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Gepflegt und gesund durch den Winter

Bürsten und Fellpflege sind auch im Winter ein wichtiges Thema. Bürsten entfernt nicht nur abgestorbenes Fell und Unterwolle oder verhindert Verfilzungen, es entfernt auch abgestorbene Hautzellen, verbessert die Blutzirkulation und stimuliert die Haarfollikel natürliches Öl zu produzieren. Gesunde Haut und ein kraftvolles Fell schützen vor Kälte, Nässe und Schnee und hilft Hunden und Katzen gesund zu bleiben.

Bernhardiner im Schnee

Während des Fellwechsels

Am besten bürstet man das Fell während des Fellwechsels einmal am Tag. Je nachdem wie stark der Wechsel ausfällt, hilft es auch das Fell zweimal am Tag zu kämmen. Durch das Bürsten hilft man dem Tier sein altes Haarkleid loszuwerden und sorgt für sein besseres Wohlbefinden. Zudem verhindert das Bürsten, dass sich das Fell überall in der Wohnung verteilt.

Kleiner Tipp am Rande: Frisches und abwechslungsreiches Futter sorgen für gute Abwehrkräfte und ein gesundes Fell. Zusätzlich zum Futter kann Bierhefe und Rapsöl dem Futter beigegeben werden. Diese versorgen Haut und Haar mit wichtigen Nährstoffen und machen es widerstandsfähig.

Kurzhaarige Rassen

Bei kurzhaarigen Rassen wie Jack Russell, Kurzhaardackel, Viszla oder Whippets eignen sich Pflegehandschuhe mit weichen Noppen oder weiche Naturhaarbürsten. Harte Bürsten reizen bei diesen Rassen die Haut oder verletzten sie. Grundsätzlich müssen diese Rassen nicht täglich gebürstet werden – einmal die Woche reicht aus. Lieber den Fokus auf Qualität statt Quantität legen. Für Hunde, die kein Unterfell besitzen, ist ein Mantel im Herbst und Winter empfehlenswert. Der Mantel ist idealerweise gefüttert und wasserabweisend und schützt auch den wenig behaarten Unterbauch.

Langhaarige Rassen

Ganz klar – langhaarige Rassen wie Afghane, Bobtail, Shih Tzu oder Lhaso Apso benötigen mehr Pflege als unsere kurzhaarigen Fellnasen. Um Verfilzungen vorzubeugen und Eis, Salz oder enteisende Chemikalien zu entfernen, ist tägliche Pflege wichtig. Für die Pflege langhaariger Rassen eignen sich Kämme mit wenigen und weit auseinanderstehenden Zinken, Bürsten mit Metallstiften und Zupfbürsten. Sind Bürsten und Zinken zu eng, ist es schwierig durch das Fell zu gleiten - gegebenenfalls wird auch zu viel Unterwolle entfernt.

Langes Fell schützt bei kalten Temperaturen und vor Nässe, deshalb das Fell im Winter nicht zu kurz schneiden. Ein gepflegtes und leicht getrimmtes Fell ist aber trotzdem ein Muss. Zu langes Fell nimmt unter Umständen zu viele Salzkristalle auf und neigt zur starken Eisbildung, was zu trockener Haut führen kann.

Rauhaarige Rassen

Rau- oder drahthaarige Hunde wie Terrier oder Schnauzer benötigen im Winter ein- bis zweimal wöchentlich eine Pflegerunde mit Kamm oder Bürste. Für diese Rassen eignen sich Pflegehandschuhe mit Gumminoppen oder Naturhaarbürsten, um Dreck und Staub zu entfernen und das natürliche Körperöl zu verteilen.

Pfoten

Die Pfoten sind natürlich den Elementen und chemischen Substanzen im Winter am stärksten ausgesetzt. Grundsätzlich sollten nach jedem Winterspaziergang die Pfoten mit warmem Wasser abgespült oder mit einem feuchten Tuch gesäubert werden, um Salz oder Eisklumpen zu entfernen. Für Hunde mit empfindlichen Pfoten oder bei Streusalz sind Hundeschuhe eine gute Lösung. Natürliche Pfotenpflegestifte wie der Paw Soother mit Sheabutter und Traubenkernöl schützen die Pfoten. Am besten wird die Pflege vor und nach dem Spaziergang aufgetragen.

Bei Hunden mit viel oder langem Fell neigen insbesondere die Haare um die Pfoten herum zu Verfilzungen und im Winter zur Bildung von Eisklumpen. Spezielle Pfotenscheren halten das Fell um die Pfoten kurz und gepflegt.

Kurze Krallen gehören das ganze Jahr zu einem gepflegten Hund. Im Winter allerdings sind kurze Nägel noch wichtiger. Denn zu lange Nägel führen dazu, dass die Pfoten sich beim Laufen spreizen und sich noch mehr Salz und Eis zwischen den Pfoten sammeln.

Baden

Während der kalten Jahreszeit sollte das Baderitual auf ein Minimum reduziert werden. Zu häufiges Waschen entfernt wichtige Körperöle und erhöht die Chance trockene und schuppige Haut zu entwickeln. Falls es doch notwendig ist, die Fellnase zu waschen, eignen sich Hundeshampoos für sensible Haut oder mit Aloe Vera. Hundeconditioner verschließt die geöffnete Schuppenschicht nach dem Shamponnieren wieder. So verliert das Fell keine Feuchtigkeit, wird vor Austrocknung geschützt und bleibt glänzend und geschmeidig.

Je nach dem ob Salz oder Chemikalien auf Straße und Wege gestreut wurde, empfiehlt es sich danach wenigestens Beine und Bauch zu reinigen. Diese reizen nämlich nicht nur die Haut, sondern können durch Ablecken auch direkt in den Körper gelangen. Mit einem Mikrofaserhandtuch auf jeden Fall den feuchten Körper oder das nasse Fell abtrocknen.

Liegeschwielen

Liegeschwielen benötigen im Winter eine intensive Pflege. Trockene Luft zu Hause und kalte Luft draußen belasten die Haut intensiv und trocknen sie aus. Liegeschwielen lassen sich mit natürlichem Öl behandeln. Spezielles Liegeschwielenöl mit Olivenöl pflegen die Haut und verhindern das Austrocknen. Eine Massage mit dem Öl tut den betroffenen Stellen und dem Hund gut.

Wir wünschen Euch und Euren Hunden eine gepflegte Winterzeit!

Ein Gedanke zu „Gepflegt und gesund durch den Winter“

  • Pfotenliebling

    Toller Beitrag :) Wir haben uns extra den Pfotenstift von Lunderland gekauft. Damit die Pfötchen im Winter schön gepflegt sind und das Salz die Pfoten nicht so angreift. Einen guten Kamm für das Fell müssen wir noch suchen. Bis jetzt haben wir keinen geeigneten gefunden.
    Wuff
    Lisa & Finn

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