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Zecken bei Hunden: Wie können Sie Ihr Tier wirksam gegen die Krankheitsüberträger schützen?

Wird es im Frühjahr allmählich wärmer, vermiesen unschöne Parasiten den Spaziergang in der Natur: Zecken. Die blutsaugenden Spinnentiere sind nicht nur lästig, sondern vor allem gefährlich, da sie Überträger gefährlicher Krankheiten sind. Was können Sie gegen Zecken bei Hunden tun?

Zecken bei Hunden

Was hilft bei der Zeckenabwehr?

  1. Absuchen Die einfachste Methode ist, den Hund nach jedem Gassigehen abzusuchen und krabbelnde Zecken zu entfernen. Bei Tieren mit kurzem, glattem Fell ist dies relativ unaufwendig. Bei einem langhaarigen Hund sollten Sie auch die Unterwolle durchsuchen und noch eine Zeit danach immer wieder einen Blick auf Ihre Fellnase werfen. Die Parasiten krabbeln noch eine Zeitlang durch das Fell, bevor sie eine Stelle zum Festbeißen gefunden haben.
  2. Chemische Präparate Von vielen Tierärzten werden Kontakt-Antiparasitika empfohlen. Diese sogenannten Spot-on-Präparate sind chemische Substanzen, welche die Zecken bei Hunden abtöten sollen. Sie beißen teilweise trotzdem zu, sterben aber spätestens beim Blutsaugen ab. Dadurch soll vor allem die Übertragung gefährlicher Krankheitserreger verhindert werden. Um diese anzuwenden, tropfen Sie den Zeckenschutz auf den Nackenbereich des Hundes. Bei größeren Tieren soll je nach Präparat eine zweite Stelle zum Beispiel an der Schwanzwurzel behandelt werden. Anschließend verteilt sich das Antiparasitikum über die Talgdrüsen auf der gesamten oberen Hautschicht. Nach einigen Wochen lässt der Schutz nach und Sie sollten die Behandlung wiederholen. Wirksam sollen des Weiteren spezielle Halsbänder sein.
  3. Hausmittel Einige Hundebesitzer sind wenig begeistert, ihren Hund mit chemischen Mitteln zu behandeln, um Zecken fernzuhalten. Stattdessen greifen sie auf Hausmittel zurück, deren Wirksamkeit allerdings nicht bewiesen ist. Dennoch können Sie Knoblauch, Leinöl oder Zitronella einmal ausprobieren. Sie schaden nicht, es sei denn Ihre Fellnase wäre dagegen allergisch. Unverträglichkeiten können Tiere allerdings auch gegen die chemischen Zeckenmittel entwickeln, weshalb Alternativen gefragt sind.
  4. Kokosöl gegen Zecken bei Hunden Seit einiger Zeit wird Kokosöl aufgrund seines hohen Laurinsäuregehalts vermehrt zur Zeckenabwehr eingesetzt. Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, die laut Labortests sehr wirksam gegen Parasiten eingesetzt werden kann. Zudem ist Kokosöl biologisch und riecht sehr angenehm. Als Floh- und Zeckenmittel für Hunde dient es gleichzeitig als Pflege, da das Öl ein weiches Fell macht.
  5. Bernsteinketten Ob sie tatsächlich eine Wirkung gegen Zecken bei Hunden besitzen, müssen Sie selbst ausprobieren, denn diese ist nicht erwiesen.

Warum müssen Sie eine Zecke entfernen?

Die Spinnentiere saugen nicht nur Blut, sie übertragen dabei auch Erreger, die gefährliche Krankheiten nach sich ziehen können. Dazu gehören:

  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • FSME (Früh-Sommer-Meningoenzephalitis, Hirnhautentzündung)
  • Babesiose (hauptsächlich im Mittelmeerraum, in Deutschland durch Auwaldzecke übertragbar)
  • Ehrlichiose

Die Erreger übertragen die Parasiten nicht sofort, sondern erst 12 bis 24 Stunden nach dem Stich, weil sich die Erreger im Mitteldarm befinden und erst von dort in die Speicheldrüsen gelangen müssen. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig Zecken bei Hunden zu entfernen. Schützen können Sie Ihren Hund gegen die übertragbaren Krankheiten außerdem durch eine Zeckenimpfung. Diese ist allerdings nur gegen die durch Borrelien übertragene Lyme-Borreliose möglich. Experten raten dazu vor allem, wenn Sie in einem Risiko-Gebiet wohnen oder Urlaub mit Ihrem Hund in einer zeckenbelasteten Region machen möchten. Ob dies erforderlich ist, besprechen Sie am besten mit einem Tierarzt.

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