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Schläft man besser mit Hund im Bett? Studie sagt ja

Mit einem Hund oder einer Katze schläft man besser, so eine Studie der bekannten Mayo Clinic in den USA.

Während der Studie haben fast die Hälfte der Tierbesitzer mit einem Haustier im Bett besser geschlafen als ohne. Die Schlafklinik innerhalb der Mayo Clinic in Arizona hat 150 Teilnehmer befragt, 50% davon besitzen Haustiere. Während 20% der Besitzer sagten, dass ihr Haustier sie während des Schlafes durch Wandern, Schnarchen oder Winseln gestört hätten, sagten 41 %, dass das Tier im Bett ein Vorteil war.

Hund schläft bei Herrchen im Bett

Die Teilnehmer, die Tiergeräusche als störend empfinden, berichten aber, dass das Gefühl von Sicherheit, Gemeinschaft und Entspannung hilft zu schlafen.

So berichtet eine 64-jährige Frau, dass sie sich zufriedener fühlt, wenn ihr kleiner Hund unter der Bettdecke an den Füßen schläft. Eine andere verheiratete Frau preist die Vorzüge als Bettwärmer an. Eine 50-jährige Frau stört es nicht, wenn ihre geliebte Katze auf ihrem Brustkorb schläft. Eine andere Teilnehmerin findet ihre Katze im Bett beruhigend.

Lois Krahn, Autor der Studie „Are Animals a Problem in the Bedroom?“ behauptet „Gerade Menschen, die häufig alleine schlafen, weil sie viel unterwegs sind oder nachts arbeiten, berichten von Vorteilen, das Schlafzimmer mit einem Haustier, das im Hundebett oder direkt im Bett liegt, zu teilen.“

Die Forscher erklären, dass noch genaue Untersuchungen von Nöten seien, aber grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass für Menschen mit Schlafproblemen ein Haustier im Bett hilfreich ist.

Weitere Studie

Übrigens eine weitere Studie aus dem Jahr 2015 hat 23.000 Hundebesitzer in den USA nach ihren Schlafgewohnheiten befragt. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass der Hund mit im Bett schläft. Davon sind 62% kleine Hunde, 41% mittelgroße Hunde und 32% große Hunde, die es sich bei Herrchen und Frauchen im Bett gemütlich machen. Außerdem kam heraus, dass 62% der Katzen bei Erwachsenen und 13% der Katzen bei Kindern im Bett schlafen.

Hat ein Hund im Bett Auswirkungen auf meine Gesundheit?

Manch einer fragt sich natürlich, ob ein Hund im Bett Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Wir haben einmal genauer nachgeforscht.

Wie wir nun gelernt haben, ist ein Hund im Bett nicht ungewöhnlich. Menschen, die allergisch auf Tierhaare reagieren oder an Asthma leiden, sollten das Haustier allerdings nicht im Bett und auch nicht im Schlafzimmer schlafen lassen. Auch Besitzer, die eine Pollenallergie haben, sollten sich das noch einmal überlegen. Denn der Hund sammelt im Garten oder beim Gassigehen mit seinen Füßen und seinem Fell Pollen, die er dann ins Schlafzimmer trägt.

Für alle anderen Haustierbesitzer ist es kein Problem, wenn der Hund im Bett schläft, solange er nicht den Schlaf beeinträchtigt und er gesund ist. Es gibt nämlich keinerlei Hinweise darauf, dass ein Hund im Bett sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Es gibt zwar vereinzelt Stimmen, die vor der Übertragung von Infektionen und Parasiten warnen - solche Übertragungen sind aber Einzelfälle. Meist handelt es sich um kranke Tiere und es ist auch schwer einen direkten Zusammenhang mit den Schlafgewohnheiten herzustellen.

Erziehung - spricht hier etwas dagegen?

Veraltete Erziehungstheorien sprechen davon, dass ein Hund im Bett Alpha-Qualitäten entwickelt. Die Wirklichkeit schaut etwas anders aus. Zeigt der Hund im Bett aggressives Verhalten, neigt er grundsätzlich zu aggressivem Verhalten. Ein klassischer Fall von aggressivem Verhalten im Bett: Ehefrau wird bewacht, Ehemann wird angeknurrt und darf nicht ins Bett.

Ein perfekter Zeitpunkt um mit dem Training zu beginnen - denn einen Hund nicht ins Bett zu lassen, stellt sein an sich aggressives Verhalten nicht ab. Es verhindert nur mit dem Hund zu trainieren.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Mit einem Hund im Bett zu schlafen, fördert kein aggressives Verhalten.

Test: Gehört der Hund zu mir ins Bett?

Trotz Schlafschwierigkeiten und Allergien, ist es das Letzte was viele Hundebesitzer tun würden: Ihren Hund aus dem Bett schmeißen. Viele nehmen lieber die Quelereien auf sich, als den treuen Hundeaugen zu widerstehen. Mache den Test und sei ehrlich zu Dir - gehört der Hund wirklich in Dein Bett oder könnt Ihr im Bett auch nicht ohne einander?

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Quelle: http://www.mayoclinicproceedings.org/article/S0025-6196%2815%2900674-6/fulltext

2 Gedanken zu „Schläft man besser mit Hund im Bett? Studie sagt ja“

  • Pfotenliebling

    Kann ich nur zu gut verstehen :)
    Allerdings wenn Finn bei uns mit im Bett liebt, ist erstens das Bett voll und zweitens voller Eisbärenhaare. Aber trotzdem manchmal schön wenn er sich zu uns einkuschelt! :)
    Ansonsten liegt er direkt neben mir in seinem großen Körbchen! :)
    Allerliebste Grüße
    Lisa & FInn

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  • Sarah

    Also ein Hund im eigenen Bett hat bestimmt etwas Vertrautes und auch Schönes. Nur mit festem Partner stelle ich mir das schwierig vor. Zudem kann man das dem Hund dann ja auch nicht wieder abgewöhnen/verbieten. Wenn dieser dann alt wird könnte es sein, dass er vermehrt sabbert oder besonders viel Fell verliert. Ob man dann noch das Bett teilen möchte...? Uns ist das zu heikel, da wir ein Boxspringbett haben und das nun mal nicht gerade günstig ist. Da wären Kratzspuren sehr, sehr ärgerlich.

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