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Aktuelles aus der Wissenschaft

  • Mit Welpen anders sprechen - Neues aus der Wissenschaft

    Die Mehrheit der Hundebesitzer kennt es: Wir sprechen mit unseren Hunden genauso wie wir mit unseren Babys sprechen. Wir sagen niedliche, sinnfreie Dinge  in einer hohen und langsamen Stimme. Wissenschaftler aus USA, Kanada und Frankreich haben nun herausgefunden, dass diese direkte Ansprache Welpen gut finden und darauf reagieren.

     

    Mit Welpen mit hoher, lieblicher Stimme sprechen

    Es gibt schon einige Studien, die zeigen, dass wir anders zu Hunden sprechen als zu Menschen. Sprechen wir unsere Hunde direkt an, verändert sich die Satzstruktur, die Sätze werden kürzer und einfacher. Dies machen wir immer, wenn wir nicht sicher sind verstanden zu werden oder eben wenn wir zu Kleinkindern und Babys sprechen. Diese Art zu Reden hilft Welpen Wörter zu lernen, genauso wie das Lernen bei Babys stattfindet.

    Wie sind die Wissenschaftler vorgegangen?

    Um Herauszufinden wie Hunde auf menschliche Ansprache reagieren, haben die Wissenschaftler 30 Frauenstimmen aufgenommen. Diese haben bei der Aufnahme auf ein Hundefoto gesehen und dabei folgende Phrasen gesagt: „Hi! Hallo! Feiner Bursche! Komm! Fein! Ja! Komm her, Liebling! Sehr gut gemacht!“. Die Wissenschaftler hatten befürchtet, dass die Frauen gegenüber Hunden improvisieren würden, weshalb Hundefotos zum Einsatz kamen. Die Frauen haben die Phrasen gegenüber Personen wiederholt.

    Als die Wissenschaftler die Stimmen gegenüber Hunden und Personen verglichen, hat sich herausgestellt, dass Frauen gegenüber erwachsenen Hunden und Welpen mit einer ausgeprägten, erhöhten und singenden Stimme sprechen. Unverkennbar war, dass die Stimme gegenüber Welpen höher war.

    Als nächstes haben die Wissenschaftler die Stimmen in kurzen Tests mit 10 Welpen und 10 erwachsenen Hunde eines New Yorker Tierheims vorgespielt und ihre Reaktionen aufgenommen. 9 von 10 Welpen haben stark auf die Stimmen reagiert, indem sie bellend auf die Lautsprecher zugerannt sind. Einige haben sogar die Haltung zur Spielaufforderung gezeigt. Was haben aber die erwachsenen Hunde gemacht? Sie haben überhaupt nicht reagiert. Laut den Wissenschaftlern, haben sie einen kurzen Blick Richtung Lautsprecher geworfen und die Stimmen ignoriert.

    Die Wissenschaftler sind sich nicht sicher, weshalb die erwachsenen Hunde so desinteressiert waren. Möglich ist, dass sie echte Menschen oder bekannte Stimmen benötigen um zu reagieren. Für Welpen ist allerdings klar: Mit einer überspitzten und erhöhten Ansprache erhalten wir die Aufmerksamkeit der Welpen.

    Einiges ist also noch unklar, auch warum Welpen auf die erhöhten Stimmen reagieren. Ist es ein angeborener Instinkt oder ein Lernprozess? Haben die Wörter in der direkten Ansprache für die Welpen eine Bedeutung oder nicht?

    Gesten – ein wichtiges Kommunikationsmittel

    Neben der Stimme sind aber Gesten ein sehr wichtiges Kommunikationsmittel. Wer damit schon einmal gearbeitet hat, kann dem nur zustimmen. Schon ab dem Welpenalter reagieren Hunde auf Gesten, wie das Zeigen auf einen Punkt. Dies kann jeder selbst testen. Setzen Sie zwei gleiche Tassen mit jeweils einem versteckten Leckerchen auf den Boden. Der Hund sollte selbstverständlich von den versteckten Leckerchen nichts wissen. Nun zeigen Sie auf eine der Tassen während Sie Augenkontakt zu den Hunden herstellen. Ihr Hund wird den Gesten folgen und herausfinden wollen, was Sie ihm zeigen möchten.

    Gesten verstehen Hunde als ein Versuch zu kommunizieren. Dies ist faszinierend, da selbst unsere engsten Verwandten aus der Tierwelt, die Schimpansen, die eben vorgestellte Situation nicht verstehen würden. Dieses gilt auch für Wölfe, die engsten Verwandte der Hunde, selbst wenn sie wie Hunde  in einer menschlichen Umgebung aufgewachsen sind.

    Aus diesen Fakten schließen Wissenschaftler, dass sich die Fähigkeiten und Verhaltensmuster von Hunden an die menschliche Umgebung angepasst haben. Das Zusammenleben seit zehntausenden von Jahren hat dazu geführt, dass Hunde Kommunikationsfähigkeiten entwickelt haben, die so gut sind wie die eines Kindes.

    Nichtsdestotrotz gibt es deutliche Unterschiede, wie Hunde und Kinder unsere Kommunikation verstehen. Die Theorie: Hunde verstehen im Gegensatz zu Kindern das Zeigen als  eine Art sanftes Kommando, welches ihnen zeigt, wohin sie gehen müssen. Kinder verstehen Zeigen als Information.

    Dieses Verständnis von menschlicher Kommunikation zeigt ein perfektes Anpassen an die menschliche Lebenswelt. Schon vor tausenden von Jahren wurden Hunde beim Jagen und Hüten mit Gesten über weite Distanzen angewiesen. Die letzten Forschungsergebnisse zeigen, dass Hunde nicht nur Gesten erkennen, sondern eine besondere Sensibilität für die menschliche Stimme entwickelt haben.

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  • Hunde erkennen bei Hunden und Menschen Emotionen

    Hunde können durch den Einsatz ihrer Sinne Empfindungen sowohl von Hunden als auch von Menschen erkennen.  Ein Team der Universität in Sao Paolo in Brasilien und der Universität Lincoln in England haben 17 Hunden Gesichtern von Menschen und Hunden mit verschiedenen emotionalen Ausdrücken gezeigt. Die lustigen/glücklichen bzw. verärgerten/aggressiven Gesichter wurden in Kombination der dazugehörigen positiven bzw. negativen Stimme vorgeführt.

    Hunde erkennen Gefühle

    Diese Informationen - Fotos von Gesichtern in Verbindung mit Audiodateien der Stimmen von unbekannten Menschen und Hunden - wurden den Tieren ohne vorheriges Training gleichzeitig vorgespielt. "Hunde schauten deutlich länger auf Gesichter, deren Ausdruck übereinstimmend mit der Stimmgebung war, sowohl bei Artgenossen als auch bei Menschen. Diese Fähigkeit war bisher nur bei Menschen bekannt", so das Team der Wissenschaftler.

    Die Verflechtung von verschiedenen sensorischen Informationen deuten darauf hin, dass Hunde positive und negative Stimmungen anderer interpretieren können. "Die Wahrnehmung von emotionalen Ausdrücken ermöglicht Tieren die sozialen Absichten und Motivationen anderer einzuschätzen. Dies findet üblichweise nur innerhalb von Gattungen statt. Im Fall von domestizierten Hunden ist es für die Tiere jedoch ein großer Vorteil die Stimmungen von Menschen und anderen Hunden zu erkennen", erklären die Forscher. "Visuelle und auditive Hinweise zu kategorisieren und zu verarbeiten deutet auf sehr ausgeprägte kognitive Fähigkeiten hin."

    "Frühere Studien haben aufgezeigt, dass Hunde zwischen menschlichen Emotionen durch Hinweise wie Gesichtsausdrücken differenzieren können, das ist allerdings nicht das Gleiche wie emotionale Erkennung", so Dr. Kun Guo von der University of Lincoln.

    "Unsere Studien zeigen, dass Hunde zwei verschiedene Quellen sensorischer Informationen in ein zusammenhängendes Bild bringen und das bei Hunden als auch bei Menschen." "Um diese Informationen zu verarbeiten, benötigt man in System der inneren Kategorisierung von Gefühlslagen. Diese kognitive Fähigkeit war bisher nur bei Primaten, innerhalb einer Gattung und bei Menschen bekannt."

    "Sehr lange wird schon gestritten, ob Hunde menschliche Emotionen erkennen können. Viele Hundebesitzer berichten immer wieder, dass Hunde sehr wohl auf ihre Gefühlslagen reagieren, so Prof. Daniel Mills von der Univerity of Lincoln.

    "Jedoch gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen assoziertem Verhalten, wie das angelernte Reagieren auf eine wütende Stimme und das Erkennen einer Reihe von verschiedenen Hinweisen, die zu einer bestimmten Gefühlslage gehören."

    Die Studie beweisen, dass Hunde wirkliche Emotionen bei Menschen und anderen Hunden erkennen können.

    Quelle: http://rsbl.royalsocietypublishing.org/content/12/1/20150883.article-info

  • Schläft man besser mit Hund im Bett? Studie sagt ja

    Mit einem Hund oder einer Katze schläft man besser, so eine Studie der bekannten Mayo Clinic in den USA.

    Während der Studie haben fast die Hälfte der Tierbesitzer mit einem Haustier im Bett besser geschlafen als ohne. Die Schlafklinik innerhalb der Mayo Clinic in Arizona hat 150 Teilnehmer befragt, 50% davon besitzen Haustiere. Während 20% der Besitzer sagten, dass ihr Haustier sie während des Schlafes durch Wandern, Schnarchen oder Winseln gestört hätten, sagten 41 %, dass das Tier im Bett ein Vorteil war.

    Hund schläft bei Herrchen im Bett

    Die Teilnehmer, die Tiergeräusche als störend empfinden, berichten aber, dass das Gefühl von Sicherheit, Gemeinschaft und Entspannung hilft zu schlafen.

    So berichtet eine 64-jährige Frau, dass sie sich zufriedener fühlt, wenn ihr kleiner Hund unter der Bettdecke an den Füßen schläft. Eine andere verheiratete Frau preist die Vorzüge als Bettwärmer an. Eine 50-jährige Frau stört es nicht, wenn ihre geliebte Katze auf ihrem Brustkorb schläft. Eine andere Teilnehmerin findet ihre Katze im Bett beruhigend.

    Lois Krahn, Autor der Studie „Are Animals a Problem in the Bedroom?“ behauptet „Gerade Menschen, die häufig alleine schlafen, weil sie viel unterwegs sind oder nachts arbeiten, berichten von Vorteilen, das Schlafzimmer mit einem Haustier, das im Hundebett oder direkt im Bett liegt, zu teilen.“

    Die Forscher erklären, dass noch genaue Untersuchungen von Nöten seien, aber grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass für Menschen mit Schlafproblemen ein Haustier im Bett hilfreich ist.

    Weitere Studie

    Übrigens eine weitere Studie aus dem Jahr 2015 hat 23.000 Hundebesitzer in den USA nach ihren Schlafgewohnheiten befragt. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass der Hund mit im Bett schläft. Davon sind 62% kleine Hunde, 41% mittelgroße Hunde und 32% große Hunde, die es sich bei Herrchen und Frauchen im Bett gemütlich machen. Außerdem kam heraus, dass 62% der Katzen bei Erwachsenen und 13% der Katzen bei Kindern im Bett schlafen.

    Hat ein Hund im Bett Auswirkungen auf meine Gesundheit?

    Manch einer fragt sich natürlich, ob ein Hund im Bett Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Wir haben einmal genauer nachgeforscht.

    Wie wir nun gelernt haben, ist ein Hund im Bett nicht ungewöhnlich. Menschen, die allergisch auf Tierhaare reagieren oder an Asthma leiden, sollten das Haustier allerdings nicht im Bett und auch nicht im Schlafzimmer schlafen lassen. Auch Besitzer, die eine Pollenallergie haben, sollten sich das noch einmal überlegen. Denn der Hund sammelt im Garten oder beim Gassigehen mit seinen Füßen und seinem Fell Pollen, die er dann ins Schlafzimmer trägt.

    Für alle anderen Haustierbesitzer ist es kein Problem, wenn der Hund im Bett schläft, solange er nicht den Schlaf beeinträchtigt und er gesund ist. Es gibt nämlich keinerlei Hinweise darauf, dass ein Hund im Bett sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Es gibt zwar vereinzelt Stimmen, die vor der Übertragung von Infektionen und Parasiten warnen - solche Übertragungen sind aber Einzelfälle. Meist handelt es sich um kranke Tiere und es ist auch schwer einen direkten Zusammenhang mit den Schlafgewohnheiten herzustellen.

    Erziehung - spricht hier etwas dagegen?

    Veraltete Erziehungstheorien sprechen davon, dass ein Hund im Bett Alpha-Qualitäten entwickelt. Die Wirklichkeit schaut etwas anders aus. Zeigt der Hund im Bett aggressives Verhalten, neigt er grundsätzlich zu aggressivem Verhalten. Ein klassischer Fall von aggressivem Verhalten im Bett: Ehefrau wird bewacht, Ehemann wird angeknurrt und darf nicht ins Bett.

    Ein perfekter Zeitpunkt um mit dem Training zu beginnen - denn einen Hund nicht ins Bett zu lassen, stellt sein an sich aggressives Verhalten nicht ab. Es verhindert nur mit dem Hund zu trainieren.

    Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Mit einem Hund im Bett zu schlafen, fördert kein aggressives Verhalten.

    Test: Gehört der Hund zu mir ins Bett?

    Trotz Schlafschwierigkeiten und Allergien, ist es das Letzte was viele Hundebesitzer tun würden: Ihren Hund aus dem Bett schmeißen. Viele nehmen lieber die Quelereien auf sich, als den treuen Hundeaugen zu widerstehen. Mache den Test und sei ehrlich zu Dir - gehört der Hund wirklich in Dein Bett oder könnt Ihr im Bett auch nicht ohne einander?

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    Quelle: http://www.mayoclinicproceedings.org/article/S0025-6196%2815%2900674-6/fulltext

  • Wie erkenne ich, ob mein Hund übergewichtig ist? Was kann ich dagegen unternehmen?

    Beagle mit Übergewicht

    Immer mehr Hunde leiden an Übergewicht. Zahlen aus den USA und England zeigen das große Gesundheitsproblem. Über 50% der erwachsenen Hunde leiden dort an Übergewicht. Die Problematik ist in Deutschland ähnlich.

    Ganz aktuell hat sich eine Forschergruppe der Universität Liverpool der Thematik angenommen und die Ergebnisse diesen Monat veröffentlicht. Die Forscher haben dabei knapp 1000 Fotos von 28 Hunderassen zwischen 2001 und 2013 analysiert. Die Fotos zeigten Hunde aus den Top 5 der weltgrößten Hundeshow Crufts in England. Man sollte meinen, dass es sich hier um Vorzeigehunde mit idealen Proportionen handelt. Aber weit gefehlt. 25% dieser Hunde wurden von Forschern als zu bullig beschrieben. Im speziellen sind Mops, Basset Hounds und Labrador Retriever zu übergewichtig. Pudel, Rhodesian Ridgeback, Vizsla und Doberman gehören zu schlankesten Rassen.

    Aber letztendlich liegt es nicht an den Rassen selbst, sondern an den Besitzern. Wissenschaftler und Tierärzte bestätigen, dass das Übergewicht vielen Hundebesitzern gar nicht bewusst ist. Fälschlicherweise glauben sie, dass ihr übergewichtiger Hund Normalgewicht hat. Laut Alexander German von der Universität Liverpool, sehen die meisten Menschen ihren Hund als Familienmitglied. Wird in der Familie zu viel oder ungesund gegessen und wenig Fitness betrieben, ist es nicht verwunderlich, dass auch der Hund übergewichtig ist. Außerdem gewöhnen sich die Menschen an ein bestimmtes vorherrschendes Bild. „Wenn sie immer wieder einen übergewichtigen Mops sehen, denken sie, es sei normal, auch wenn es schlanke Exemplare gibt“, so German. Ebenso beeinflussen Hunde, die übergewichtig erfolgreich an internationalen Hundeshows teilnehmen, das falsche Bild vom Körpergewicht.

    Folgen von Übergewicht

    Übergewicht bei Hunden ist wie bei uns Menschen auch mit diversen Gesundheitsproblemen verbunden. So können zum Beispiel Diabetes, Arthrose, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Lebererkrankungen und Krebs entstehen. All das beeinträchtigt die Lebensqualität und Lebensspanne der Hunde und erhöht die Kosten für den Tierarzt. Laut der amerikanischen Organisation Association for Pet Obesity Prevention (APOP), eine Vereinigung zur Prävention übergewichtiger Haustiere, verkürzt sich die Lebenszeit um bis zu 2 ½ Jahre. Je nach Größe des Hundes können schon ein paar hundert Gramm oder wenige Kilogramm mehr das Risiko erhöhen zu erkranken.

    Zudem haben übergewichtige Hunde weniger Energie. Sie liegen lieber rum, als sich zu bewegen und zu spielen. So kann es schon einmal vorkommen, dass Besitzer eine kränkliche Energie- und Teilnahmelosigkeit mit Faulheit verwechseln.

    Wie finde ich heraus, ob mein Hund ein Idealgewicht hat?

    WSAVA „The World Small Animal Veterinary Association” hat einen Leitfaden "Body Condition Score" herausgebracht, mit dem Ihr bestimmen könnt, ob Euer Hund an Unter- oder Übergewicht leidet. Hierzu müsst Ihr Euch die Rippen und die Taille genauer anschauen bzw. mit den Fingern über die Rippen gleiten.

    Body Condition Score

    Sehr stark untergewichtig: Rippen, Wirbel und Beckenknochen sind aus der Ferne sichtbar. Kein erkennbares Körperfett. Offensichtlicher Verlust von Muskelmasse.

    Stark untergewichtig: Rippen, Wirbel und Beckenknochen sind leicht erkennbar. Kein fühlbares Fett. Minimaler Verlust von Muskelmasse.

    Untergewichtig: Ribben sind leicht fühlbar und erkennbar ohne fühlbares Fett. Lendenwirbel ist sichtbar. Beckenknochen werden sichtbar. Starke Taille.

    Normalgewicht: Ribben sind leicht fühlbar mit (leicht) fühlbarem Fett. Taille ist vorhanden, wenn man direkt von oben auf den Hund schaut. Wenn man den Hund von der Seite betrachtet, geht der Bauch nach den Rippen leicht nach oben.

    Leicht übergewichtig: Rippen sind fühlbar mit einem leichten Überschuss an Fett. Taille ist zwar erkennbar von oben, aber kein herausragendes Merkmal. Wenn man den Hund von der Seite betrachtet, ist der Bauch in etwa auf der Höhe der Rippen.

    Übergewichtig: Rippen sind schwer fühlbar, starke Fettansammlung an den Rippen. Offensichtliche Fettansammlung an den Lenden und am Schwanzansatz. Taille nicht vorhanden oder kaum zu sehen.

    Stark übergewichtig: Rippen sind nicht spürbar bzw. nur spürbar mit starkem Druck, sehr starke Fettansammlung an den Rippen. Starke Fettansammlung an den Lenden und am Schwanzansatz. Taille nicht vorhanden. Bauchausdehnung nach unten vorhanden.

    Extrem übergewichtig: Massive Fettansammlungen an Brust, Wirbelsäule und Schwanzansatz vorhanden. Taille nicht vorhanden. Fettansammlungen an Nacken und Gliedern. Bauchausdehnung nach unten stark vorhanden.

    Was kann ich tun, um meinem Hund beim Abnehmen zu unterstützen?

    Bevor Ihr Euch für eine Diät und mehr Sport entscheidet, bringt Euren Hund zum Tierarzt und lasst abklären, ob nicht eine Krankheit am Übergewicht Schuld ist. Falls Euer Hund gesund ist, liegt das Übergewicht an einer falschen Ernährung bzw. an zu vielen Kalorien und an zu wenig Bewegung.

    Zusammenfassend heißt es ab sofort:

    • Weniger kalorienreiches Futter (dies betrifft auch die Leckerchen zwischendurch)
    • Regelmäßige Bewegung

    Ernährung

    Beim Futter heißt es ab sofort die Portionen zu kontrollieren. Hier ist verantwortungsbewusstes Handeln gefragt. Letztendlich entscheidet Ihr, wie viel Euer Liebling bekommt und entscheidet damit über die Gesundheit des Hundes.

    Bei Dosen- oder Trockenfutter findet sich auf jeder Verpackung die Mengenempfehlung. Wichtig ist auch die meist kalorienreichen, industriell gefertigten Zwischenmahlzeiten und Leckerchen zu reduzieren oder auf natürliche Kauartikel um zu steigen. Gemüse und Obst sind eine leichte und vor allem gesunde Alternative. Hier bieten sich zum Beispiel Äpfel, Bananen, Birnen oder Karotten an.

    Fitness

    Bewegung hilft beim Abnehmen, macht den Hund ausgeglichen und glücklicher. Es gibt also keinen Grund für Ausreden. Beginnt mit einem zusätzlichen Spaziergang, fahrt am Wochenende Fahrrad oder besucht einen Stadtpark, wo er mit anderen Hunden spielen kann. Werft Frisbee oder Bälle und geht im Sommer zusammen baden und schwimmen. Jede Bewegung und gemeinsame Unternehmung hilft beim Abnehmen und stärkt die Beziehung.

    Sei ein verantwortungsvoller Hundebesitzer

    Dein Hund verlässt sich auf Dich. Neben Liebe gehören Futter, Bewegung und Beschäftigung zu seinen Grundbedürfnissen. Es ist Deine Aufgabe diese zu erfüllen. Füttere ihn mit dem besten Futter, das Du Dir leisten kannst und spielt und bewegt Euch zusammen.

    Dir wird es gedankt mit einem ausgeglichenen, glücklichen Hund, der lange gesund bleibt.

    Den Body Condition Score könnt Ihr hier noch einmal als PDF herunterladen.

    Quellen: http://www.wsava.org http://veterinaryrecord.bmj.com/content/early/2015/06/22/vr.103093.abstract

  • Studie zur BARF-Fütterung

    Im Rahmen einer Fallstudie, die durch die Universität von Helsinki und einem finnischen BARF-Herstellers durchgeführt wurde, haben 632 Hundebesitzer Ihre Erfahrungen zur BARF-Fütterung kundgetan.

    Ergebnisse der Studie:

    Vor der BARF-Fütterung:

    • 33% der Hunde litten an Hautproblemen
    • 23% hatten Magen-Darm-Probleme
    • 6 % litten an Augenkrankheiten
    • 2% hatten Harnwegprobleme
    • 3% hatten sonstige Gesundheitsprobleme

    Dabei kam es nach Umstellung auf die BARF-Ernährung zu folgenden Veränderungen:

    • Bei Hunde mit Hautproblemen: 74% zeigten keine Symptome mehr, 17% sprachen von einer signifikanten Verbesserung
    • Bei Hunden mit Magen-Darm-Problemen: 88% zeigten keine Symptome mehr, 6% sprachen von einer signifikanten Verbesserung
    • Bei Hunden mit Augenkrankheiten: 79% zeigten keine Symptome mehr, 8% sprachen von einer signifikanten Verbesserung
    • Bei Hunden mit Harnwegproblemen: 53% zeigten keine Symptome mehr, 13% sprachen von einer signifikanten Verbesserung
    • Bei Hunden mit sonstigen Gesundheitsproblemen: 50% zeigten keine Symptome mehr, 17% sprachen von einer signifikanten Verbesserung

    Die Hundehalter haben von weiteren Verbesserungen gesprochen:

    • Schöneres Fell (20%)
    • Weniger Kot, weniger Geruch und/oder bessere Magen-Darm-Funktion (19%)
    • Mehr Energie (13%)
    • Verbessertes Allgemeinbefinden (11%)
    • Bessere Stimmung (7%)
    • Muskelaufbau (6%)
    • Hund musste nicht eingeschläfert werden (2%)

    Nur 0,3% waren mit der Umstellung nicht zufrieden, 05% wollten aufhören.

    Insgesamt sind sich die Forscher einig, dass die BARF-Fütterung einen gesundheitlichen Nutzen für Tiere hat. Allerdings sind aufgrund der einfachen Durchführung der Studie noch tiefergreifende Forschungsarbeiten unter tierärztlicher Leitung notwendig, um die Ergebnisse wissenschaftlich zu untermauern.

    Gesunde Hundemahlzeit - BARF
  • Hundeküsse gut für uns? Wissenschaftler sagen ja.

    Eine Studie der University of Arizona zeigt, dass Hunde mit Ihren probiotischen Küssen - trotz ihrer Vorliebe ekliges zu Beschnüffeln und unappetitliches zu Essen – einen Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Ich schlage vor, holt Euch gleich einmal einen Kuss von Eurer Fellnase. Wer braucht da schon einen probiotischen Joghurt.

    Ein Hundekuss fördert durch gute Bakterien die Gesundheit von Menschen.

    Die Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass Mikroben auf der Hundezunge das Wachstum von positiven Mikroorganismen im menschlichen Körper anregen. Diese Bakterien, oder auch Mikroben, sind mittlerweile bekannt dafür, eine wichtige Rolle für unsere mentale und körperliche Gesundheit zu spielen. Um die These auch zu beweisen, sind die Forscher noch auf der Suche nach Probanden. Seit Jahrtausenden leben Menschen eng zusammen mit Hunden. Den Wunsch jemanden zum Knuddeln oder als Arbeitsunterstützung zu haben, reicht allein nicht aus um die Mensch-Hund-Verbindung zu erklären, so die Universität. Die Forscher fragen sich, geht die Verbindung tiefer, also quasi unter die Haut?

    Wir wissen bereits, dass Kinder, die mit Hunden aufwachsen, gesünder sind, als diejenigen ohne Hund. Sie leiden weniger an Atemwegserkrankungen, Ohrinfektionen, Asthma und Allergien. Kleine Mengen an Bakterien, die wir uns regelmäßig aussetzen, stärken unser Immunsystem.

    Andere Studien zeigen, dass Hundehalter im Allgemeinen glücklicher und ein niedrigeres Risiko haben am Herzen zu erkranken. Die Wissenschaftler hoffen nun beweisen zu können, dass Kinder und Erwachsene von den guten Hundebakterien profitieren können und körperlich gesünder sind.

    Quellennachweis (englisch): http://www.uadogstudy.org/hairi/ HAIRI: The Human-Animal Interaction Research Initiative at the University of Arizona

  • NEWS: Lieber Streicheln als Loben

    Neue Studien aus den USA zeigen, dass Hunde Streicheln als Belohnung wesentlich mehr schätzen als verbales Loben.

    Hunde zur Belohnung lieber streicheln

    Zunächst wurde beobachtet wie Hunde interagieren, wenn Menschen – Frauchen, Herrchen oder Fremde - mit ihnen reden, sie streicheln oder einfach ignorieren. Dabei haben die Forscher der Arizona State University die Zeit gemessen, die die Hunde jeweils mit den Menschen verbracht haben.

    Was haben die Untersuchungen gezeigt?

    Hunde zeigen das größte Interesse an Menschen, die sie streicheln. Überraschenderweise liegen verbales Loben und Ignorieren gleich auf. Das heißt, ein Mensch der einen Hund verbal lobt, ist für einen Hund nicht interessanter, als ein Mensch, der ihn ignoriert.

    Warum ist Streicheln wirksamer als verbales Loben?

    Ältere Studien haben gezeigt, dass Hunde sich durch Berührung entspannen – der Herzschlag und der Blutdruck sinken.

    Tipp: Hunde, die unter Trennungsangst leiden, beruhigen sich schneller, wenn man sie nach dem Nachhause kommen streichelt.

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