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Pestizide und Haustiere

Cairn Terrier Cairn Terrier

Dieses Jahr kommt der Frühling zwar langsam in die Gänge, aber die ersten Gartenbesitzer zeigen sich schon bei der Gartenarbeit. Und auch wenn die Temperaturen noch zu wünschen übrig lassen, zeigen sich schon die ersten feinen Triebe und natürlich die ersten Insekten. Gerade in dieser Jahreszeit werden Dünger und Pestizide gerne im Garten eingesetzt.

Bevor man sich als verantwortungsvoller Hundehalter für einen Dünger entscheidet, sollte man unbedingt das Etikett lesen. Pestizide und Insektizide mit Organophosphat, Cumarin oder Carbaminat sind extrem giftig und können tödlich sein. Produkte mit Knochenmehl gehören auch nicht in den Garten. Auch wenn es sich natürlich anhört, der Geruch kann die Hunde anlocken und mit den anderen Inhaltsstoffen vom Hund, auch unabsichtlich, aufgenommen werden.

Denn in der Regel nehmen Hunde giftige Stoffe auf, indem sie ihre Pfoten oder das Fell säubern und lecken oder natürlich auf dem direkten Weg, wenn zum Beispiel die Düngerverpackung offen rumliegt.

Sobald Dein Hund Symptome wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, starkes Speicheln oder Schwierigkeiten beim Laufen zeigt, unbedingt und umgehend den Tierarzt kontaktieren und ihm über die Möglichkeit der Aufnahme von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel oder Dünger berichten und wenn vorhanden die Verpackung oder den Beipackzettel mit zum Tierarzt nehmen.

Häufige Vergiftungen

Cumarin-Vergiftung

Cumarin als Bestandteil von Rattengift führt sehr häufig zu Vergiftungserscheinungen und erste Symptome wie Blutungen oder Atemnot erscheinen oft erst nach einigen Tagen. Gefährlich ist vor allem die direkte Aufnahme der Giftköder, weniger problematisch ist die Aufnahme von vergifteten Tieren.

Organophosphat-Vergiftung

Organophosphat kommt vor allem in Schädlingsbekämpfungsmitteln und Unkrautvertilgungsmittel vor. Erste Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Probleme mit dem Laufen können schon innerhalb einer Stunde auftreten.

Metaldehyd-Vergiftung

Vergiftungen durch Schneckengift sind ebenfalls recht häufig, da der süßliche Geschmack anziehend auf Katzen und Hunde wirkt. Die ersten Symptome wie Zittern, Lähmungen, Durchfall, Erbrechen oder Probleme mit dem Laufen zeigen sich ebenfalls recht schnell.

Egal, um welche Vergiftung es sich handelt, die sofortige Kontaktaufnahme mit dem Tierarzt ist überlebensnotwendig.

Während Pestizide, Insektizide oder Dünger die häufigsten Substanzen sind, mit denen Hunde oder Katzen in Kontakt kommen, gibt es auch noch eine weitere Reihe an gefährlichen Mitteln im Haushalt. So gehören Antifrostschutzmittel oder starke Reinigungsmittel gut aufgeräumt und außer Weitreiche der Vierbeiner.

Übrigens: Die meisten Vergiftungen passieren nicht durch Giftköder oder böse Nachbarn, sondern durch die eigene Unaufmerksamkeit.

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