0 Artikel | 0,00 €

Ihr Hund hat Sonnenbrand? Was Sie dagegen tun sollten

Auch wenn viele Hunderassen ein dichtes und mitunter langes Fell haben, bedeutet auch für Ihren vierbeinigen Liebling die Sonne eine große Gefahr. Hat Ihr Hund einen Sonnenbrand äußert sich dieser wie bei uns Menschen mit einer starken Hautrötung, mit Juckreiz und Schmerzen. Das führt oftmals dazu, dass sich der Hund die betroffenen Stellen aufkratzt oder aufscheuert und mitunter schwerwiegende Infektionen entstehen können.

Sonnenbrand vermeiden

Wann ist die Gefahr eines Sonnenbrands beim Hund besonders groß?

Zum einen sind Hunderassen betroffen, die ein kurzes und sehr helles Fell haben. Französische Bulldogge, Mops, Dalmatiner, Labrador Retriever oder Magyar Vizsla haben zudem am Bauch kaum oder gar keine Haare und sind daher stark gefährdet. Eine rosafarbene Schnauze ist ebenfalls ein Indiz für eine starke Gefährdung.

Zum anderen besteht die Gefahr eines Sonnenbrands auch, wenn Herrchen oder Frauchen ihre Hunde scheren lassen. Durch das kurze Fell trifft die Sonne viel leichter auf die ungeschützte Haut.  Daher sollten sich geschorene Tiere primär im Schatten aufhalten, bis die Haare wieder länger sind. Doch selbst wenn diese Kriterien nicht zutreffen, kann grundsätzlich jeder Hund einen Sonnenbrand bekommen, wenn er sich zu lange ungeschützt in der prallen Sonne aufhält. Wichtig für Sie zu wissen: Muss Ihr vierbeiniger Liebling dauerhaft bestimmte Medikamente nehmen, kann eine höhere Lichtempfindlichkeit bestehen. Dies trifft zum Beispiel auf Medikamente gegen Diabetes und Diuretika sowie auf manche Antibiotika zu.

Welche Körperstellen sind am meisten gefährdet?

  • Exponierte Körperstellen wie Nase, Schnauze und Ohren
  • Unbehaarte Partien wie der Bauch und die Leistengegend

Was können Sie tun?

Um einen Sonnenbrand zu verhindern, können Sie Ihren Hund nicht einfach wie sich selbst mit Sonnencreme eincremen. Zum einen schützt diese nicht ausreichend, weil sie sich aufgrund des Fells nicht gut verteilen lässt. Zum anderen tolerieren die meisten Fellnasen diesen Sonnenschutz nicht und schlecken ihn daher ab. Die effektivste Möglichkeit, den Hund vor Sonnenbrand zu schützen, ist daher, ihn von der Sonne fernzuhalten. Diese Maßnahme kann außerdem auch einen gefährlichen Hitzschlag beim Hund vermeiden.

Tipps:

  • An sehr sonnigen Tagen sollte sich Ihre Fellnase hauptsächlich im Schatten oder drinnen aufhalten.
  • Gehen Sie am besten am Morgen und Abend Gassi, wenn die Sonne noch nicht oder nicht mehr so hoch steht.
  • In den Bergen und am Meer sowie an Seen ist die UV-Belastung und Sonneneinstrahlung normalerweise größer. Daher sollten Sie besonders dort Ihren Hund vor Sonnenbrand schützen.
  • Cremen Sie die Nase, die Ohren sowie unbehaarte Stellen mit einer wasserfesten Sonnencreme (mind. Lichtschutzfaktor 15) ein, die keine PABA (Para-Aminobenzoesäure), Farb- und Konservierungsstoffe sowie Parfums enthält. Gut eignen sich auch Baby-Sonnencremes. Ihr Hund sollte anschließend nicht alleine sein, damit er sich den Sonnenschutz nicht ableckt.
  • Auch Hundebekleidung wie Shirts, Jacken und Halstücher können einen Schutz vor der Sonne bieten.
  • Ein Sprung ins kühle Nass kühlt die Haut Ihres Hundes ab. Eine Alternative kann eine Kühlmatte sein, die Sie auch für unterwegs mitnehmen können.

Sobald Sie gerötete, warme oder schuppende Stellen auf der Haut erkennen, ist die Möglichkeit groß, dass Ihr Hund einen Sonnenbrand hat. Sie sollten ihn dann

  • schnellstmöglich in den Schatten bringen und die Hautpartien mit kühlenden Umschlägen umwickeln oder mit einer hautberuhigenden Salbe behandeln.
  • Irritierte Stellen können Sie mit bestimmten Artikeln für die Hundepflege wie beispielsweise einem Balsam mit wertvollen natürlichen Inhaltstoffen beruhigen.
  • Ist der Sonnenbrand beim Hund besonders schlimm, sollte er möglichst schnell vom Tierarzt behandelt werden, damit er gut verheilen kann und keine krebsartigen Geschwüre entstehen.

Merken

Hinterlasse eine Antwort