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Dogdancing: Tanzen auf zwei, vier und sechs Beinen

Tanzen Sie leidenschaftlich gerne oder möchten Sie einmal etwas Neues mit Ihrem vierbeinigen Liebling ausprobieren? Wie wäre es mit Dogdancing?! Bei dieser Hundesportart tanzen Sie gemeinsam mit Ihrer Fellnase zu Ihrer Lieblingsmusik, studieren Choreographien ein und können sogar an Turnieren teilnehmen. Darüber hinaus stärkt es die Hund-Mensch-Beziehung und fördert den Gehorsam des Vierbeiners.

Dogdancing

Was versteht man unter Dogdancing im Allgemeinen?

Diese Hundesportart hat sich bereits in den 1990ern in den USA entwickelt und basiert auf den Grundlagen des Obedience. Der grundlegende Hundegehorsam und die volle Aufmerksamkeit sowie Konzentration des Tieres sind wichtig, um passend zur Musik eine Choreographie einzustudieren. Diese vereint das Bei-Fuß-Gehen mit tänzerischen Elementen sowie Kunststücken. Dazu gehören:

    • Beinslalom
    • Drehungen
    • Sprünge
    • Rückwärts gehen
    • Seitengänge
    • Zwischen den Beine von Herrchen oder Frauchen gehen
    • Pfotenarbeit
    • Männchen machen
    • Polonaise
    • a.m.

Wichtig sind bei dieser Hundesportart außerdem Aspekte wie Rhythmus, Synchronität oder fließende Richtungswechsel, die aus dem menschlichen Tanz bekannt sind. Diese werden mit Elementen vereint, die aufs Dressurreiten zurück zu führen sind (z.B. Traversalen, spanischer Tritt). Ihren Hund können Sie beim Dogdancing durch kleinste Körpersignale und verbale Kommandos lenken. Die Figuren führen Sie dabei im Rhythmus der Musik entweder gegeneinander oder auf Distanz aus.

Vorteile dieser Hundesportart:

  • Abwechslungsreiche Bewegung für Mensch und Tier
  • Sinnvolle Art, die Fellnase zu beschäftigen
  • Macht Mensch und Hund gleichermaßen Spaß
  • Intelligenz wird gefördert
  • Trainiert den Gehorsam

Dogdancing ist mit jedem Hund möglich, selbst mit älteren oder körperlich eingeschränkten Tieren, weil die Auswahl der Übungen individuell abgestimmt werden können. Den Hundesport können Sie gut zu Hause für sich oder in entsprechenden Kursen bei etlichen Hundeschulen machen. Neben Einzeltraining werden vor allem Gruppenstunden angeboten, bei denen tolle Choreographien mit allen teilnehmenden Hunden und Menschen einstudiert werden. Einige dieser Gruppen machen mit ihrem Dogdance auch bei Turnieren mit. In diesem Fall muss ein bestimmtes Reglement eingehalten werden, das seit 2006 für Deutschland Gültigkeit besitzt.

Dogdancing lernen

Wie auch bei anderen Kommandos ist es am Anfang entscheidend, dass Sie Ihrem vierbeinigen Liebling die verschiedenen Schritte und Tricks mit Hilfe von Handzeichen und Belohnungen beibringen. Eine Unterstützung kann dabei auch ein Clicker sein, welcher den Hund in seinem Verhalten im richtigen Moment bestätigt. Um das Tier zu locken, es zu führen und ihm die richtigen Bewegungen zu verdeutlichen, können Sie auch Leckerli in die Hand nehmen. Beginnen Sie zunächst Sie mit einfachen Grundschritten, die Sie erst einzeln üben und dann miteinander kombinieren können.

Beispiele für Grundschritte beziehungsweise Übungen: „Zirkel“: Lassen Sie Ihren Hund einmal um Sie herumgehen und dann vor Ihnen Sitz machen.

„Salom“: Bei dieser Dogdancing Übung läuft der Vierbeiner durch die Beine von Herrchen oder Frauchen, während er oder sie dabei weiter läuft. Am Anfang wird dies noch eine sehr stockende Bewegung sein, aber mit etwas Training wird es immer flüssiger werden. Wichtig ist dabei das Kommando „Durch“, bei dem der Hund durch die Beine läuft. Am Anfang können Sie ruhig Leckerli oder ein Hundespielzeug verwenden, um ihn zu locken.

„Hopp“: Der Hund springt bei diesem Trick über das ausgestreckte Bein des Menschen. Üben Sie dies zuerst an einer Wand, damit Ihre Fellnase nicht einfach um Ihr Bein herumläuft. Starten Sie mit einer niedrigen Höhe, indem Sie den Fuß niedrig an die Wand stellen. Das Kommando für den Sprung lautet „Hopp“. Locken ist auch in diesem Fall wieder erlaubt und sehr förderlich. Sobald dies funktioniert, können Sie die Sprunghöhe vergrößern und sich allmählich von der Wand entfernen.

Diese drei Dogdancing Übungen sind eine gute Basis, auf der Sie aufbauen können. Nach Lust und Laune und passend zur Musik kombinieren Sie schließlich die verschiedenen Elemente miteinander und fügen mit der Zeit weitere hinzu. Ein schöner Abschluss Ihrer Choreografie könnte „Pfote geben“ sein oder Sie lassen Ihren vierbeinigen Liebling Männchen machen.

Welche Musik eignet sich?

Grundsätzlich eignet sich  jedes Lied, das Ihnen gefällt. Wichtig ist außerdem, dass das Tempo zum Tempo der Choreographie passt. Ist es langsam, können Sie mit Ihrem Hund im normalen Schritt dazu laufen, wird sie schneller, eignet es sich für schnellere Bewegungen wie beispielsweise das Traben. Für Anfänger ist es hilfreich, wenn der Takt gut zu hören ist, denn dieser gibt das Tempo des Tanzens vor.

Beispiele für beliebte Dogdancing Lieder:

  • Walking on Sunshine
  • ChimChim Cherie („Mary Poppins“)
  • Jungle Drum
  • Der ewige Kreis („König der Löwen)

 

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