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Wie Hundeleinen das Verhalten von Hunden beeinflussen

Hund an der Leine* Hund an der Leine*

Die tschechische Universität Mendel hat in einer groß angelegten Studie knapp 2000 Interaktionen zwischen Hunden, die Gassi geführt wurden, untersucht. Dabei haben die Wissenschaftler folgende Verhaltensweisen beobachten können.

  • Hunde an der Leine sind doppelt so aggressiv.
  • Hunde, die von ihrem männlichen Hundebesitzer ausgeführt wurden, reagieren aggressiver. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Hunde andere Hunde bedrohen und beißen ist viermal so hoch.

Das Verhalten an der Hundeleine lässt sich laut den Experten folgendermaßen erklären. Hunde bevorzugen es frei rumzurennen, wenn sie sich treffen. Das Begrüßungsritual hilft ihnen einzuschätzen, ob der andere Hund Freund oder Feind ist. Mit einer Hundeleine fühlen sich viele Hunde bedroht. Es scheint so, als ob sie vorsichtshalber sagen „Ich kenne Dich nicht und ich weiß auch nicht genau, was Du mir sagen willst, aber lege Dich nicht mit mir oder meinem Menschen an.“. Die Leine hemmt die ursprüngliche Kommunikation zwischen Hunden und führt zu einem Ausdruck der Frustration.

Viele Hundebesitzer kennen solche ein Verhalten. Allerdings geben die Wissenschaftler im Hinblick auf die genannten Zahlen auch zu, dass das Verhalten abhängig von der Region bzw. dem Land sein kann. Je nachdem wie die Hundeerziehung in dem jeweiligen Land gehandhabt wird.  Zudem nehmen Hunde Emotionen und Schwingungen des menschlichen Partners genau auf. Da Frauen  in der Regel sanfter und freundlicher sind, reagieren Hunde mit weiblichen Hundebesitzern am Ende der Leine ebenfalls ruhiger. Und hier sind wir schon bei der Quintessenz des Artikels. Es gibt einen sehr engen Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Menschen und dem Verhalten des Hundes.

Hunde tendieren dazu menschliche Emotionen und Verhalten zu spiegeln. Reagieren Menschen auf entgegenkommende Hunde oder deren Besitzer verhalten, unfreundlich oder ängstlich, übernimmt der Hund dieses Verhalten.

Indem Hundebesitzer während des Gassigehens Ruhe, Stärke und Ausgeglichenheit ausstrahlen, bleiben auch Hunde ruhiger. Es ist wichtig, keine Angst oder Feindseligkeit zu zeigen und auf Hundebesitzer und deren Hunde freundlich zu reagieren. Hier spielt es keine Rolle, ob es ein einfaches Hallo ist und eine freundliche Geste wie Lächeln oder Nicken. Selbst wenn sich Dein Hund oder der andere Hund doch aggressiv verhält, bleibe ruhig und gelassen. Zeige Deinem Hund, dass Du alles unter Kontrolle hast, ignoriere den anderen Hund und gehe selbstsicher und mit festen Schritten weiter.

*Bildquelle: © wikimedia.org, Nesster.

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