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Flöhe beim Hund – was ist jetzt zu tun?

Ebenso wie Zecken und Milben sind Flöhe beim Hund ein unschönes Mitbringsel der warmen Jahreszeit. Von Ende April bis Ende November ist die Gefahr groß, dass sich Ihre Fellnase mit den blutsaugenden Parasiten ansteckt. Allerdings können diese das ganze Jahr zu einem Problem werden, wenn sie in beheizten Wohnungen und Häusern überleben. Daher ist es wichtig, dass Sie handeln, sobald Sie einen Flohbefall feststellen, zumal die Hundeflöhe auch Menschen befallen können.

Hund zeigt häufiges Jucken und Kratzen bei Flohbefall

Symptome eines Flohbefalls bei Hunden

Kratzt, leckt und beißt sich Ihr Hund häufig und tigert er immer wieder nervös umher? Dies können erste Anzeichen sein, dass er Flöhe hat. Sicherheitshalber sollten Sie Ihre Fellnase absuchen, denn die Parasiten sind auch mit bloßem Auge erkennbar. Sie sind rotbraun, zwei bis drei Millimeter groß und besitzen sechs Beine, von denen zwei zum Springen verwendet werden. Zudem ist der Flohkot ein eindeutiges Indiz für einen Befall. Dieser erinnert an kleine schwarze Körnchen und kann mit einem speziellen Flohkamm im Fell des Hundes erkannt werden. Wenn Sie diesen verwenden, müssen Sie ihn für ein eindeutiges Ergebnis direkt an der Haut ansetzen. Eine Alternative ist ein feuchtes Papiertuch: Dazu legen Sie zunächst ein helles Handtuch unter Ihren Vierbeiner. Anschließend rubbeln Sie kräftig durch sein Fell. Heruntergefallene, schwarze Krümel sammeln Sie mit einem feuchten Papiertuch auf. Zerreiben Sie diese und verfärben sie sich rotbraun, handelt es sich um Flohkot. Diese Verfärbung liegt daran, dass die Flöhe Blutfarbstoff mitausscheiden.

Weitere Symptome:

  • Fellverlust
  • Punktförmige Blutungen, Blasen oder Quaddeln
  • Dunkelrote Punkte im hellen Hof

Maßnahmen gegen Flöhe beim Hund

Die Parasiten sind nicht nur lästig, sondern können Krankheiten (z.B. Bandwürmer, Allergien, Dermatitis, Blutarmut) übertragen, die für Tier und Mensch gefährlich sind. Um Flöhe beim Hund wirksam zu bekämpfen, sind verschiedene Mittel möglich. Diese können Sie einzeln oder in Kombination anwenden. Bei Fragen sollten Sie vor der Anwendung mit einem Tierarzt sprechen.

Spot-Ons

Dabei handelt es sich um Präparate, die auch gegen Zecken und andere Parasiten eingesetzt werden können. Diese chemischen Mittel tragen Sie in der Regel im Nacken Ihrer Fellnase und je nach Größe des Tieres auch auf der Schwanzwurzel auf. Innerhalb von 24 Stunden soll der Wirkstoff fast alle Flöhe beim Hund getötet haben. Ein Vorteil dieses Mittels ist, dass es bis zu vier Wochen wirken soll.

Halsbänder

Diese dienen in erster Linie als vorbeugende Maßnahme gegen Flöhe bei Hunden. Ihre Fellnase kann, um einen Befall zu verhindern, ein Flohhalsband tragen, wenn sie sich im Freien aushält, Sie mit ihr Gassigehen oder auf dem Hundeplatz sind.

Shampoos

Diese Floh- und Zeckenmittel für Hunde  bestehen aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Kokosnuss und ätherischen Ölen wie Bergamotte, Zedernholz und Orange, die gegen Parasiten helfen sollen. Diese sind normalerweise verträglicher als chemische Mittel und besitzen kaum Nebenwirkungen. Eine Ausnahme kann beispielsweise eine Allergie gegen einen speziellen Inhaltsstoff sein. Darüber hinaus wirken diese Mittel nicht nur gegen Flöhe bei Ihrem Hund, sondern stellen auch eine hervorragende Pflege dar, weil sie zum Beispiel für ein glänzendes Fell oder gesundes Haarwachstum sorgen.

Tierarztbesuch

Bei einem starken Flohbefall ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen und ihn um Rat zu fragen. Dieser kann außerdem ein hochwirksames Mittel verschreiben wie beispielsweise Tabletten.

Reinigung des Zuhauses

95 Prozent des Flohbefalls macht die Brut aus, die unsichtbar ist und sich normalerweise an verschiedenen Orten befinden kann, an denen sich Ihr Vierbeiner aufhält. Daher sollten Sie Teppiche, Polster sowie Hundebetten und –decken gründlich reinigen. Textilien sollten Sie bei mindestens 60 Grad waschen, wenn dies laut Pflegehinweis möglich ist. Empfindliche Stoffe können Sie eine Zeitlang in den Tiefkühlschrank stecken, da auch sehr kalte Temperaturen gegen die Hundeflöhe helfen. Alle betroffenen Oberflächen sollten Sie zudem mit einem Staubsauger oder Dampfreiniger säubern und den Staubsaugerbeutel oder -behälter anschließend sofort entsorgen oder entleeren.

Ursprung und Dauer des Flohbefalls

In den meisten Fällen liegt der Grund für Flöhe bei Hunden daran, dass sie sich damit bei einem anderen Tier (Wild- oder Haustier) angesteckt haben. Die Parasiten können sehr gut springen, sodass ein Austausch selbst bei kurzem Kontakt leicht erfolgen kann. Ein Floh kann täglich bis zu 20 Eier legen, sodass eine Vermehrung schnell passiert ist. Durch die entsprechenden Maßnahmen sind in den meisten Fällen die Flöhe beim Hund nach ungefähr vier Wochen komplett verschwunden. Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass Ihr Hund sich immer wieder Flöhe an einer bestimmten Quelle holt. Dies kann zum Beispiel ein Nachbartier oder ein Wildtier im Garten (z.B. Igel) sein. Diese Quelle sollten Sie ausfindig machen und dadurch verhindern, dass ein erneuter Befall mit Flöhen entstehen kann.

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