du Begriffe wie „Vorwärts“ oder „Rückwärts“ einbaust.

    Im Überblick:

    • Übt drinnen und draußen
    • Wechsle spontan die Richtung
    • Lobe ihn fleißig
    • Lobe ihn auch, wenn er Dir ohne Hundeleine folgt
    • Bleibe geduldig und ruhig

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