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Canicross – Wissenswertes zum Laufhundesport

Wem normales Gassigehen zu langweilig ist oder wer sich als Sportler mit seinem Hund gerne neuen Herausforderungen stellt, für den ist Canicross das richtige. Sie können den Gelände-Lauf alleine oder in einer Gruppe durchführen sowie an Wettkämpfen teilnehmen. Die Strecke beträgt normalerweise 5 Kilometer und geht bergauf und bergab, über Steine und Wurzeln. Dabei laufen Sie vier bis fünf Minuten schneller als ohne die Unterstützung des Hundes. Profi-Läufer erreichen dabei sogar Geschwindigkeiten, welche die von Olympiaathleten toppen. Was müssen Sie wissen, wenn Sie den besonderen Sport einmal ausprobieren möchten?

Canicross mit der Kurgo Quantum Hundeleine

Wie funktioniert Canicross?

Im Grunde handelt es sich dabei um eine Abwandlung des normalen Joggens, bei dem Sie mit Ihrem Hund in der Regel in Ihrem Tempo auf Straßen oder Feldwegen laufen. Beim Canicross dagegen ziehen die Vierbeiner Herrchen oder Frauchen über einen Gelände-Parcours. Dazu sind sie mit einer elastischen Leine verbunden, die zwei Meter lang ist. Der Hund übernimmt somit die Führung und gibt das Tempo vor. Dadurch entsteht eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier, weil die Fellnase die Kontrolle übernimmt und so im Team gleichberechtigt wird. Vertrauen heißt dabei das Stichwort. Durch den Zug, der über die Leine kommt, spürt der Hund, wenn Sie das Tempo nicht mehr halten können oder abbremsen möchten und reduziert dann seine Geschwindigkeit. Die Leine ist dazu an einem speziellen Canicross Gürtel eingehakt, der an einen Klettergurt erinnert und den sich der Zweibeiner um die Hüften legt. Durch einen besonderen Sicherheitsverschluss kann die Leine im Notfall gelöst werden, sodass die Verletzungsgefahr bei Mensch und Hund reduziert werden kann. Wichtig ist außerdem, auf die Signale der Fellnase zu achten, genauer gesagt auf seinen Schwanz.

  • Zeigt er gerade nach hinten, ist der Hund ausbalanciert und alles in Ordnung.
  • Klemmt der Vierbeiner den Schwanz zwischen die Beine, hat er Angst.
  • Aufpassen müssen Sie, wenn die Rute nach oben zeigt, denn dann ist es möglich, dass der Hund einen Hasen oder ein Reh gewittert hat. In diesem Fall kann es passieren, dass er plötzlich und abrupt zur Seite zieht.

Am meisten Spaß macht Canicross als Geländelauf, weil die Strecke im Wald oder zwischen Wiesen und Feldern abwechslungsreicher und anspruchsvoller ist. Zudem eignen sich Gras- und Waldböden besser für die empfindlichen Hundepfoten. Im Sommer sind Wege entlang von Bächen oder Flüssen ideal, damit sich die Fellnase abkühlen kann. Bei zu großer Hitze sollten Sie allerdings sowieso nicht laufen.

Für wen eignet sich dieser Hundesport?

Betreiben kann den besonderen Sport jeder lauffreudige Zwei- und Vierbeiner. Je mehr Freude ein Hund beim Laufen hat und je stärker er sich darauf fokussiert, desto mehr Spaß macht der schnelle Geländelauf natürlich. Ist Ihre Fellnase noch nicht so lauffreudig, können Sie Canicross trotzdem ausprobieren und vielleicht entdeckt sie dabei ihre Freude fürs Laufen. Zu Nutze machen, können Sie sich den natürlichen Jagdtrieb von Hunden, der dazu führt, dass sie es normalerweise lieben, etwas hinterher zu jagen. Wichtig ist, den Tieren die kurzen Kommandos („Rechts“, „Links“, „Zieh“, „Weiter“) beizubringen, damit Sie die Kontrolle über die Strecke behalten und nicht komplett querfeldein laufen. Mit dem Canicross Training können Sie beginnen, wenn Ihr Hund mindestens 1 bis 1,5 Jahre alt ist. Starten Sie mit kleinen Einheiten und überfordern Sie sich und Ihr Tier nicht, damit es zu keinen Muskeln- und Gelenkbeschwerden kommt. Grundsätzlich trainiert Canicross in hervorragender Weise Ausdauer und Muskulatur. Dadurch dass das Tempo deutlich höher als beim normalen Laufen ist, wird die Laufschrittlänger größer. So wird die Oberschenkelmuskulatur ebenso wie die Bauch- und Rückenmuskulatur stark gefordert.

Welche Ausrüstung benötigen Sie?

  • Canicross Gürtel, an dem Sie die elastischen Leine einhaken, die Sie mit Ihrem vierbeinigen Liebling verbindet.
  • Elastische Leine mit maximaler Länge von 2 Metern und einem Panikhaken, den Sie bei Bedarf in Sekundenschnelle lösen können.
  • Spezielles Hundegeschirr zum Laufen, das ein optimales Ziehen ermöglicht und dem Hund im Gegensatz zu einem Halsband nicht die Luft zum Atmen nimmt.
  • Ein faltbarer Reisenapf oder eine Hundetrinkflasche sollten ebenfalls zur Canicross Ausrüstung gehören, damit Sie Ihren Hund nach der Anstrengung trinken lassen können.
  • Funktionssportkleidung
  • Hochwertige Laufschuhe, am besten Trail Running Schuhe

Wie populär ist diese Sport?

Canicross gibt es bereits seit 34 Jahren, auch wenn der Sport in Deutschland noch weniger bekannt ist. Er findet normalerweise im Rahmen von Hundeschlittenveranstaltungen statt, weil er auch aus dem Bereich des Schlittenhunderennens kommt.  Grundsätzlich werden drei Formen unterschieden, weil Sie Canicross nicht nur zu Fuß ausüben können.

  • Canicross-Lauf: Der Läufer folgt dem Vierbeiner durchs Gelände. Durchschnittsgeschwindigkeit: 16 km/h
  • Bikejöring: Der Hund rennt vorne weg vor einem Mountainbike oder Scooter. Durchschnittsgeschwindigkeit: 32 km/h
  • Skijöring: Auf Skiern fährt der Mensch seiner Fellnase hinterher. Durchschnittsgeschwindigkeit: 24 km/h
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