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Reisen mit Hund: Was müssen Sie als Hundebesitzer beachten, wenn es auf große Reise geht?

Die Welt gemeinsam zu erkunden, ist für Herrchen, Frauchen und Hund wunderschön. Das Tier ist glücklich, weil es dabei sein kann und der Mensch, weil er seinen besten Freund an seiner Seite hat. Was müssen Sie wissen, wenn Sie eine kleine oder große Reise mit Ihrem Hund ins Ausland unternehmen möchten?

Hund genießt den Urlaub

Die Reiseplanung

Wer auf Reisen mit Hund geht, sollte sich zunächst überlegen, wohin es gehen soll. Abgesehen von den eigenen Vorlieben, sollten die Bedürfnisse des Hundes für die Wahl des Reiseziels entscheidend sein. Tiere, die sehr hitzeempfindlich sind, bevorzugen sicherlich ein mildes Klima wie es beispielsweise auch im Sommer in Nordeuropa herrscht. Reisen mit Hund nach Schweden, Dänemark oder Norwegen sind auch aufgrund der weiten Natur und der unterschiedlichen Aktivitätsmöglichkeiten empfehlenswert. Zudem gibt es in Skandinavien zahlreiche Hundestrände und sogar Hundewälder, in denen das Laufen ohne Leine das ganze Jahr kein Problem ist. Liegt Ihr Hund genauso gerne in der Sonne wie Sie, können Sie mit ihm auch nach Italien, Spanien oder Kroatien reisen. Grundsätzlich sollten Sie bedenken, dass Ihr Vierbeiner im Ausland nicht immer so herzlich willkommen ist wie Sie das vielleicht erwarten. Über die Hundefreundlichkeit in Italien heißt es zum Beispiel, dass diese im Norden deutlich größer als im Süden ist. Und auch in Spanien können Sie Ihren Hund nicht überall mitnehmen. In Geschäften, Restaurants sowie an zahlreichen Stränden sind Tiere keine gern gesehenen Besucher. In Kroatien ist es dagegen weniger problematisch, den Hund mit in Städte und Restaurants zu nehmen. Auch außerhalb eines Campingplatzes oder einer Ferienwohnung sind Tiere gern willkommen. Um bei Reisen mit Hund ins Ausland keine böse Überraschung zu erleben, können Sie Freunde, Bekannte oder andere Hundebesitzer nach deren Erfahrungen fragen.

Die Wahl der Unterkunft

Hundefreundliche Hotels zu finden, ist nicht ganz einfach. Bis auf Österreich und die Schweiz sind in vielen europäischen Ländern keine Hunde, oder nur kleine Tiere, in den Hotels erlaubt. Einfacher ist es dagegen sich eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus als Unterkunft für eine Reise mit Hund zu suchen. Wenn Sie mit einem Wohnmobil verreisen, sollten Sie sich ebenfalls über hundefreundliche Campingplätze informieren. Bedenken Sie außerdem, dass die meisten Unterkünfte keinen Service wie Futter, Näpfe, etc. für die Hunde bieten und außerdem eine Gebühr für das Tier verlangen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen mit speziellen Hundehotels, die nicht nur Futter, Näpfe und Hundebetten bereitstellen, sondern auch einen Agility-Platz, Schwimmteich und eine Hundespielwiese besitzen.

Die Anreise mit dem Auto

Reisen mit Hund sind am unkompliziertesten, wenn Sie mit dem PKW anreisen. Dies bedeutet deutlich weniger Stress für das Tier als ein Flug, bei dem es von Ihnen getrennt im Frachtraum bleiben muss. Lediglich kleinere Hunde dürfen in einer speziellen Tasche oder Box in der Kabine mitfliegen. Nähere Informationen dazu lesen Sie hier. Mit dem Auto sind Sie darüber hinaus flexibler und können die Reiseroute, Abfahrtszeit sowie Zwischenstopps selbst bestimmen. Wenn Ihr Hund im Auto mitfährt, sollten Sie ihn allerdings richtig sichern. Eine Decke und sein Lieblingsspielzeug sorgen dafür, dass er sich wohlfühlt. Planen Sie eine lange Reise mit Hund, sollten Sie unbedingt Zwischenstopps einplanen. Dies ist wichtig, damit Ihr Vierbeiner sich auch einmal eine längere Zeit bewegen kann. Am besten ist es, diese nicht an einer Autobahnraststätte zu machen. Fahren Sie stattdessen ab und suchen Sie sich einen ruhigen Ort in der Natur. Einen Zwischenstopp können Sie außerdem nutzen, um sich eine besondere Sehenswürdigkeit anzusehen und anschließend zu übernachten. Die Abwechslung und Entspannung tut sowohl Ihnen als auch Ihrem Hund gut.

Einreisebestimmungen beachten

Reisen Sie mit Hund ins europäische Ausland sind folgende Punkte wichtig:

  • Der EU-Heimtierausweis muss mitgeführt werden (wird vom Tierarzt ausgestellt).
  • Der Hund ist durch einen Mikrochip gekennzeichnet.
  • Eine Tollwutimpfung, die mindestens 21 Tage, aber maximal 12 Monate alt sein muss (dies betrifft nicht nur die An-, sondern auch die Rückreise).

Am besten informieren Sie sich bei Ihrer Reiseplanung bereits über die Einreisebestimmungen Ihres Urlaubsortes, da diese von Land zu Land unterschiedlich sein können. Für Reisen mit Hund nach England ist zum Beispiel eine Bandwurmbehandlung notwendig, die 1 bis 5 Tage vor der Einreise von einem Tierarzt durchgeführt worden ist. Dies muss im Reisedokument eingetragen sein. Des Weiteren sind bestimmte Rassen verboten und dürfen nicht nach Großbritannien mitgenommen werden.

Was müssen Sie für Ihren Hund mitnehmen?

Die Reisetasche für Ihre Fellnase sollten Sie genauso sorgfältig packen wie Ihre eigene. Ansonsten kann es sein, dass Sie etwas Wichtiges vergessen, das Sie eventuell bei einer Reise ins Ausland nicht so einfach kaufen können.

So sieht das Standardgepäck eines Vierbeiners aus:

  • Hundedecke
  • Hundekorb, -kissen oder –bett
  • Reisenäpfe
  • Futter
  • Trinkflasche
  • Zwei Leinen
  • Zwei Halsbänder
  • Spielzeug
  • Maulkorb (in einigen Ländern ist dies Vorschrift, z.B. Italien auf Verlangen)
  • Evtl. Schwimmweste

Da jeder Hund individuell ist, müssen Sie darüber hinaus für Ihre Fellnase weitere Dinge einpacken (z.B. Hundekleidung, Medikamente,…). Gut vorberietet, können Sie dann ganz entspannt auf Reisen mit Hund gehen. Wir wünschen schöne Ferien!

Ein Gedanke zu „Reisen mit Hund: Was müssen Sie als Hundebesitzer beachten, wenn es auf große Reise geht?“

  • Sarah

    Ein sehr schöner Artikel! Der Tipp, abseits der Autobahnraststätten Pausen zu machen, hat mir besonders gut gefallen.
    Viele Grüße, Sarah

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