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Leinenführigkeit bei Hunden

Am schönsten ist es doch frei – ohne Leine – herumzuspringen. Die Ohren flattern im Wind, man kann schnuppern, wo man möchte und mit anderen Hunden, die einem gerade über den Weg laufen, spielen. Nicht nur ich liebe es, sondern auch Frauchen findet, dass das die schönste Art ist, Gassi zu gehen.

Ziehender Hund Ziehender Hund

Aber was auf Feld und Wiesen funktioniert, ist meistens an der Straße und oder in der Stadt nicht praktikabel. Da heißt es dann an die Leine. Damit das Laufen an der Hundeleine stressfrei verläuft, heißt es schon im Welpenalter üben, üben und noch einmal üben. Ich kann mich noch erinnern, als Rambo noch ein Welpe war. Rambo ist ein Freigeist und hat sich doch jedes Mal gewehrt und geschlungen, um ja nicht an die Leine kommen zu müssen. Ich war zwar in der Hinsicht nicht so schlimm, aber ich habe mich dann einfach geweigert zu laufen und bin stur sitzengeblieben. Mittlerweile bin ich schon fast ein Vorbild für manch anderen Hunde und Rambo lässt sich sogar mit einem Schwanzwedeln anleinen. Allerdings zieht er noch gerne. Und Frauchen übt fleißig mit ihm, genauso wie bei mir damals. Denn Rambo soll hoffentlich bald verstehen, dass an der Leine Sicherheit bedeutet und er sich um nichts sorgen machen muss.

Um mit euren Hunden ein entspanntes Spazierengehen mit Hundeleine zu ermöglichen, habe ich euch ein paar Tipps zusammengetragen:

  • An die Hundeleine gewöhnen

Ziehe auch mal daheim das Hundegeschirr oder das Halsband an und leine ihn mehrmals an und wieder ab. Wiederhole dies über mehrere Tage bzw. solange bis der Hund sich nicht mehr daran stört. Wichtig: Hund für das An- und Ableinen loben.

  • Das Haus mit Leine verlassen

Lasse Deinen Hund „Sitz“ machen, lege ruhig die Leine an, lobe ihn dafür und lasse ihn z.B. mit einem „Bleib“ warten. Öffne die Tür und gebe ihm dann ein Signal Dir zu folgen. So verhinderst Du, dass ein Chaos an der Tür ausbricht oder er Dich aus der Tür zerrt. Bleibt er nicht sitzen, bis Du ihm das Signal gibst, musst Du von vorne anfangen. Übe dies nun jedes Mal vor dem Gassi gehen.

  • Mit Leine entspannt Gassi gehen

Um mit dem Hund z.B. auch einen entspannten Stadtbummel mit vielen Reizen unternehmen zu können, sollte er locker an der Leine gehen können. Dabei soll er nicht in Genickstarre verfallen und Frauchen oder Herrchen anhimmelnd begleiten, sondern einfach nicht an der Leine ziehen und Dir die Führung überlassen.

Verkürze die Leine so, damit Du Dich wohl fühlst. Laufe solange er bei Dir ist bzw. nicht zieht. Sobald Dein Hund anfängt zu ziehen, bleibe stehen. Schaut er Dich an oder kommt er auf Dich zu, so dass die Leine wieder locker ist, lobe ihn - auch immer mal wieder mit einem Leckerchen - und gehe weiter. Sobald er wieder zieht, bleibe stehen. Diese Übung führt dazu, dass ihr nicht wirklich voran kommt. Bist Du konsequent, wird er aber bald merken, dass er sonst nicht vorwärts kommt. Und Konsequenz ist bei dieser Übung sehr, sehr wichtig.

Anstatt stehen zu bleiben, kannst Du auch einfach rückwärts laufen. Ist er an Deiner Seite, lobe ihn und ihr könnt wieder vorwärts laufen.

Grundsätzlich wirst Du merken, dass er am Anfang starken Gegendruck ausübt. Für ihn ist Laufen an der Leine nicht natürlich. Ebenso muss er seine Laufgeschwindigkeit an Deine Geschwindigkeit anpassen. Denn Hunde laufen gewöhnlich schneller und zielorientierter als wir. Schlendern oder Bummeln kennen Hunde nicht. Bitte berücksichtige auch diese Punkte.

  • Richtungswechsel

Hilfreich sind bei den Übungen auch Richtungswechsel. Gehe einfach mal nach links, dann wieder nach rechts, so dass sich Dein Hund auf Dich konzentriert.

Bewältigt Ihr die Übungen schon sicher, kannst Du Deinem Hund auch den Richtungswechsel beibringen. Sage jedes Mal „Links“, wenn Du nach links gehst. Das Gleiche gilt für rechts. Dein Hund wird bald die Begriffe mit den Richtungen assoziieren. Als Fortgeschrittene kannst Du die Übung natürlich noch weiter ausbauen, indem Du Begriffe wie „Vorwärts“ oder „Rückwärts“ einbaust.

Im Überblick:

  • Übt drinnen und draußen
  • Wechsle spontan die Richtung
  • Lobe ihn fleißig
  • Lobe ihn auch, wenn er Dir ohne Hundeleine folgt
  • Bleibe geduldig und ruhig

2 Gedanken zu „Leinenführigkeit bei Hunden“

  • Hunde

    Das sind gute Tipps. Sollte sich so manch einer mal zu Herzen nehmen. Die Leine ist eine Verbindung zwischen Hund & Mensch, über die Informationen ausgetauscht werden. Wenn es gut läuft gibt es dem Hund Sicherheit. Wer es nicht beherrscht, kann seinem Racker damit Falsches übermitteln und verunsichern. Daher ... früh Hund und Mensch dran gewöhnen.
    VG Chandor & Dosenöffner

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  • Toms Bike Corner, Rosenheim

    Richtig lustig wird war es als ich meinem Hund das nebenher laufen beim Fahrrad Fahren beibringen wollte. Da muss man zum einen aufpassen das man den Hund nicht überanstrengt und zu anderen das er nicht auf einmal abrupt stehen bleibt und man einen Abgang über den Lenker macht. Aber wenn es mal klappt ist es super und angenehm.

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