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5 große Erziehungsfehler

Nach Monaten oder sogar Jahren sind viele Hundebesitzer überzeugt, ihren Hund erzogen zu haben. Genau hier liegt das Problem. Denn Hundeerziehung ist ein fortlaufender Prozess. Wir haben 5 große Fehler aufgelistet, auf die viele von uns immer gerne wieder reinfallen und geben gleichzeitig Hilfestellungen, um das eigene Verhalten zu verbessern.

1. Du trainierst nicht häufig genug

Viele von uns trainieren Ihren neuen Hund. Aber seien wir doch ehrlich. Sobald sich eine gewisse Routine eingestellt hat, lassen wir es schleifen. Es ist nicht so, dass der Hund alles verlernt hat oder schlecht hört. Aber sobald er merkt, dass hinter gewissen Kommandos der Nachdruck fehlt oder wir bestimmtes Verhalten „mal“ durchgehen lassen, macht er auf selbständig. Rufen wir ihn, kann er kommen, wenn er aber mit wichtiger Schnüffelarbeit beschäftigt ist, kommt er erst nach getaner Arbeit. „Laisser-faire“ Erziehung ist bei Hunden nicht empfehlenswert, deshalb gilt täglich die wichtigsten Befehle wie „Sitzen“ für die Mahlzeit, „Bleib“ an der Tür, „Fuß“ beim Sparzierengehen zu üben. Bleibe vor allem immer spontan und überrasche Deinen Hund mit neuen Situationen. Bringe ihm auch regelmäßig neue Tricks bei.

2. Zu viele Wiederholungen

Wir wiederholen Kommandos zu oft. Es bringt nichts den Hund siebenmal aufzufordern sich zu setzen. Vielleicht hast Du das Kommando einfach nicht genug geübt, verwendest eine schlechte Technik oder Dein Hund ist schlichtweg verwirrt, weil Du ihm zu viele Zeichen vermittelst. Dieses Verhalten zeigt sich meistens dann, wenn das Kommando noch nicht sicher sitzt. Die Persönlichkeit unseres Hundes müssen wir dabei auch im Blick behalten. So ist das Kommando „Platz“ sowohl für einen eigensinnigen Hund als auch für einen ängstlichen Hund schwer umzusetzen. Ein mental starker Hund tut sich vielleicht schwer eine Untergebenheitsgeste zu zeigen, der ängstliche Hund hält „Platz“ für eine unsichere Position.

3. Deine Trainingseinheiten sind zu lang oder zu kurz

Einem Hund neue Tricks und Verhaltensweisen beizubringen, passiert nicht über Nacht, sondern ist oft ein langer Prozess. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Training sind regelmäßige Einheiten.Beende jede Einheit mit einem Fortschritt, auch wenn es nur ein kleiner ist. Sobald Du merkst, dass Dein Hund Fortschritte gemacht hat, lobe ihn und beende die Trainingseinheit. Langes Trainieren kann unter Umständen dazu führen, dass sich Dein Hund langweilt oder sein Interesse verliert. Merke Dir, zehn 1-Minuten-Einheiten bringen mehr als eine 10-Minuten-Einheit pro Tag.

4. Sei proaktiv, nicht reaktiv

Hundetraining ist ähnlich wie Tai Chi mit seinen physischen und philosophischen Herausforderungen. Es gehören Zeit, Technik und Hingabe dazu, um seinen Hund verstehen zu lernen. Es ist keine Begabung, die man sich mal eben durch Fernsehshows oder Bücher aneignen kann. Es dauert Zeit. Es ist wie das erste Mal Schach spielen. Zu Beginn reagiert man noch auf die Züge des Gegners, anstatt im Voraus seine Züge zu planen.Falls Du nur auf ungezogenes Verhalten reagierst, verlierst Du die Gelegenheit zu erziehen. Die Kunst ist es die Reaktion Deines Hundes vorauszusehen und proaktiv zu handeln. Über die Zeit lernt man seinen Hund so gut kennen, dass man weiß, auf was er reagiert oder nicht. Als kleines Beispiel nehmen wir das Bellen und Reagieren auf Pferde im Fernseher. Der Hund sieht das Pferd im Fernseher und möchte zum Bellen ansetzen. Entweder lenkst Du ihn mit etwas Interessantem ab oder  Du gibst einen kräftigen Zischlaut von Dir. Ich persönlich gebe einen „Tsch“-Laut von mir und meine Hunde wissen, es wird nicht gebellt. Alternativ kannst Du gezielt eine Pferdesendung oder einen Pferdefilm einschalten und üben. Situationen gezielt aufzusuchen und daraufhin zu trainieren, sind ein wichtiger Erfolgsfaktor.

5. Jeder Hund ist ein Individuum

Jeder Rasse und jeder Hund bringt eine eigene Persönlichkeit und bestimmte Verhaltensmuster mit sich. Um erfolgreich trainieren zu können, musst Du Deinen Hund gut kennen. So sind die meisten Golden Retriever sehr soziale und freundliche Hunde – sowohl zu Mensch als auch zu Tier. Im Gegensatz dazu stehen zum Beispiel Chow Chows. Ein schüchterner Hund kommt mit robusten Trainingstechniken und einer harten Stimme nicht zu recht, ein selbstbewusster Hund braucht dagegen eine starke Führung.

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