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Zahnpflege bei Hunden

Gesunde Hundezähne Gesunde Hundezähne

Über schlechten Atem bei Hunden wird gerne gelacht. Aber in der Tat ist auch Zahnpflege beim Hund ein sehr wichtiges Thema. Denn mangelnde Zahnhygiene kann auch bei Hunden zu weitreichenden Erkrankungen an Herz, Niere, Gelenken oder im Darm führen. Regelmäßige Zahnpflege, gesundes Essen und naturbelassende Kauartikel wie Pansen, Putenhälse oder Sehnen halten Zähne und Mundraum gesund.

Viele Hunde zeigen ab dem dritten und vierten Lebensjahr erste Probleme mit dem Zahnfleisch. Schlechter Atem kann ein Hinweis darauf sein. Hält man sich aber an ein paar Regeln, wird man mit einem gesunden Hundelächeln belohnt.

Zahnpflege mit dem Hundefingerling

Hundezähne zu pflegen ist nicht schwer. Allerdings muss sich der Hund erst langsam an die Prozedur gewöhnen. Nicht jeder Hund lässt sich gerne in den Mund greifen. Hier ist erst einmal Geduld gefragt. Jeden Tag für ein paar Sekunden üben und ihn belohnen und dann langsam die Prozedur verlängern.

Neben Zahnbürsten und Zahnpasta für den Hund (niemals Deine eigene Zahnpasta verwenden), gibt es Fingerlinge, die man über den Finger stülpt und so Zähne reinigt und Zahnfleisch massiert. Generell empfehlen wir Hundefingerlinge, da sie einfacher zu handhaben sind und sehr gute Reinigungseigenschaften besitzen. Für die Zahnpflege unserer Hunde nutzen wir Micromed Fingerlinge aus BioAktiv Hermosfaser mit Pristine Zahnliquid. Diese Fingerlinge besitzen 12.000-mal mehr Fasern wir eine herkömmliche Zahnbürste. So werden die Zähne ohne chemisches Zusätze sehr effizient gereinigt. Plaque, Keime und geruchsbildende Bakterien befinden sich danach auf dem Fingerling. Dank eingearbeiteter Silberfasern hat der Fingerling auch eine antimikrobielle Wirkung. Wie auch bei uns Menschen gilt: Immer von Rot nach Weiß putzen.

Selbstgemachte Zahnpasta

Bei Zahnstein verwenden wir neben dem Zahnfingerling mit dem Pristine Zahnliquid auch ab und zu selbstgemachte Paste. Verrühren Sie Heilerde, Olivenöl und etwas Salz/Natron. Tauchen Sie den Fingerling ein. Die Mischung wird von Hunden sehr gerne angenommen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Zähneputzen auch ein leckeres Erlebnis ist.

Kauartikel und rohe Knochen

Hier greift man am besten auf natürlich getrocknete Kauartikel zurück und verzichtet auf industriell hergestellte Kauartikel und Zahnpflegeprodukte. Unter Umständen enthalten diese Zucker oder regen die Magensäure an, die der Hund dann wieder aufstößt und die Zähne wiederum angreift. Aber auch rohe Knochen unterstützen eine gesunde Mundhygiene.

Kauspielzeug

Kauen auf speziellem Kauspielzeug massiert das Zahnfleisch und entfernt weichen Zahnstein. Idealerweise ist das Spielzeug aus Gummi oder Tau und enthält keine giftigen Inhaltstoffe.

Wann muss ich mit der Zahnpflege beginnen?

Am besten schon im Welpenalter. So kann der Hund schon früh an die Zahnreinigung gewöhnt und mögliche Zahnprobleme und Erkankungen verhindert werden.

Wann muss ich zum Tierarzt?

  • Auffällig schlechter Atem
  • Dunkle Flächen auf den Zähnen (Zahnstein)
  • Sehr starkes Sabbern
  • Entzündetes Zahnfleisch
  • Zahnausfall

Wer auf Nummer sichern gehen möchte, sollte ab dem dritten Lebensjahr mit seinem Hund einmal im Jahr zur Zahnkontrolle gehen.

Zahnkrankheiten

Um mit den gängigsten Zahnkrankheiten beim Hund vertraut zu sein, haben wir eine Übersicht erstellt:

  • Die Erkrankungen des Zahnhalteapparates ist eine schmerzhafte Infektion zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch. Durch die Entzündung kann der Hunde seine Zähne verlieren. Zudem kann sich die Entzündung auch im Körper ausbreiten. Zeichen für solch eine Entzündung sind Zahnausfall, schlechter Atem, Zahnschmerzen oder Niesen.
  • Zahnfleischentzündung wird durch Plaque, Zahnbelag und Bakterien verursacht. Hinweis auf Zahnfleischentzündung ist Zahnfleischbluten, geschwollenes Zahnfleisch und schlechter Atem. Zahnfleischentzündungen bekommt man durch regelmäßiges Zähneputzen in den Griff.
  • Mundgeruch kann der erste Hinweis auf eine Erkrankung im Mundhöhle sein. Bakterien von Essensresten zwischen den Zähnen oder eine Zahnfleischentzündung führen zu schlechtem Atem.
  • Geschwollenes Zahnfleisch entwickelt sich, wenn Sie beim Hund Belag und Essenreste zwischen den Zähnen nicht entfernen. Regelmäßiges Zähneputzen verhindert dies.
  • Wucherndes Zahnfleisch ist eine Krankheit die vor allem Boxer und Bull Terrier betrifft. Hier wächst das Zahnfleisch über den Zahn und muss aufgrund von möglichen Zahnfleischentzündungen behandelt werden. In der Regel helfen Antibiotika.
  • Zahnfleischtumore treten als Geschwülste im Zahnfleisch auf. Manche sind bösartig und müssen chirurgisch entfernt werden.

6 Gedanken zu „Zahnpflege bei Hunden“

  • Markus

    Super Sache! Unser Windhund hat schon ewig Zahnprobleme, villeicht gibt es jetzt einen Lichtblick.

    Antworten
  • Tanja Häußler

    Hallo,

    durch Zufall bin ich auf euern tollen Blog gestossen. Der Artikel zur Zahnpflege ist sehr interessant, da macht man sich oft keine Gedanken darüber. Bei meiner Schäferhündin und meinem Jack Rusell Terrier komme ich zum Glück ganz gut mit Kauknochen zurecht. Werde jetzt öfters hier vorbeischauen!

    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
  • Robert K.

    Wenn ich die Werbesprüche höre, fange ich echt zu lachen an. Unsere Hunde hätten keine Zahnprobleme, wenn diese auch vernünftig und artgerecht ernährt würden. Die Ursache für Zahnerkrankungen unserer Hunde ist gelinde gesagt im Futter zu suchen, was aber die meisten Menschen anscheinend nicht wissen. Ich kann und darf hierzu keine Produkte benennen, aber die meisten (Supermarkt)produklte nehmen sich da nicht viel. Inhalt: Minderwertige Schlachtabfälle, Farbstoffe und Zucker, weswegen ein 20 Kilo-Hund davon 1200 Gramm pro Tag fressen soll, obwohl 500 Gramm eines guten Futters völlig ausreichend sind.

    Wir haben einen 6 Jahre alten Mischlingshund, und diese hat einwandfreie Zähne, ohne all diesen tollen Artikel zur Zahnpflege.

    Ich empfinde es einfach traurig, wenn Tiere so derart "vermenschlicht" werden.

    Das wollte ich einfach mal erwähnt haben, weil mir diese ganzen Zahnpflege-Sprüche langsam auf den Nerv gehen!

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    • Sabine

      Lieber Robert K.,

      vielen Dank für Ihren Beitrag auf unserem Hundeblog.

      Es freut mich zu hören, dass Ihr Hund keine Probleme hat und Sie haben vollkommen recht, dass Zahnprobleme auch am Futter liegen können.

      Aber trotzdem muss ich etwas richtig stellen:

      1. Es ist nun mal so, dass viele Hunde Zahnprobleme haben (warum auch immer) und dagegen muss man etwas tun. Der Artikel ist auch für Halter mit solchen Hunden gedacht und nicht für Hunde, die keine Zahnprobleme haben.

      2. Es gibt viele Hunde, die Zahnstein und daraus resultierende Entzündungen haben, obwohl diese nur frisch gekochtes Essen bzw. Barf erhalten. Meine Hunde erhalten kein Zucker, keine Farbstoffe, keine Konservierungsstoffe, etc. Sie erhalten frisches Fleisch, Gemüse, Obst, etc. und zum Kauen gibt es nur frische Knochen und natürlich, getrocknete Kauartikel wie Pansen, Sehnen etc. Ich halte es bei meinen Hunden genauso wie ich es bei mir in der Küche halte - alles natürlich und frisch. Dosenfutter oder Trockenfutter gibt es bei uns nicht.

      Nichtsdestotrotz muss ich regelmäßig nach den Zähnen schauen. Zahnprobleme sind nämlich auch rassebedingt oder wenn der Hund aus einer schlechten Zucht kommt. Einer meiner Hunde, der aus dem Tierheim stammt (ursprünglich aus einer Massenzucht aus Osteuropa), mussten sogar Zähne gezogen werden, weil er zu viele auf engem Raum hatte. Diese konnten sich selber und ich als Halter nicht mehr reinigen. Die Maulflora hat sich seitdem um einiges gebessert, aber ich muss trotzdem regelmäßige Zahnpflege betreiben, da der Zahnstein ansonsten wieder kommt.

      Und zum Lachen ist mir hier nicht zumute, ich bin auf diese Mittel angewiesen. Ohne diese Mittel hätte mein Hund Zahnstein, Zahnfleischentzündungen, schlimmen Maulgeruch und würde Zähne verlieren - und das obwohl nur artgerecht und natürlich gefüttert wird. Der Hund, von dem ich spreche, ist ebenfalls 6 Jahre alt, schlank, unglaublich agil und wird vom Aussehen her gerne um 2 bis 3 Jahre jünger geschätzt.

      Mit besten Grüßen
      Sabine Donnert-Reng

      Antworten
      • Sabine

        Hallo Frau Donnert-Reng,

        danke für die Mitteilung. Gleichwohl möchte ich mich auch für meine etwas übertriebene Darstellung entschuldigen. Der Grund dazu ist:

        Ich habe mich bis vor gut 10 Jahren mit der Thematik "Gesunde und artgerechte Haltung und Ernährung von Hunden" befasst. Im Rahmen dieses Arrangements habe ich leider auch erfahren dürfen, was für Zeugs da unseren Tieren zugemutet wird. Diese Produkte nennen sich dann "Hundenahrung", was man normaler Weise als Abfall zu entsorgen hätte, ohne dass ich jetzt darauf näher eingehen möchte. Dies würde sonst den Rahmen dieser Mitteilung wohl sprengen.

        Gut, es mag vielleicht den einen oder anderen Hund geben, welcher dann tatsächlich mit Zahnproblemen zu tun hat, was mir dann auch irgendwie leid tut. Nur die Werbung macht immer alles so schön bunt und toll, dass man hier einen gar anderen Eindruck gewinnt, und das finde ich gelinde gesagt traurig. Aber tatsächlich leiden viele Hunde und Katzen an Problermem der Organe, was dann als völlig "normal" bezeichnet wird.

        Möchte es jetzt hier nicht weiter ausweiten, würde eh nichts bringen.
        Ich denke nur, dass es irgendwann keine Hunde mehr geben wird, was unsere Generation wahrscheinlich nicht (mehr) erleben wird.

        Mit freundlichen Gruß und kommende frohe Weihnachten,

        Robert Krüger

        Antworten
  • Rena

    Danke für die vielen nützlichen Tipps! Habe einige Sachen auch schon bei meinem Hund probiert und konnte bisher für gute Zähne sorgen. Wenn ich dagegen andere Hundehalter sehe. die könten mit ihrem Vierbeiner glatt eine Zahnklinik in Ungarn besuchen...

    Grüsse
    Rena

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