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Können Hunde an Ebola erkranken?

Wenn Epidemien wie die Vogelgrippe oder Ebola durch die Presse gehen, fürchten viele Menschen plötzlich, sie könnten sich bei ihrem Haustier anstecken. Mich interessiert es rein wissenschaftlich gesehen, ob sich ein Hund überhaupt an Ebola anstecken oder Überträger sein kann.

Grund ist der Hund der spanischen Krankenschwester und Ebola-Patientin Romero. Ihr Hund Excalibur ist aufgrund einer möglichen Ebola-Ansteckung durch sein Frauchen und trotz Proteste von Tierschützern eingeschläfert worden.

Das Ebola-Virus kann überall im Tierreich auftauchen – von Vögeln, Fledermäusen bis hinzu Schweinen und Affen. Sogar in Pferden wurde das Virus schon nachgewiesen. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen „einen Virus haben und nicht erkranken“, „einen Virus haben und erkranken“ und der Übertragung eines Virus an ein anderes Tier oder Menschen. So muss ein erkranktes Tier nicht unbedingt den Menschen anstecken. Im Umkehrschluss heißt es auch, dass ein infiziertes, aber nicht erkranktes Tier unter Umständen den Menschen anstecken kann. Genau um diese Möglichkeiten stritten sich die Behörden in Madrid. Aber wie viel wissen die Experten zu diesem Thema genau?

Eine eindeutige Antwort habe ich leider nicht gefunden. Fest steht, dass einige Tiere sich an dem Virus anstecken können. Viele davon zeigen aber keine Symptome und dass diese das Virus an den Menschen weitergeben können, ist möglich.

Es kann aber auch sein, dass Hunde ebenfalls eine Inkubationszeit von 21 Tagen haben. Während dieser 21 Tage zeigt der Hund zwar keine Symptome, könnte aber im Gegensatz zum Menschen den Virus schon durch Kontakt übertragen. Genau diese Überlegung scheint wohl auch in Madrid zum Tragen gekommen zu sein.

Laut Experten gibt es wenige Krankheiten, die von Tier auf den Menschen übertragbar sind. Aber es braucht mehr Zeit, um zu forschen und Antworten zu erhalten. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine eindeutigen Hinweise, ob Hunde die Krankheit übertragen oder selber daran erkranken können. Bisher gibt es keinen bekannten Fall einer Hund-zu-Mensch-Übertragung.

Tipps für den Umgang mit Hunden

Hundebesitzer wissen, mit einem Hund gibt es keinen absolut hygienischen Haushalt. Und ehrlich, welcher Besitzer wäscht sich sofort die Hände, nachdem er sein Tier berührt hat. Nichtsdestotrotz haben wir ein paar grundlegende Regeln zusammengetragen, um sich bei seinem Tier nicht mit Krankheiten anzustecken.

  • Nicht das Gesicht ablecken lassen
  • Wunden vor dem Kontakt mit Tieren schützen
  • Tiere nicht im Bett schlafen lassen
  • Hände nach Kontakt mit seinem Haustier waschen
  • Biss- und Kratzwunden sofort säubern und desinfizieren und von einem Arzt begutachten lassen
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