0 Artikel | 0,00 €

Hund im Auto – Informationen und Tipps für eine sichere, entspannte Fahrt

Wenn der vierbeinige Liebling mitfahren soll, ist seine Sicherheit genauso wichtig wie die eigene. Dies trifft sowohl zu, wenn Sie mit ihm verreisen möchten, als auch, wenn Sie nur mit Ihrem Hund im Auto schnell zum Gassigehen fahren. Welche Möglichkeiten zur Hundesicherung im Auto haben Sie? Und was müssen Sie außerdem beachten, wenn Sie Ihre Fellnase sicher im Fahrzeug mitnehmen möchten?

Hunde im Auto

Von der Pflicht des Hundehalters

Wenn Sie mit Ihrem Hund unterwegs sind, spielt seine Sicherheit eine große Rolle. Ist er ungesichert, kann dies nicht nur gefährlich, sondern auch teuer werden. Springt der Hund im Auto herum oder klettert er nach vorne oder sogar auf den Fahrersitz, weil er unbedingt auf Ihren Schoß möchte, kann leicht ein Unfall passieren. Ist der Vierbeiner daran schuld, zahlt die Kaskoversicherung nicht. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber für den sicheren Hundetransport bestimmte Vorschriften erlassen. Wer dagegen verstößt, kann mit einem Bußgeld von 35 bis 50 Euro und unter Umständen sogar mit Punkten rechnen.

Mögliche Gefahren beim Autofahren mit Hund

Die meisten werden sich kaum vorstellen wollen, was passiert, wenn bei einem Unfall der Hund im Auto nicht gesichert ist. Bereits bei einem Aufprall mit 50 km/h würde er mit dem Dreißigfachen seines Körpergewichts durch den Innenraum geschleudert werden. Bei einem kleinen Hund mit 7 kg wären das bereits 210 kg. Das bedeutet nicht nur für den Hund, sondern auch für Sie und alle weiteren Insassen eine große Gefahr.

Hundegeschirr, Tasche oder Transportbox – welche Möglichkeiten gibt es?

Wie Sie am besten Ihren Hund im Auto transportieren, ist erst einmal von Ihrem Fahrzeug abhängig.

1.     Limousine

In einem Zwei- oder Viertürer besteht nur die Möglichkeit, dass der Hund im Fußraum oder auf einem Sitz mitfährt. Für beides können Sie eine Hundetransportbox verwenden. Auf dem Sitz sollten Sie die Box zusätzlich mit dem Sicherheitsgurt befestigen, damit diese bei einem Aufprall nicht herumfliegen kann. Im Fußraum muss diese ebenfalls so platziert werden, dass sie sicher steht. Nimmt er auf dem Beifahrer- oder Rücksitz Platz, können Sie auch einfach den Hund im Auto anschnallen. Dazu sind spezielle Hundegurte erhältlich, die an einem Geschirr befestigt sind und eine Schlosszunge besitzen, die in jedes normale PKW-Gurtschloss passt.

2.     Kombi und Van

In einem Auto mit Heckklappe ist der Kofferraum eine Möglichkeit für eine geeignete Hundesicherung. Allerdings sollte der Vierbeiner nicht einfach so hinten sitzen. Ein Trenngitter muss den Kofferraum von der Fahrgastzelle abtrennen, damit das Tier bei einem Unfall nicht nach vorne geschleudert werden kann. Eine Alternative ist eine stabile Hundebox, die es in verschiedenen Größen gibt und sich auch für große Tier sehr gut eignet.

Des Weiteren können Sie auch in einem solchen PKW Ihre Fellnase auf dem Sitz oder im Fußraum transportieren. Dabei gilt wiederum das Gleiche wie bei einer Fahrt in einer Limousine.

Für welche Variante Sie sich entscheiden, ist auch abhängig vom Charakter und von der Größe Ihres vierbeinigen Lieblings. Ein ruhiger oder ängstlicher Hund fühlt sich in einer Hundetasche oder –box wohl. Ein neugieriges, aufgewecktes Tier mag es dagegen lieber, mit einem Auto-Hundegeschirr auf dem Sitz oder im Kofferraum zu sitzen. Beide Möglichkeiten sind perfekt für kleine Vierbeiner, während große Hunde am sichersten im Kofferraum sind. Auch das Anschnallen ist eine Option. Allerdings sollten Sie dann darauf achten, dass das Hundegeschirr stabil genug ist und das Gewicht eines großen Tieres aushalten kann.

Was Sie beachten sollten, wenn der Hund im Auto mitfährt

Gerade wenn Sie eine längere Fahrt mit Ihrem Vierbeiner beispielsweise in den Urlaub planen, sollten Sie nicht nur für eine Hundesicherung im Auto sorgen. Er wird außerdem einen Reisenapf benötigen, damit er bei Bedarf trinken kann. Spezielle Modelle, die einen sicheren Stand sowie einen Auslaufschutz (z.B. NON-SPILL) haben, sind am besten geeignet. Sitzt Ihr Hund im Auto in einer Transportbox, verwenden Sie eine Halterung für den Hundenapf, die Sie an den Stäben befestigen können. Tiere die leicht frieren oder ängstlich sind, brauchen des Weiteren eine Hundedecke oder ein –kissen. Ein vertrauter Geruch von zuhause ist besonders wichtig, wenn Ihre Fellnase nur selten im Auto mitfährt und es daher nicht gewohnt ist. Auch das Lieblingsspielzeug kann beruhigen und außerdem die Autofahrt verkürzen.

Tipps

  • Bei längeren Fahrten sollten Sie regelmäßige Pausen einlegen.
  • Führen Sie Ihren Hund während der Rast ein wenig herum, damit er sich die Beine vertreten und seine Geschäfte erledigen kann.
  • Mit Leckerlis können Sie Ihren vierbeinigen Liebling zwischendurch belohnen und ablenken.
  • Sie kennen Ihr Tier am besten: Wird es unruhig und nervös, sollten Sie anhalten und prüfen, ob etwas nicht mit ihm stimmt. Manchmal sitzt der Sicherheitsgurt zu eng und bereitet dem Hund Schmerzen.
  • Bei einem Stau auf der Autobahn sollten Sie besser abfahren und eine Ausweichstrecke benutzen, da dies nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren Hund eine extrem Geduldsprobe darstellen kann.
  • Achten Sie auf eine gute Belüftung der Hundetransportbox sowie auf Sonnenschutz. In einem Auto kann es bekanntermaßen für Tiere sehr schnell zu warm werden.
  • Fahren Sie mit Ihrer Fellnase über die Grenze sollten Sie die Einreisebestimmungen beachten. Nähere Informationen finden Sie hier.
Hinterlasse eine Antwort